in Afrika.
Dr. llel Limit Schmidt.: Der jährliche Gang der Nicdersehliluro
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Die Erklärung der subtropischen Winterregen ergibt sich ebenfalls aus den
Windverhältnissen. Im Sommer verhindern gleichmäßig wehende passatische Luftströmungen die Nie
derschlagsbildung. Im Winter dagegen bringen ostwärts wandernde Zyklonen Feuchtigkeit ins Land.
Ich verweise auf Hann [1] und Loewe [10], die alles Wesentliche, was sich darüber aussagen läßt, zu
sammenfassend dargestellt haben.
Kapitel II. Die Erzeugung der Geländeregen durch Gebirge und ihr Einfluß
auf die Niederschlagsperiode.
Haben wir den Wind im ersten Kapitel als Erzeuger von Trockenheit kennen gelernt, so tritt er uns
nun als Regenspender entgegen. Derselbe Wind kann je nach den topographischen
Verhältnissen bald diese, bald jene Funktion aus üben.
Wenn ein horizontaler feuchter Luftstrom auf ein Hindernis stößt, das die Luftbewegung verlang
samt, so erfolgt Aufsteigen der Luft, und es kommt zu Niederschlägen, die man nach ihrer ersten Ur
sache „Stauungsregen“ nennen kann. Die bedeutendste Ursache der Stauungsregen
sind die Gebirge, dadurch, daß sie in viel stärkerem Maß als Wälder und
Küstenebenen die Winde zum Auf steigen zwängen („Elevationsregen“; „oro-
graphischeRege n“; „G e 1 ä n d e r e g e n“). „In allen Erdstrichen bedingen die Gebirge inselartige
Räume häufigen und verstärkten Regenfalls, am auffälligsten in Gegenden mit wenig Regen“ (Hann,
Klimatologie Bd. I, Seite 248). Die niederschlagsreichsten Orte der Erde befinden sich am Fuß eines
Abhangs oder auf einem Gehänge, das im Luv eines feuchten Windes liegt. Geländeregen bewirken, daß
äquatorferne Küstengebiete mit einfacher Sommerregenzeit wie z. B. Liberia höhere Niederschlagskurven
aufweisen können als Orte mit Äquatorialtyp.
Das Relief ist also von entscheiden der Bedeutung für die Regenverteilung,
da es eine Änderung der klimatischen Bedingungen hervorzurufen vermag.
Dabei gelten die bekannten Regeln (Hann, Klimatologie Bd. I, Seite 249 ff. [1]):
1) Die nasse Seite eines Gebirges ist immer diejenige, die sich dem Hauptregenwind der betreffen
den Gegend zuwendet (Luvseite).
2) Die Luft wird schon in einiger Entfernung vor dem Hindernis gestaut; daher nehmen Ebenen,
die sich vor Gebirgen ausdehnen, an den Stauungsregen teil. Dagegen wird Flachländern im Windschatten
Regen vorenthalten (Leeseite).
3) „Mit dem Ansteigen des Geländes nimmt die Niederschlagsmenge absolut zu, aber auch die Ver
teilung über die Jahreszeiten wird günstiger“ (Klute [55] Seite 18). Es entsteht das Bestreben nach einer
gleichmäßigeren zeitlichen Verteilung der Niederschlagsmenge.
Die meisten Abweichungen vom System der Zenitalregen werden durch Geländeregen verursacht.
Man hat also, wenn es die Besonderheiten einer Regenkurve zu erklären gilt,
festzustellen, welche Winde in den verschiedenen Jahreszeiten herrschen.
Die Kurvengestalt hängt vom Charakter des Windgebiets ab, in dem die be
treffende Station liegt.
Systematik der Geländeregen.
Im äquatornahen Gebiet mit jahreszeitlichem Wechsel von Kalmen und
Passat, wo beide Passate monsunartig, wenn auch mit verschiedener Stärke, wechseln und Doppel
periode erzeugen, ist zweimal die Möglichkeit zu Stauungsregen gegeben („Passatregen“). Da jedoch die
Passate, nah ihrem Ziel, relativ langsam und schwach wehen, ist die Wirkung nicht groß. Vermut
lich ist vielerorts, wo Regen in allen Monaten beobachtet wird, der Passat an
der Ausfüllung der Trockenzeiten mit beteiligt. Auf jeden Fall stammt von ihm ein
Teil der Feuchtigkeit, die überm Kongo- und Amazonasbecken niedergeht, und man mag je nach der ört-