accessibility__skip_menu__jump_to_main

Full text: 48, 1929/1930

53 
We r n e r W rage: Das Wattenmeer zwischen Trischen und l 'riedrichskoog. 
Bild 37. Eigenartige Kolkbihhingen vor dem Samlaufsdiiittimgswatt. Rechts das Meer. 
Die Seliweminsandplafe. 
Die Seliwemmsaiulplate bildet die natürliche Fortsetzung des eben besprochenen Gebietes nach Süden 
und ist nur durch einen Priel, der vom Beckenwatt kommt, von ihm getrennt. Hier macht die Küstenlinie 
wiederum einen kleinen knick nach Südwesten. 
Der Aufbau dieser Schwemmsandplate ist sehr einheitlich. Wir können ihn wieder am besten nach 
einem kleinen, schematischen Querschnitt betrachten. Dieser Querschnitt ist in Sk. 16, T. 9, dargestellt. Das 
Profil zeigt ungefähr die Verhältnisse, wie sie auf dem nördlichen -Flügel herrschen. Auf der Sk. 2. 1.2, 
ist die Lage etwa durch den Strich Q 5 angedeutet. 
Auf das Außenwatt. das Kartenskizze 2 zeigt, folgt fester, reiner Sand, der von dem ebenen Außemvatt 
ziemlich unvermittelt ansteigt. Wir kommen in die Zone der Brandungssandbänke. Diese liegen zu meh 
reren hintereinander. Die am weitesten landwärts liegenden Bänke erheben sieh unter Umständen etwas 
über dem normalen Hoch Wasserspiegel und gehen allmählich in das eigentliche Sdiwemmsandgehiet über, 
das dauernd über dem mittleren Flutspiegel aufragt, bei stärkeren Westwinden aber nahezu und bei 
Sturmfluten völlig überflutet wird. Der Sand ist hier oft sehr locker gelagert, so daß man mitunter 10 cm 
tief einsinkt. Treibholz aller Art und die herausgespülten weißen Schalen der Klaffmuschel (Mya are- 
naria) bedecken ihn. Im Westen vor dem Diinenwail fehlt dieser Schwemmsand: statt dessen bildet die 
zweite Brandimgssandbank einen festen Strand. Auf der Südhälfte der Plate ist der Schwemmsanclgiirtel 
genau so wie auf der Nordhälfte gestaltet, nur vielleicht noch breiter. Die auf ihm verstreut liegenden 
Myenschalen werden etwa von der Mitte des Nord- und Südflügels in der Richtung auf den Diinenwail 
zahlreicher. Vor diesem bilden sie sowohl im Norden als im Süden einen regelrechten Muschelsand, der 
bei Sonne schneeweiß leuchtet. Richter, Wetze!, Krüger u. a. nennen derartige Aliischelanschwemmungen 
..Schill", verstehen darunter allerdings nur die Muschel Bedeckung: nicht einbegriffen aber ist in diesem 
Ausdruck die Form der Ablagerung, ln diesem hall, wo es sich um eine einfache Musdielanhäufung am
	        
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.