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Volltext : 47, 1920-1925 (1929)

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Prof.  Dr.  11.  Schulz:  Die  Gezeiten  an  der  flandrischen  Küste  und  auf  der  unteren  Schelde.

Parallel  mit  dem  Auf  frischen  des  Windes  an  der  flandrischen  Küste  setzt-  der  Aufstau  ein.  Das
Niedrigwasser  um  3.50  hV  am  25.  Nov.  ist  bereits  erhöht,  weiterhin  sind  Hoch-  und  Niedrigwasser  ungefähr ­
  gleich  stark  beeinflußt.  Das  Abflauen  des  Windes  am  26.  Nov.  bewirkt  sogleich  eine  Verminderung
des  Aufstaus,  so  daß  schon  am  Nachmittag  des  26.  das  Niedrigwasser  keinen  Aufstau  mehr  erkennen
läßt.
Die  Wetterlage  vom  1.—4.  Dezember  1917  sowie  die  gleichzeitigen  Schwankungen  des  Wasserstandes ­
  und  der  Windstärke  wurden  bereits  früher  charakterisiert  (vergl.  Heft  1,  ß.  17  f.).  Die  Grundwerte ­
  des  Gezeitenvorganges  und  die  Anomalien  gibt  die  folgende  Zusammenstellung.
Tabelle  14.

Grundwerte  der  Gezeiten  in  Ostende  und  Zeebrüg'ge  am  1.—4.  Dezember  1917.
a.  Ostende.

<3
■4J

Ho

ch  wasser

Niedrig  wasser

Steig  (lauer

Falldauer

Tid

e  n-Tag

  1917

a

Zeit

Höhe

Anomalie

Zeit

Höhe

Anomalie

An  onaalie

Anomalie

stieg

fall

M.-E.  Z.

in

cm

51.-E.  Z,

m

cm

li  m

m

li  m

m

m

ra

1.  Dezember

2

22°  v.

4.24

—29

9 20  V.

—0.34

—  30

700

+  18

4.58

3 00  N.

4.20

—33

9 20  N.

0.66

+  70

5 10

+  4

6 2°

—22

4.54

3.54

2.  Dezember

3

2 45  v.

5.12

+  61

9"»  V.

1.30

+133

5 23

—12

6 äö

—19

4.46

3.82

3 3ä N.

5.40

+  89

8 33  N.

2.20

+233

6* 5

+  48

520

—82

4.10

3.20

3.  Dezember

4

3 10  V.

5.04

+  61

10 23  V.

1.54

-rl49

6«

+  65

6 15

+  4

2.84

3.50

4 00  N.

4.82

+  39

IO 30  N.

1.16

+111

585

—  5

6 so

—11

3.28

3.66

4.  Dezember

5

4 30  V.

4.40

+  13

II 20  V.

0.18

+  3

6 oo

+  18

6 5 "

—11

3.24

4.22

450  N

4.12

-15

11 00  N.

0.20

-r  5

5  80

—12

6 to

—29

3.94

3.92

1.  Dezember

2

2"’  V.

4.26

—  24

9 13  V.

—0.12

—  28

6 35

+  8

4.38

2 30  N.

4.24

—  26

9 20  N.

1.10

+  94

535

—18

6 8U

+  3

4.36

3.14

2.  Dezember

3

3 ä0  V.

5.25

+  77

9 30  V.

1.80

+163

6 -.o

+  8

010

—16

4.15

3.45

3 30  N.

5.50

+102

6 20

+  28

3.70

9 00  N.

2.40

+223

510

—76

3.10

3.  Dezember

4

430  v.

5.10

+  71

lO^V.

1.60

+137

7  30

+  97

005

—22

2.70

3.50

430  n.

4.90

+  51

10 30  N.

1.30

+107

555

+  2

000

—27

3.30

3.60

4.  Dezember

5

4»  V.

4.40

+  17

II 20  V.

0.20

—  13

6 io

+  17

0iO

+  14

3.10

4.20

5 10  N.

4.00

—  23

II 23  N.

0.30

+  3

55°

—  3

0 13

—11

4.20

3.64

Das  charakteristische  an  dieser  Sturmlage  ist,  daß  der  aufstauende  Wind  und  damit  auch  der  Aufstau ­
  des  Wassers  länger  anhielt  als  am  13./14.  Januar  1916.  Die  wie  stets  in  dieser  Arbeit  für  Doppeltidenzeiträume ­
  berechneten  mittleren  Wasserstände  erreichten  an  diesen  Tagen  die  höchsten  Werte  in
dem  betrachteten  dreijährigen  Zeitraum  mit  Ausnahme  der  Sturmflut  vom  13./14.  Januar  1916.
            
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