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Full text: 48, 1929/1930

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Aus dem Archiv der Deutschen Seewarte. — -t8. Bd. Heft 5. 
kante, darüber ebenfalls eine Sandbank. So geht es in mehrfachem Wechsel bis etwa Pricke 15 von der 
westlichen Legde ans. Die Größe der Priele und die Höhe der Abbruchkante schwankt etwas, ebenfalls 
die Größe der Sandbänke. Diese Maße scheinen aber nach Nordwesten zuzunelimen. 
Die Höhe der Schlickabbruchkante samt der darauf befind liehen Sandbank mag etwa zwischen 1 und 
2 m variieren. 
An der Sk. 19, T. 11, wird das eben Gesagte noch deutlicher werden. 
Zum Teil bestanden die Bänke auch aus Mischwatt: der Teil aber, der über der Kante des Priels lag, 
war immer reines Sandaufschüttungswatt, lind nach Nordwesten zum nächsten Priel hin trat immer eine 
Uebercleekung mit dem losen, weichen Schlick auf. 
An den Ufern des Flaekstroms fanden sich auch hier stellenweise die vorher erwähnten kleinen 
Bänke; hin uncl w ieder traten, wenn auch sehr schwach, kleine Schichten von fossilem Schlick zutage: ein 
/eichen, daß der Flackstrom hier auch abspült. 
Hinter dieser Zone, also nach Südwesten in Richtung auf das Beckenwatt hin, dehnte siel» ein ziemlich 
breites, tiefes S c- h 1 i e k w a 11 aus. das hinter der Pr icke 15 auch an die Flackstromküste tritt, liier macht 
die Küste auch einen kleinen Knick und verläuft dann fast rein in nord südlicher Richtung. An dieser Stelle 
mündet auch ein großer Priel. Von hier bis zum Sandaufschütttuigswatt stoben nur noch drei Priekcn — 
die letzten beiden schon auf dem Sandaufschüttungswatt. 
Dieses SchIickwatt ist außerordentlich interessant. Wellenfurchen (Rippein) habe ich selten beob 
achtet. Der Boden bestand aus dunklem, teils losem, teils festerem Schlick. Die Oberfläche war stellen 
weise mit vielen flachen Tümpeln bedeckt, aus denen mitunter dann Beckeiu|uellen entsprangen. Hin und 
wieder zogen kleinere Miesmuschelbänke strichweise über den Boden. Das Gebiet ist von zahlreichen 
Prielen durchzogen, die wahrscheinlich vom Beckenwatt her entw ässern und sich meist tief eingeschnitien 
haben. Besonders auffällig werden diese Erscheinungen in der Nähe des Flacksiromufers. Hier liegt der 
Schlick stellenweise wohl über 2 m hoch. Man kann das von der Sohle der größeren Priele ganz gut be 
urteilen. Auf diesen hoben Wattflächen sinkt man im allgemeinen etwa 50 bis 50 ein tief ein. Im Priel 
uml in der Nähe des Priels aber w echseln Stellen, die gut gangbar sind, mit solchen, an denen man über 
1 in tief im weichen Schlick versinkt. (Weiter habe ich es am eigenen Leihe nicht ausprobiert; doch habe ich 
mit der Paddel noch größere Tiefen erreicht. Nur nach langen Anstrengungen gelang es mir dann, die 
Paddel aus dem zähen Sch] ick zu befreien.) 
Einige von den Aufnahmen, die ich in diesem Gebiet machte, lasse ich folgen. Andere finden sich in 
dem Sonderabschnitt über die Priele. 
Bild 52, .Sandbank auf hohem Sihückwatt am Ufer des Flaekstroms (vcrgl. Sk. 19, T. 11). Im Hintergrund der Flack 
strom. Am Priel Abbruchkante, darüber Sandbank mit Myensihalen. Rechts vom Priel das lose, weiche Schlickwatt.
	        
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