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Full text: 48, 1929/1930

W. Erast, H. Seilkopf: Meteorologische Beobachtungen des Las Palmas-Fluges. 
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Der Wind wehte aus NNW 4. Die Maschine war während dieses Flugabschnittes aus dem nordöstlichen 
Abhänge des Hochdruckgebietes in den Wirkungsbereich eines Tiefausläufers hineingeflogen, der im 
Laufe vom 20. Juli sich von der Nordsee nach der Ostsee verlagerte und der zu einem großen Tiefdruck 
gebiet mit nur 740 mm über Finnland gehörte. 
Auch am 21. Juli stand das Wetter im Flugabschnitt Norderney—Travemünde unter dem Einfluß von 
flachen Ausläufern, die auf der Rückseite des Finnlandtiefs vom Nordmeer her über die Nordsee und 
über Jütland hinweg nach der Ostsee südostwärts vorrückten. Bedecktes, teilweise regnerisches Wetter 
bei westlichen bis nordwestlichen Winden gab daher diesem Flugabschnitt das Gepräge. Um 11.30 Uhr 
wurde in Norderney gestartet bei WNW 3—4. Der Himmel war ganz bedeckt mit Regenwolken in 
500—600 m Höhe, die Sicht betrug 5—6 Sm; vor der Elbmündung herrschte Westwind 3—4, sonst war 
das Wetter das gleiche. Über dem Kanal war es sehr böig in 500 m Höhe, was aus dem Überströmen 
des Landes durch die kalte westliche bis nordwestliche Strömung mit starkem, vertikalem Temperatur 
gefälle verständlich ist. Über der Ostsee war die Wolkendecke höher, 800—1000 m. In Travemünde war 
der Wind etwas stärker, W 4. Um 13.25 Uhr wurde in Travemünde angewassert.
	        
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