We Hier \\ rage: Das Wattenmeer zwischen 'Frischen und Friedrichskoog.
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mit den heranrollenden Wellen Zusammentreffen und dadurch eine Art Stau entstehen. Dort soll dann
durch Absetzen des mitgeführten Materials die Brandungssandbank entstehen. Diese Ansicht vertreten
Weide, Beyer. Poppen. Braun und Behrmanu. Darüber hinaus gibt Behrmann eine Verbreiterung der
Brandungsbank durch die Wirkung von Ebbe uncl Flut an. da ja durch die Gezeiten die Brandungslinic
der Wellen vor und zurück wandert.
Ich habe den Eindruck, als ob unsere Kenntnisse hinsichtlich der Entstehung und Formung der
Brandungssandbänke im einzelnen doch ziemlich gering sind. Sie scheinen mir auch oft vorwiegend
hypothetischer Natur zu sein.
Eine Klärung der Erscheinungen im einzelnen könnte auf zwei Wegen erfolgen: Einmal durch groll
zügig angelegte und exakt durchgeführte experimentelle Untersuchungen und zweitens durch genaue
Beobachtung und Messung von ßrandungssandbänken in der Nordsee und in der Ostsee, unter Berück
sichtigung ihrer Form und der besonderen landschaftlichen Bedingungen sowie ihrer Abhängigkeit von
bestimmter Windrichtung, dem Gezeitenstrom und anderer Faktoren und ihrer sich daraus ergebenden
A eränderungen. Derartige experimentelle und vergleichende Untersuchungen liegen meines Wissens noch
nicht vor, würden aber meines Erachtens interessantes Material bringen.
Da es jedoch nicht im Sinne dieser Arbeit liegt, theoretische Erörterungen zu machen, so soll nunmehr
mit dem beschreibenden Teil der speziellen Verhältnisse von Trischen fortgefahren werden.
Die Brandungssand blinke und Brandungspriele Trischens.
W ie w ir schon aus dem schematischen Querprofil Sk.16,T.9. sahen, steigen die Brandungssandbiinke
vom Meer her langsam und flach an und fallen nach dem Lande zu steil ab. Diese Beobachtung konnte ich
nicht nur bei allen Brandungsbänken Trischens machen, sondern überhaupt bei allen, die ich Gelegenheit
hatte zu beobachten. Beyer scheint hinsichtlich der Brandungsbänke Sylts der Ansicht zu sein, daß es sich
um Gebilde mit gleichem Gehänge handelt. Dazu ist zunächst zu sagen, daß die Wetterlage auf die Form
der Blinke von größtem Einfluß ist. wie wir später noch sehen werden. Dann aber schien mir auf Sylt
der Unterschied zwischen Steilhang und flacher Anstiegseite oft nicht so besonders klar. Nachweisen ließ
er sich aber auch da stets. Selbst OstwindWetterlage verwischt ihn nicht völlig.
Auf Trischen wechselt die Höhe, Länge und Breite uncl die Zahl der hintereinanderliegenden Bänke
sehr stark.
Wenn man von der Nordspitze der Plate kommt, so findet man bis zu dem Knick, der auf der Sk. 2.
T. 2, etwas nördlich der Linie Q 3 zu sehen ist. durchweg kleinere Bänke. Es liegen in diesem Gebiet
etwa fünf Bänke hintereinander. Von diesen liegt die größte an der Seeseite. Die Bänke nehmen dann
landwärts allmählich an Größe ab, «o daß die kleinste in die Schwemmsandplate übergeht. In den
Niederungen zwischen den Bänken findet sich mitunter Wasser. Bei größeren Bänken werden diese
Niederungen zu regelrechten Prielen. In diesem Gebiet entwässern die Brandungspriele in ungefähr nörd
licher Richtung ins Meer. Hinter der Mündung einer solchen Niederung oder eines solchen Priels ins Meer
habe ich den Beginn einer neuen Sandbank angenommen.
In der Gegend des erwähnten Knicks und weiter südlich davon lindert sich einiges. Die Bänke werden
bedeutend größer, vor allem länger. Dafür aber liegen ihrer weniger hintereinander. V or dem Diincn-
wall sind es nur noch zwei. Die Außenbrandungssandbank erreicht aber dafür eine Thinge; von fast einem
Kilometer; das gleiche gilt für den hinter ihr fließenden Priel, der dadurch auch in Breite und Tiefe be
achtenswerte Ausmaße erlangt.
Mir fiel es auf, daß bei diesen großen ßrandungssandbänken der landw ärts gerichtete Steilabfall im
V erhältnis zur Gesamtbreite viel schmäler war als bei den kleinen Brandungssandbänken; dafür war er
dann aber steiler uncl höher. V on der Sohle des dahinter fließenden Priels gemessen, mag die große Sand
bank vor dem Dünenwall etwa 1 m hoch sein, natürlich nur von den tiefsten Stellen des Priels aus
betrachtet.
Auf dem Südflügel der Schwemmsandplate werden die Blinke dann wieder allmählich kleiner und mit
ihnen die Brandungspriele, die schließlich nur noch flache Niederungen darstellen. Auch die Form der
Bänke ändert sich wieder und wird mehr schildförmig, wie bei den Bänken nordwärts des er
wähnten Knicks. Ebenso ändert sich die Höhe, Breite und der Neigungswinkel des Steilabfalls wiederum,