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Full text: 48, 1929/1930

W Ernst, H. Seilkopf: Meteorologische Beobachtungen de.« Las Balmas-Finges. 
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Y. Kurze Übersicht über meteorologische Ergebnisse. 
I. Strömungsmeteorologische Beobachtungen. 
1. Die beobachteten Windänderungen auf der Nordseite von Korsika zeigen Zusammendrängen 
(Querschnittsverkleinerung) der Strömung und Geschwindigkeitszunahme an den Caps, Auseinander 
treten (Querschnittsvergrößerung) der Strömung und Geschwindigkeitsabnahme dazwischen an. 
2. Für den 140 Sm breiten Sturmstreifen auf dem Meere zwischen Korsika und Spanien sind nicht 
allein Druck- und Temperaturfeld der Luft, sondern Zusammendrängung und Führung der Strömung 
zwischen Cevennen und Westalpen bedeutungsvoll. 
3. Die besonderen Windverhältnisse im Raume der Gibraltarstraße werden auf das durch das 
Gelände bedingte Zusammendrängen und Beschleunigen der Strömung in zwei Stufen zurückgeführt. 
4. Auf den Canarischen Inseln zeigt auf den Luvseiten Windabnahme Auseinandertreten der 
Strömung an, auf den Flanken der Inseln dagegen erhebliche Windzunahme Zusammendrängen der 
Strömung in der Horizontalen. 
5. Die vor der Ostküste von Tenerife beobachtete Böigkeitszone scheint nicht nur mit Leewirbeln, 
sondern auch mit Rand-(Lateral-)Wirbeln in Verbindung zu stehen. 
6. Weitere besondere Beobachtungen über die Böigkeit auf See werden bei dem Mittelmeersturm und 
bei dem Rückfluge von Las Palmas zur afrikanischen Küste erörtert. 
II. Passatbeobachtungen. 
1. Die Beobachtungen des Hinfluges auf geradem Kurse Cadiz—Canaren zeigen Drehung des 
Windes von NW auf NE, Zunahme der Windgeschwindigkeit in der NE-Strömung und Zunahme der 
vertikalen Mächtigkeit der NE-Strömung. Die Beobachtungen des Rückfluges längs der afrikanischen 
Küste zeigen dagegen Abklingen des Passats nach der Küste zu, Abnahme an Geschwindigkeit und Höhe. 
2. Es werden die bei der Entwicklung der Passatströmung in ihrem Ausgangsgebiet zwischen 
Spanien, den Canaren und der Küste auftretenden Beziehungen zwischen Geschwindigkeit und Höhe der 
Strömung erörtert. 
3. Auf dem Hinfluge wie auf dem Rückfluge sind am Rande des Passatgebietes Nebel beobachtet 
worden; der Rückflug hat durch ein Nebelgebiet von 380 Sm Erstreckung geführt. 
4. Oberhalb der Passatströmung ist eine Warmluftmasse angetroffen worden, in der das Fliegen 
erschwert war. 
5. Auf Grund der Beobachtungen von Passatstaub in der Höhe wird die vertikale Verteilung des 
Staubes erörtert und auf die Bedeutung des Staubes für das Fliegen hingewiesen. 
6. Die flache nordöstliche Strömung geringer Geschwindigkeit vor der nordwestafrikanischen Küste 
kann als der nach der Küste zu seichter werdende, nachschleppende Rand des Passatluftkörpers be 
trachtet werden. Für seine Erhaltung scheint es wesentlich zu sein, daß er über das Gebiet kalten Auf 
triebswassers vor der Küste fließt. 
Druckfehlerberichtigung. Auf Seite 11, letzter und vorletzter Absatz, lies statt „Grand Canaria“ „GranCanaria“.
	        
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