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Aus dem Archiv der Deutschen Seewarte. — 45. Bd. Heft 1.
A 2 die doppelte Zahl der vorhergesehenen Beharrungszeiten wie die doppelte Zahl der richtigen Vor
hersagen für die Beharrungszeiten,
C 2 die doppelte Zahl der nicht vorhergesehenen Beharrungszeiten wie die doppelte Zahl der verfehlten
Vorhersagen für die Beharrungszeiten; dann ist
A x -f- C t die doppelte Zahl der Umschlagszeiten,
-4, -f C 2 die doppelte Zahl der Beharrungszeiten, und es ergibt sich entsprechend den Formeln (9) und (10)
(19)
II
A 3 -j- C,
Ai Ci
(20)
E :
AiH z 4- A 2
(A t -¡-CjH' + fAi + Ci)
Hierbei ist z zwar noch aus den vorgeschlagenenTemperatur-Vorhersagenzube-
stimmen; immerhin kann sein wahrscheinlicher Wert aber aus den angestellten schwedi
schen Sturmwarnungen vermutet werden. Das gesamte Gewicht der (a., 4- e 2 + b 2 + d.J Beharrungs
zeiten im- Sturmwarnungsdienst bei Benutzung nur eines Schwellwertes ist [fa 2 + c,) \ k -\- (b 2 -|- d 2 )],
(cu -j- c.J |T + (b 2 + d,)
das durchschnittliche Gewicht einer Beharrungszeit mithin —— ; — —— ; ——; entsprechend ist
das durchschnittliche Gewicht einer Umschlagszeit
(cu 2 + c,) + (b 2 4" d,)
fai + üi) |T -I- (b, 4- d t )
| T Demnach ist im schwe-
(#i + o,) + (b t 4- dj
dischen Sturmwarnungsdienst das Gewicht einer Umschlagszeit dividiert durch das Gewicht einer Be
harrungszeit gleich dem Quotienten der soeben abgeleiteten Gewichte. Die Tatsache, daß bei Verwendung
von Formel (10) das Gewicht einer stürmischen bzw. einer nicht stürmischen Umschlagszeit gegenüber
einer stürmischen bzw. einer nicht stürmischen Beharrungszeit das Gewicht |That, ändert hieran
nichts. In Formel (20) ist das Gewicht einer Umschlagszeit dividiert durch das Gewicht einer Behar
rungszeit gleich H z ■ Fordert man nun, und diese Forderung dürfte durchaus berechtigt sein, daß bei
Verwendung der Formel (20) z so festzusetzen ist, daß das Gewicht einer Umschlagszeit dividiert durch
das Gewicht einer Beharrungszeit ebenso groß ist wie bei Verwendung der Formel (10) das durchschnitt
liche Gewicht einer Umschlagszeit dividiert durch das durchschnittliche Gewicht einer Beharrungszeit,
» (di \ k + Qh 4~ di) r — ( ß 2 4' c 2 ) X k 4“ (b 2 4- d 2 )
so folgt h' = — y h :
(«1 4" c i) + (bi 4- di) (a 2 4* c.J 4" (b 2 4- d 2 )
Nach Formel (9) ist nun
^ (a 2 4" c,j 4- (b 2 4* d 2 )
(«! 4" c,J + (bj + di)
mierung:
Dieser Wert in die letzte Gleichung eingesetzt ergibt nach deren Logarith-
(21) • • - z — j + i lg [fa, 4- cj X k 4- (b t + di)\ — lg [(fl* 4- c.J }T 4- (b 2 + d.j\}: lgh
Zusammenstellung Nr. 5. Werte von h und s nacht dem schwedischen
und dem norwegischen Sturmwarnungsdienst.
I
II
III
IV
h 2
h *
h z [
h -
1920
bS)
22 .5
23 >
2
5.595 0.699
5.887 .678
7.202 .748
3.424 .620
5.204 .683
CU
feil
S3
0
R
K
&
0
Sh
©
a
7.714 0.765
6.766 .734
11.167 .813
6.449 .785
7.696 .772
‘M
¡3
A
<0
ÖD
B
m
7.927 0.732;
8.733 .768!
13.314 .7711
10.231 .765
9.703 .7591
1
1920 2 1
21 21
22 21
23 2 r
22j
6.928 0.731
6.964 .723
9.950 .776
5.677 .714
7.117 .735
v
h
Z
Nordöyan
10.262
0.780
TÎ<
Ona
5.971
.670
Lister
8.385
.764
r—t
2
7.855
.732
In der obigen Zusammenstellung Nr. 5 sind die aus den Windstärkemeldungen 115 ) nach Formel (21)
berechneten Werte vor z und die zugehörigen nach Formel (9) berechneten Werte von h zusammengestellt;
15 ) „P. Heidke“. S. 334 u, 335. Tabelle L Die Beobachtungen von Smögen, Uilängan und Hellisö blieben wegen
ihrer Unsicherheit unberücksichtigt. („P. Heidke“. S. 342.)