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Full text: 48, 1929/1930

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Aus dem Archiv der Deutschen Seewarte. — 48. Bd. Nr. 7, 
Wert ist zum Teil in der Berücksichtigung der zahlreichen westlichen Nebenbäche der Mulde und Pleiße 
begründet, aber außerdem fallen in diese Richtung außerordentlich viele Nebenbäche zweiten Grades, 
die den stark ungleichseitigen Tälern von der Seite des flachen Hanges zufließen. 
Um die Gesamtdarstellung zu ermöglichen, wurden in Tabellen die berechneten Ungleichseitigkeits 
quotienten zu den zugehörigen Richtungen im Verhältnis ihrer Länge untereinandergeschrieben, d. h. 
für je 500 m wurde der Wert einmal berücksichtigt. Danach sind die Summen dieser Werte durch die 
Anzahl der Fünfhundertmeter-Abschnitte geteilt worden. So ergaben sich für die acht Hauptrichtungen 
der untersuchten 342,4 km Tallänge die mittleren Ungleichseitigkeitsquotienten. 
Auf die Wiedergabe der umfangreichen Tabelle mußte wegen der hohen Druckkosten verzichtet 
werden. Einen Ersatz soll gewissermaßen die Karte am Schluß der Arbeit darstellen, auf der die Lage 
der steileren Talhänge angedeutet und gleichzeitig durch die beigefügten Zahlen der Grad der Ungleich 
seitigkeit für die betreffenden Talabschnitte angegeben ist. Die gesamten Berechnungen sind zur 
Kontrolle unabhängig von den ersten Ergebnissen wiederholt worden. Es stellte sich heraus, daß wohl 
die Zahlen für die einzelnen Talabschnitte bisweilen in der ersten Dezimale differierten, daß jedoch die 
Durchschnittswerte, die das Ziel der Berechnung darstellen, dieselben blieben. 
Für 
die Talrichtung 
W 
— O 
ergab sich der Wert 2,0, 
99 99 
WNW 
-OSO 
>> » ?? 2,6, 
99 
’9 99 
NW 
-SO 
99 99 99 99 
99 
99 99 
NNW 
— SSO 
99 99 99 9? ^ 3,4, 
99 
99 9, 
N- 
-s 
99 99 99 99 2,8, 
99 
99 99 
NNO 
-SSW 
1 7 
99 99 99 99 -*-9 *9 
99 
99 99 
NO 
— SW 
99 99 99 99 
99 
99 99 
ONO 
— WSW 
1 4 
99 99 99 99 
sind 
diese Werte graphisch 
dargestellt worden. Auf der X-Achse sind die einzelnen 
Richtungen, auf der Y-Achse die Werte der Ungleichseitigkeitsquotienten von 1 ausgehend eingetragen 
worden. Von der W—O-Richtung steigt die Kurve zunächst langsam, dann aber schnell zum Maximum 
an, das in der NO—SW-Riehtung erreicht ist. Die so orientierten Täler besitzen das ungleichseitigste 
Querprofil. Von hier aus fällt die Kurve erst allmählich, von der Richtung N—S ab ziemlich rasch zu 
den tiefsten Werten, die zwischen NNO—SSW und ONO—WSW liegen. Die Täler sind in diesen 
Richtungen am gleichseitigsten. 
Daß die Kurve zwei tiefste Stellen zeigt, wird nicht von großer Bedeutung sein, weil die betreffenden 
Werte sich nur wenig unterscheiden und weil sie in den Richtungen NO—SW und ONO—WSW nicht 
absolut den gleichen Grad der Genauigkeit besitzen, da eine Zunahme der untersuchten Tallänge von 24,8 
auf 83,8 km besteht. Der auffallend tiefe Wert in der Richtung ONO—WSW ist vielleicht damit zu 
erklären, daß gerade hier eine große Anzahl von Nebentälern zweiten Grades berücksichtigt werden 
mußte, die zumeist die flachen Hänge der ungleichseitigen Täler unterbrechen. Die deshalb sehr 
niedrigen wasserscheidenden Höhen ziehen wiederum sehr geringe Ungleiehseitigkeitswerte nach sich. 
Außerdem werden gerade jetzt diese Nebentäler durch Kulturarbeiten weitgehend umgestaltet. Die 
Böschungsverschiedenheiten werden ausgeglichen. 
Die Kurve stellt leider nicht dar, auf welchen Seiten der verschiedenen Talrichtungen die steileren 
.Hänge liegen. Fig. 8 soll diesem Mangel abhelfen. Die punktierten Linien bezeichnen die flacheren, 
die ausgezogenen die steileren Hänge. Die nach Süden, Südwesten und Westen schauenden Hänge 
und, was hervorzuheben ist, auch die nach Westnordwest gerichteten Hänge sind stets steiler als ihre 
Gegenhänge. In der Richtung NO—SW treten aber schon steilere Talflanken zuweilen, wenn auch 
selten, nicht auf den nach Nordwesten, sondern auf den nach Südosten schauenden Talseiten auf. All 
gemein kann man jedoch sagen, daß die nach Nordwesten gerichteten Talflanken steiler sind. In der
	        
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