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Volltext : 45, 1928

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Aus  dem  Archiv  der  Deutschen  Seewarte.  —  45.  Bd.  Heft  3.

von  sekundären  Tiefs,  die  den  Übergang  zu  den  Ostwindgebieten  bilden.  Das  untenstehende  Schema
(Bild  9)  möge  dies  veranschaulichen.  Wie  weit  die  Äquatorstille,  die  Äquatorialgewitter  und  -Wirbel  an
dem  Zustandekommen  des  hohen  Äquatorialhochdruckgebiets  beteiligt  sind,  soll  hier  nicht  erörtert
werden.

0  4  8  12  16  20
Höhe  in  Km

Bild  9:  Luftdruck  und  West-Ost-Strömungen  im
mittleren  Luft-Atlantik  (zu  Abschnitt  13,  15).

Erklärungen.
E  =  Bodenpassat  (Nordost-  nnd  Südostpassat).
E'  =  Drpassat  oder  hoher  Ostwind.
W  =  Westwindzone.
\V'=  Hohe  äquatoriale  Westwindzone.
H.  —  Subtropische  Hochdruckgebiete.
H'  =  Hohes  äquatoriales  Hochdruckgebiet.
T  —  Äquatorialtief
T'  =  Hohe  tropische  Tiefdruckgebiete
S  =  Stillengebiet  (Windschwacher  Luftkörper).

14.  Anwendungen  der  Höhenwindmessungen  im  Luftverkehr  über  dem  Nord-  und  Südatlantik.
Über  die  meteorologischen  Grundlagen  des  Luftverkehrs  zwischen  Europa  und  Argentinien  habe
ich  im  Ibero-Amerikanischen  Archiv,  einer  Aufforderung  der  Schriftleitung  nachkommend,  bereits  einmal ­
  berichtet, 20 )  so  daß  ich  mich  hier  auf  Ergänzungen  und  Hervorhebung  nur  der  wichtigsten  Windeinflüsse ­
  beschränken  will.  Es  würde  auch  das  Maß  dieser  Arbeit  überschreiten,  wenn  ich  diese  Luftstrecke ­
  hier  meteorologisch-luftfahrtechnisch  sezieren  wollte,  handelt  es  sich  doch  um  eine  der  wichtigsten ­
  Weltluftverkehrsstrecken  der  Erde,  wo  außer  Wind,  auch  Lufttemperatur  bzw.  Dichte,  Nebel,  Gewitter, ­
  Sturm,  Wolkenhöhe  und  Niederschläge  eine  große  Rolle  spielen.
Die  Hauptteilstrecke,  von  Spanien  nach  Ostbrasilien,  schneidet  die  Windzonen  des  Atlantik,  die
sich  parallel  den  Breitenkreisen  erstrecken,  ziemlich  senkrecht,  so  daß  auf  dieser  mehr  nordsüdlich  verlaufenden ­
  Linie,  im  Gegensatz  zu  einer  ostwestlich  verlaufenden  Luftverkehrsstrecke,  durch  Anwendung
meteorologischer  Horizontalnavigation 21 )  keine  wirtschaftlichen  Vorteile  erzielt  werden  können,  wenn  wir
von  horizontalen  Umgehungen  lokaler  Böen  und  Gewitter  in  der  Äquatorialzone,  der  Klein-Navigation,
absehen.

20 )  Der  Luftverkehr  zwischen  Europa  und  Südamerika,  wissenschaftliche  Grundlagen  nnd  wirtschaftliche
Aussichten,  Ihero-Amerikanisehes  Archiv  1925  S.  101—122.
“>  Luftfahrt  1924  S.  295.
            
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