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Full text: 48, 1929/1930

BO 
Aus dem Archiv der Deutschen Seewarte. — 48. Bd. Heit 2. 
sorgen. Die Folgezustände dieser Augenerkrankung sind in jeder Form anzutreffen — „von der voll 
ständigen Bedeckung der Pupille bis zur fleckförmigen, kaum milchig schimmernden Trübung“. Fast 
alle Kinder leiden unter ihr. Die Erblindung der Erwachsenen ist mehr* durch diese Körnerkrankheit 
verursacht als durch die Pocken. Nach Battandier 78 ) zählt man in Algerien auf 64 Einwohner einen 
Blinden oder Einäugigen. 
Zum Schluß sei noch eine häufige beachtenswerte Ursache von Krankheiten erwähnt: Bisse giftiger 
Tiere. Für die Wüstengebiete sind besonders der schwarze Skorpion und Giftschlangen — darunter die 
so gefürchtete und schwer erkennbare Hornviper — als gefährlich zu nennen. Die Vergiftungsfolgen 
äußern sich in schneller Entzündung, in Lähmungen und plötzlichem Tod. Die Oasenarbeiter und Kara 
wanenleute haben am meisten unter den Bissen der Giftschlangen zu leiden. 
Zusammenfassend sei wiederholt, daß die klimatischen Bedingungen für die Entstehung von Land 
schaf tskrankheiten dergestalt sind, daß sie für die Wüste selbst Krankheiten nicht begünstigen, eher 
die gesundheitlichen Verhältnisse fördern, — daß aber in den Oasen, und zwar vornehmlich in denen, 
die in den Salzsumpfniederungen der algerisch-tunesischen Chotts vom Wadi Rir bis zur Küste von 
Gabes liegen, die klimatischen Bedingungen ungünstiger sind und die gesundheitlichen Verhältnisse 
schädigen. Da diese Oasen zudem die Siedlungszentren sind, kommen hier die sozialen Krankheiten 
hinzu; hier ist also im allgemeinen das Entstehungs-, Hauptentwicklungs- und Ausbreitungszentrum der 
einheimischen Krankheiten zu finden. 
7a ) Battandier, a. a. O. S. 228.
	        
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