Aus dem Archiv der Deutschen Seewarte. — 48. Bd. Nr. 1.
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Tabelle 5. Einige extreme Austrocknungswerte (60).
h
mm
r
°c
t
°C
S
°C
R
o/o
e t
1DHJ
V
Bft
Sgc
Sgvlsgäc
1
Sg5r
Pc
Pv
Prc
Prv
S Pc
Spv
S p rc
SpTV
Mina Aguila ....
28.IV. 1909.9 a
1413
31.5
6.1
0
0.03
1.5
4.8
13.1
31.3
24.8
36.7
30.2
92.9
124.9
164.1
225.0
(Bolivien)
<p = 17.5°S
1 = 67.15° W
Collaliuasi
6.X. 1914.2 p
36.9
4.6
16.3
5
0.30
6.0
0.3
2.5
1.6
11.2
31.0
(«O
-3.1
37.5
3.4
8.8
1.2
17.0
2.2
Oollahuasi
16.V. 1915.2 p
428
38.1
10.6
10.2
1
0.10
0.0
2.5
2.5
2.3
2.3
32.2
32.2
37.7
37.7
29.4
29.4
52.0
52.0
Collaliuasi
18. V. 1915.2 p
36.8
7.5
86
0
0.04
1.0
4.4
10.0
4.8
10.8
31.6
27.2'37.5
33.1
69.0
96.6
127.4
182.5
Chuquicamata .. .
31.VII. 1915.2 p
542
45.0
21.2
. . .
1
0.20
3.0
3.4
13.9
. • .
34.3
28.639.1
33.4
14.6
31.8
23.6
53.1
„Chainsin 1-
Angen. Beispiel
760
75.0
55.0
70.0
10
11.8
5.0
0.8
4.4
4.7
26.0
41.1
(ei)
62.1 ¡45.1
66.1
0.4
12.8
06
18.8
Um nun in synoptischer Form die Austrocknungswerte zu ordnen, wie sie in Tabelle 8 angeführt
wurden, muß man sie auf Stufen (vgl. die Tabelle rechts) reduzieren. Zu diesem Zwecke verwandelt
man den Austrocknungswert, der sich auf die Verdunstung eines kreisförmigen Gefäßes von A qm Ober
fläche während 4 Stunden bezieht, in eine Jahresverdunstung, indem man multipliziert mit 6 X365 = 2190.
Auf diese Weise erhält man dann die Jahresverdunstung, die es ermöglicht, die Werte in gewissem
Sinne rein praktisch zu verwenden (62).
Aus den so erhaltenen Jahreswerten der Verdunstung kann man eine geoklimatische Skala bil
den, die den Kurven in Fig. 2 entspricht.
Es ist zu beachten, daß Stufe VIII außer
ordentlich hoch ansteigen kann und vor allem auch
solche Werte einschließt, welche in Tabelle 3 unter
den Durchschnittswerten bei Schatten nicht Vor
kommen, sondern dem Maximum der Verdunstung
bei Sonnenstrahlung usw. entsprechen (vgl. Tabelle 4
und 5, s. Fig. 2).
Ähnlich dieser geoklimatischen können wir eine
bioklimatisch-empirische Stufenfolge aufstellen; z. B.
wissen wir, daß bei einer Dampfspannung von 20 mm,
der maximalen Dampfspannung bei 23,3°, ein star
kes Gefühl der Schwüle herrscht (63), da nach
Lancaster schon eine Atmosphäre von 14 mm, welche
dem Maximum der Dampfspannung bei 16,5°
entspricht, ein gewisses Schwülegefühl aufkommen
läßt (?) (14).
Ein Austrocknungswert von 0,106 bei t = 23,3° und e = 20 mm und von 0,134 bei t = 16,5 und
e = 14 mm kann sehr wohl dazu dienen, die unteren Stufenwerte zu bestimmen.
Der normale Mittelwert ergibt sich aus dem Gesamtmittel der Tabelle 3. Aus dieser können wir
analog die Stufe VII bestimmen, während für Stufe VIII das oben Gesagte gilt.
Bei der Bezeichnung dieser Stufen wird es richtig sein, die Ausdrücke trocken und feucht (im
Sinne der Anmerkung (20)) einzuführen, indem man allerdings nicht an den mehr oder weniger großen
Wasserdampfgehalt der Luft, sondern an ihre mehr oder weniger große Austrocknungskraft denkt. So
ergeben sich folgende bioklimatische Stufen des Austrocknungswertes (vgl. folgende Seite).
Geoklimatische Stufen des
Austrocknungswertes
Verdnnstnugskraft
der Luft
Stufe
AustrocknuDgs-
wert
Jährl.
Yer-
duustg.
fast null oder sehr klein
I
0.000 — 0.014
30 cm
klein
II
0.015 - 0.023
50 „
ziemlich klein
III
0.024 — 0.035
80 „
normal
IV
0.036 — 0.068
150 „
ziemlich groß
V
0.069 — 0.114
250 „
groß
VI
0.115 — 0.183
400 „
sehr groß
VII
0.184 — 0.264
600 „
außerordentlich groß
VIII
0.265 <
A „