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Full text: 44, 1927

Studienrat Dr. Margarete Gans: Das Hudsonmeer. 
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Die dem Hudsonmeere innerhalb dieses Gebiets zuströmenden Flüsse sind, nach 6 Gruppen ge 
ordnet, 
1) einige nordwestliche Flüsse, insbesondere der Thelon, der Doobaunt oder Telzoa und der Kazan, 
deren Wasser im Chesterfield-Jnleit gesammelt werden, ferner der Ferguson-, der Tha-anne mit dem 
Fischfluß, der Thake lintoa und der Sealfluß; 
2) das Churchillsystem, bestehend aus dem Churchill 102 ) und dem Mudjatick-, Hautlain-, Foster-, 
Cochrane- und Reindeerflusse als linken, dem Beaver-, Sandy-, Rapid und Little Churchillflusse 
als rechten Nebenflüssen; 
3) das Winnipegsee-Nelson-System, in dem zuerst in den 3 Restseen des Agassiz-Sees aus einem 
950 000 qkm großen Gebiete 103 ) Wasser (Hauptzuströme: Rainy-Winnipeg-Fluß, Red River of the 
North, Süd- und Nord-Saskatchewan) gesammelt und dann durch die Ader des Nelsons mit Gras-, 
Burntwood- und Limestonefluß zum Hudsonmeere geführt wird; 
4) die vom Winnipeg-Nelson-System unabhängigen westlichen Zuflüsse: der Hayes 104 ) mit Fox- und 
Shamattawa-Fluß, der Broad-, der Kaskattamagan-, der Kettle- und der Goosefluß, der Severn mit 
Sachigo-, Biber-, Fawn- und Otterfluß, der Weenisk, der Trout, der Big Owl, der Lakitoosaki, der 
Opinnagan, der Raft, der Equan, der Kapiskau mit Otadaonanis, der Albany mit Kenogami und 
Kwataboahegan; 105 ) 
5) die südlichen Zuflüsse: der Moose mit Missinaibi, Mattagami, Abitifoi und Frenchfluß, der Hannah- 
baifluß, der Noddawai 106 ) mit Bellfluß und Waswanipi und der Broadbaokfluß; 
6) die East Main-Flüsse: der Rupert-, der East Main- oder Slude-, der Old Factory- oder Isonglas-, 
der Big, der Bishop Roggan-, der Salmon-, der Great und der Little Whale-, der Clearwater-, der 
Nastapoka-, der Langland-, der Kogaluk-, der Povungnituk- und der Kovikfluß. 
Gewiß eine stattliche Zahl von Zuflüssen. Hinzuzurechnen sind noch zahlreiche kürzere, hier nicht 
aufgeführte, ganz abgesehen von den noch unbekannten und auf den Karten nicht verzeichneten. 
Das Hudsonmeer empfängt also eine beträchtliche Süßwasserzufuhr aus dem Hinterlande. Nach 
bisherigen Forschungsergebnissen 107 ) ragen hervor der Nelson-Saskatchewan mit 2700, der Churchill mit 
1600, der Doobaunt mit 1200, der Albany mit 1000, der Kazan mit 790, der Attawapishkat mit 748, der 
Severn mit 680, der Weenisk mit 650, der Noddawai mit 640, die Hauptader des Moose mit 550, der 
Seal mit 400, der Rupert von den Mistassini-Seen ab mit 370, der Ferguson mit 290 km Lauflänge; fer 
ner das hydrographische Becken des Nelson mit 150 000, das des Churchill mit 300 000, das des 
Noddawai mit 181 000 qkm. Die bedeutendste und gleichmäßigste Wassermenge liefern nächst dem 
Nelson der Noddawai wogen des Regenreichtums und des Moosgrundes seines Gebiets und der Rupert 
mit den stark wasserspeichernden Mistassini-Seen; wie denn im allgemeinen der typische Seenreieh- 
tum aller Zuflüsse die Wasser menge erhöht und die Wasserführung regelt. 
Die Sinkstoffe der Flüsse haben am devonischen Küstenstriche des Südwestens die Deltamün 
dungen des Moose, Albany, Kapuskow, Lowasky, Attawapishkat, Equan, Raft, Big Owl, Opinnagow 
los ) In der älteren Literatur aucli English Itiver genannt, der indianische Name ist Missinipi. 
lM ) Dawson, S. 31. 
lM ) Die einzelnen Laufstrecken des Hayes tragen verschiedene Namen: zuerst Franklinfluß (Geol. Surv. of 
Can. 1877/78, S. 4. Nach Sir John Franklin, der 1819 beinahe in ihm ertrunken wäre. Auf den Karten bis heute 
noch nicht als solcher eingetragen), dann Trout-, dann Hill-, dann Steel*-, erst zuletzt Hayesfluß. 
l0ä ) In 3 Fällen entströmen Nebenflüsse der 4. Hauptgruppe in radialer Richtung buckelförmig herausero 
dierten archaischen Gebieten, ehe sie sich einer zum Hudsonmeere ziehenden Ader anschließen: im Hinterlande 
von Kap Tatnam, beim Sutton- Mill-See und im Quellgebiet des Weenisk. 
lW> ) Scli reib weise der engl. Admiralitätskarten. 
107 ) Anfänge monographischer Abhandlungen über einzelne Flüsse sind: die Berichte Beils über den Nelson, 
die Arbeit Alcocks über den Churchill (Geogr. Review, Dez. 1916, S. 433 ff.), die Tyrrellschen Untersuchungen zur 
Talgeschichte des Nelson. (Tyrrell 1912, S. 25.) Sehr wertvoll ist Tyrrells (bez. Stewarts) Karte des Nelson und des 
Hayes im Maßstabe 1:126 720 (2 miles --- 1 inch), die er 1912 dem 22. Rep. of the Ontario Bureau of Mines beigegeben 
hat. Vgl. auch Bet. Mitt. 1914, I, S. 215.
	        
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