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Aus dem Archiv der Deutschen Seewarte. — 45. Bd. Heft 1.
(od) = (ad) + (bd) + (cd) + (dd) + (ed) die Zahl der Vorhersagezeiten, welche mit dem Bruchteil m 1 kalte
Umschlagszeiten und mit dem Bruchteil m 2 Beharrungszeiten sind;
(oe) = (ae) -f- (be) -f (ce) -f (de) + (ee) die Zahl der kalten Umschlagszeiten.
Es haben nun weiter (a'a'), (b'a’), (c'a'), (d’a’), (e’a'), — (a’lf ), (bl/), (c'b'), (d'b’), (fil/), — (a'c), (b'c'),
(c'&), (d’c'), (e'c’), — (a'd'), (b'd’), (c'd'), (d’d’), (e'd’), — (ae’), (b'e'), (c’e'\ (d'e’), (e'e') — (oa'), (ob'), (oc'),
(od’), (oe'), die entsprechende Bedeutung bei Verwendung der statistischen Vorhersage.
Sind nun die Wetterdienst-Vorher sagen und die statistischen Vorhersagen für dieselben Vorhersage
zeiten gegeben, so folgt (oa) = (oa'), (ob) = (ob'), (oc) = (oc'), (od) = (od') und (oe) = (oe’).
Haben A lt A 2 , C„ C 2 , H, E, B und G wieder die entsprechende Bedeutung wie in Abschnitt 4k III
dieser Arbeit, so ist wieder zu berechnen:
A„ A 2 , C lt C 2 nach Formel (27),
H nach Formel (28),
E „ „ (29) der Zusammenstellung Nr. 1 dieser Arbeit.
Die zugehörige statistische Vorhersage lautet: „Morgen ist die gleiche Temperatur wie gestern
von 13 Uhr bis heute 12 Uhr“. Entsprechend der Wetterdienst-Vorhersage ist daher zu berechnen:
A\, Al, C\, C' 2 nach Formel (27A),
B nach Formel (29A),
G „ „ (30A) der Zusammenstellung Nr. 1 dieser Arbeit.
Wird nur e i n Schwellwert benutzt, und sei / wieder die mittlere interdiurne Temperaturände
rung, so erhalte die Temperaturänderung (t 2 — tj die Bezeichnung:
a bzw. a', wenn (t., — f x ) § 2i ist 21 )
b bzw. b', wenn 2/ > (f, — (j) > — 2i ist,
c bzw. c', wenn — 2i § (t 2 — (,) ist.
Wie bei der Festsetzung von zwei Schwellwerten muß bei Verwendung von nur einem Schwell
wert eine Vorhersage als völlig richtig anerkannt werden, wenn der Unterschied tatsächliche Temperatur
(t 2 ) vermindert um die mit der Wetterdienst-Vorhersage angegebene (t) bzw. tatsächliche Temperatur (t 2 )
•vermindert um die mit der statistischen Vorhersage angegebene (r) weniger als 1 Ui beträgt. Es ist also
der Temperatur-Vorhersage stets die gleiche Bezeichnung wie der tatsächlichen Temperaturänderung
(t. 2 — (j) zu geben, wenn — Vs i <(t —1 2 ) < */a f oder — V* i < (i — ?,) < h i ist.
Liegen die Temperaturunterschiede (t —1 2 ) bzw. (*—(,) außerhalb dieser Grenzen, so ist für die
Wetterdienst-Vorhersage bzw. die statistische Vorhersage die Bezeichnung zu verwenden:
a bzw. a', wenn (t — f t ) § 2i bzw. (r —i 3 ) 4 2i ist,
b bzw. wenn 2/ > (i — ( 3 ) > — 2i bzw. 2i> (z — t t )> — 2i ist,
c bzw. c', wenn — 2i ä (t — t 2 ) bzw. — 2i 4 (?. — f x ) ist.
Haben A lf A 2 , C t , C 2 , H, E, B, G wieder die entsprechende Bedeutung Avie vorher, so ist daher zu
berechnen:
Aj, A 2 , Cj, C., nach Formel (23),
H nach Formel (24),
E „ „ (25) der Zusammenstellung Nr. 1 dieser Arbeit.
Weiter ist bei Verwendung derselben statistischen Vorhersagen wie vorher entsprechend zu be
rechnen:
A\, A'z, C'j, C\ nach Formel (23A),
B nach Formel (25A),
G „ „ (26A) der Zusammenstellung Nr. 1 dieser Arbeit.
M ) a, b, c bei Verwendung der Wetterdienst-Vorhersage; ä, b', c' bei Verwendung der statistischen Vorhersage.