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Inhaltsverzeichnis: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 44 (1916)

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Annalen der Hydrographie und Maritimen Meteorologie, April 1916. 
einigermaßen proportional ist, kann b folglich als maßgebend für die Geschwindig- 
keit betrachtet werden, mit der die Frühjahrserwärmung in 5m normaliter von- 
statten geht. 
Als Mittelwert für die zentrale Nordsee bekommt man dann aus den 
Stationen D 3, 4, 5, 6 und 13: b = 4°2, ; 
während man aus den Stationen D 7, 8, 9 und 10 für die Norwegische Rinne 
erhält: b = 5°0. 
Die größere Übersättigung gehört also vielmehr dem 
Gebiete der langsameren Erwärmung an; und allein maß- 
gebend für die Frühjahrsübersättigungen kann die Er- 
wärmung des Wassers also jedenfalls nicht sein. 
Die jährliche Periode von w ist sicherlich überhaupt mehr eine biologische 
als eine physikalische Erscheinung. 
Es ist ferner zu bemerken, daß große Übersättigungen im 5 m-Niveau 
im Mai auch nicht von großen vertikalen Differenzen des spezifischen 
Gewichtes bedingt sind. Dies geht deutlich aus folgender Tabelle hervor; 
sie zeigt erstens die vier höchsten. vorhandenen w’s in 5m und die gleichzeitigen 
Differenzen zwischen den spezifischen Gewichten des Bodenwassers (größte Tiefe: 
105m an D 18, kleinste: 60 m an D 5) und des Oberflächenwassers an, zweitens 
einige Stationen in der Norwegischen Rinne, wo schon die Differenz des spezifischen 
Gewichts zwischen 20 m und der Oberfläche sehr groß ist. 
Station 
Dis! D4 | DS IDsaA 
(nn | DE 
D9 
Station 
Zeitpunkt 
Mai 08 Mai 07 Mai 06 Mai 08 ıMai 06 | Mai 06 Mai 06 
116 | 112 | 111 } 110 | 101 101 102 
0295 009 | 017! 037 | 622 679 | 8.98 
Zeitpunkt 
1 
| ot -Differenz 
(20 m-Oberfläche.) 
N Die höchsten, überhaupt in der Nordsee beobachteten 
Übersättigungen wurden dagegen im August 1905 in inter- 
mediären Schichten in der Norwegischen Rinne vorgefunden. 
Dieses entspricht den Beobachtungen in den dänischen Gewässern, wo die 
höchsten Äw’s im Mai und August in oder unweit derjenigen Zwischenschichten 
vorkommen, wo der vertikale Gradient des spezifischen Gewichts am größten ist. 
Wie J. P. Jacobsen in seiner oben zitierten Arbeit gezeigt hat, muß dies eine biolo- 
gische Erscheinung sein. Im August 1905 sind die Verhältnisse der Entwickelung 
hoher Sauerstoffprozentsätze in den mittleren Schichten offenbar ungemein günstig 
gewesen; die größten Werte aus der Norwegischen Rinne sind in untenstehender 
Tabelle in Verbindung mit einigen ungefähr gleichzeitigen Maximis aus den 
dänischen Gewässern wiedergegeben. Wir ziehen Station D Nordsee 6 mit heran, 
obschon sie im vorhergehenden zu dem zentralen Teil der Nordsee gerechnet wurde; 
tatsächlich liegt sie an der Grenze zwischen beiden Gebieten, und es beruht in 
jedem einzelnen Fall auf den Umständen, ob man sie zu dem einen oder anderen 
Gebiet rechnen will. Leider können wir in der Tabelle keine typische Station aus 
der Mitte der Nordsee aufnehmen, da hier keine Bestimmung von @ in denjenigen 
mittleren Schichten vorliegt, welche den Übergang zwischen der warmen ÖOber- 
sehicht und der kalten Bodenschicht bilden. 
IA 
{p} 
Da 26 ; Da 18 
(Großer Belt) (Kattegat) 
1. August 1905 1. August 1905 
| Da 4 | D Nordsee 10 
(Kattegat-Skagerrak) (Norwegische Rinne) 
92 August 1905 17. August 1905 
D Nordsee 6 
14. August 1905 
20m: 1229/ 
40 m: 115% 
30m: 119% | 
40m: 119 
BO m: 113 
15m: 117% 
20m: 118 
30m: 123 
40m: 110 
40m: 1179%
	        
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