W e r n e r Trage: Das Wattenmeer zwischen Trischen und Friedrichskooe.
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Wir finden auf irischen zwei Buhnen, die an der Westküste vor dem Dünenwall liegen. Sie haben
beide den Zweck, den Brandungspriel unschädlich zu machen und die Sandablagerung am Strande zu
vermehren. Die Buhnen sind ihrem Bau nadh verschieden. Die eine ist eine Reisigbuhne von erheblicher
Breite aber geringer Höhe (vergl. Lichtbild; Sonderabschnitt: Brandungsbänke); die andere aber besteht
aus Metall platten, die durch Holz und 'Drahtverspannungen gehalten werden,und erreicht bei sehr geringer
Breite eine ziemliche Höhe. Diese letztere Buhne war zur Zeit meines Besuches noch im Bau.
Während die Buhnen die Ablagerung des Sandes durch das Wasser erreichen wollen, findet bei den
Reisigzäunen der Sandgewinn vorwiegend durch den Wind statt. Die Reisigzäune finden wir auf Trischen
auch in zweierlei Ausbildung, als geradlinige Zaunbauten, die unverzweigt sind, und als Reisiggärten, wobei
durch abzweigende Querzäunc rechteckige Felder entstehen (vergl. Lichtbilder im allgemeinen Teil beim
Dünenwall und im Sonderabschnitt über Brandungssandbänke).
Reine Abbruchschutzbauten sind die Sanclsackplombierungen und Faschinenbesteckungen des Dünen
kliffs.
Bepflanzung.
Die Bepflanzung spielt ebenfalls im Landschaftsbild eine gewisse Rolle.
Die ungeheuer wichtige Hilfspflanze des Menschen zur Schlickgewdnnung ist der Queller, Salicornia.
Da sie aber von selbst kommt, soll sie hier nur erwähnt werden.
Fine künstliche Bepflanzung zum Schlickgewinn stellt der Versuch mit S p a r t i n a Townsend i i
dar. der ja im einzelnen bereits geschildert wurde. Eine landschaftliche Bedeutung kommt ihm vorläufig
kaum zu.
Wichtiger ist die Bepflanzung zum S a n d g e w i n n , die vor allem vor dem Dünengebiet vor
genommen wird. Im Frisdiener Gebiet sdieint vorwiegend Psamma arenaria, der Strandhafer, dazu ver
wandt zu werden. Die in regelmäßigen Abständen eingesetzten Büschel sterben aber häufig ab.
Im In nein des Dünemvalles findet sidi nach Angabe von Herrn Bielfeldt. Trischen, süßes Grund
wasser. Das mag in Verbindung mit der Fruchtbarkeit des Dünensandes der Anlaß sein, daß man
neuerdings hinter dem Dünenwal] anscheinend eine Anpflanzung von Holzgewächsen versucht.