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Volltext : 48, 1929/1930

Aus  dem  Archiv  der  Deutschen  Seewarte.  -  48.  ßd.  Heft  5.

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Beckenquellen.
Die  Priele,  die  eine  Berkenquelle  als  Ursprungsort  besitzen,  entspringen  aus  größeren  oder  kleineren
Tümpeln  oder  Becken.  Die  Beckenquelle  habe  ich  schematisch  aufSkizze2lB  dargestelll.Ich  habe  bei  dieser
Skizze  den  einfachsten  Fall  gewählt,  daß  aus  dem  Becken  die  Quelle  gleich  mit  einem  kleinen  Delta  in
einen  größeren  Priel  oder  Strom  mündet.  Es  kommt  natürlich  noch  häufiger  der  Fall  vor,  daß.  sich  mehrere
solche  Beckenquellen  vereinigen  und  einen  größeren  Priel  bilden.
Bei  clen  Beckenquellen  fehlt  die  aclerähnliche  Verzweigung  oder  tritt  in  den  Hintergrund.
Auch  die  Gruppe  der  Beckenquellen  kommt  an  einzelnen  Stellen  unseres  Gebietes  vor  (vergl.  Bild  54.
Randsdilickwatt).
Zwischen  clen  beiden  Ursprungsarten  der  Ader-  und  Beckenquellen  gibt  es  natürlich  Uebergänge.  Wir
bekommen  aber  nur  dann  Klarheit  in  den  morphologischen  Aufbau  einer  Landschaft,  wenn  wir  Uebergangs-
  und  Mischformen  zunächst  unberücksichtigt  lassen  und  versuchen,  zuerst  möglichst  eindeutige  und
extreme  Formen  aufzufinden.

Sickerquellen  im  Sanchvatt.
Fine  weitere  Quellform  ist  die  der  Sickerquellen  im  Sandwatt.  Fs  handelt  sich  umRinnen,  die  entweder
aus  einem  ziemlich  steil  aufgeschütteten  Sandgehänge  hervortreten  oder  aus  feuchtem,  locker  gelagertem
Schwemmsand  entwässern  und  dann  meist  außerordentlich  flache  und  vergängliche  Gebilde  sind.  Den
letzteren  Fall  lernten  wir  bei  der  Schwemmsandplate  kennen  (vergl.  Bild  41).  Der  erstere  Fall  kommt  bei
den  Brandungsprielcn  vor  (siehe  Sonderabschnitt  über  Brandungssandbänke).

Einige  Lichtbilder  von  Aderqucllcn  mögen  folgen.

Bild  61.  Aderquelle.  Im  Hintergrund  Kulturwatt.  Man  erkennt  deutlich  das  liebere,  feuchte  Qucllgebict,  übersät  mit
zahlreichen  Arenicolahäufchen.  Im  Vordergrund,  wo  der  Priel  fließt,  ist  das  Watt  trockener  und  daher  auf  dem  Bild
dunkler.
            
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