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Full text: 44, 1927

Studienrat Dr. Margarete Gans: Das Hudsonmeer. 
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bis 7 km breit). Er bildet eine blockbestreute Ebene. Nach der Seeseite zu sind Blockriffe und -barren 
charakteristisch. Nördlich vom 60. Breitenkreis springen sie mehr von der Küste vor, südlich davon 
laufen sie der Küste parallel. So ist bei Kap Henrietta Maria die Küste von Blookriffen flankiert, einige 
sind 6 m über der Flutmarke. Von Kap Lookout bis zur Albanymündung reichen viele unregelmäßige 
Blockriffe fast bis zur Hochwasserlinie und laufen so weit in die See wie das Auge reicht. Von Pis- 
quanish (58 km nördlich von Moose) ziehen lange Blockriffe und Sand- und Kiesbarren bis Nomansland 
(111 km von Moose Faktory). Nach Owen O’Sullivan befindet sich gegenüber von East Point zwischen 
Moose und Rupert ein Blockriff, das sich 4 km nach Süden erstreckt, und das dann durch Sand- und 
Kiesbarren noch 11 km fortgesetzt wird. Nach dem Innern zu breiten sich Sand- und Schlickniederungen 
aus, die von dem Ufer parallel laufenden Rücken durchzogen und an vielen Stellen dick mit Blöcken 
besät sind. Neben diese Niederungen treten auf der Strecke von Kap Henrietta Maria bis Moose Salz 
sümpfe. An der Flutlinie wird der Strand in der Regel überall sumpfig, besonders stark zwischen 
Albany und Attawapishkat. Weiter landeinwärts folgen wiederum Sandniederungen, von parallel laufen 
den Kiesrüoken durchzogen, die nach dem Innern höher werden. Zahllose Seen erfüllen die Sumpf- 
und die Sandgebiete. 
In Bezug auf die Küstenebene ist nur gewiß, daß sich eine junge Küstenebene in wechselnder 
Breite rings um das Hudsonmeer zieht. Hinsichtlich ihrer Abgrenzung meint J. B. Tyrrell, sie werde im 
Nordwesten und Westen durch die von ihm vermutungsweise festgestellte Stufe der höchsten postgla 
zialen Strandlinie abgeschlossen und sei beispielsweise am Nordende des Dootoaunt-ßees 556, am Yath- 
kyed-See 282, in der Nähe von Churchill 93 km breit; Bell erwähnt einen charakteristischen archai 
schen „Rand“ (rim) um die Jamesbai, 95 ) der auf ihrer Ostseite nahe ans Ufer herantrete, sich aber im 
Süden und Südwesten mehr und mehr von ihr entferne, z. B. am Missinaibi 278, am Albany 250 km, am 
Attawapishkat noch weiter. 
3) Zuflußgebiet. (Kartenskizze I.) 
Bedeutend tiefer als durch die Küstenebene greift das Hudsonmeer durch sein Zuflußgebiet ins 
Hinterland ein. Die Wasserscheide grenzt es ab 
A) gegen den Arktischen Ozean (den Großen Fischfluß und den Mackenzie), 
B) gegen den Stillen Ozean (den Fraser- und den Kolumbiafluß), 
C) gegen den Golf von Mexiko (den Missouri-Mississippi), 
D) gegen den Atlantischen Ozean (1. die Kanadischen Seen mit dem St. Lorenzstrom, 2. Ostlabrador). 
Ihr Verlauf ist noch nicht in allen Teilen genau erforscht und kartographisch festgelegt. 96 ) Sie 
zieht 
A) durch die Mitte des Rae-Isthmus, die Senke zwischen Repulse- und Com mitfee-Buch t, zwischen 
Wagerbucht und Gr. Fischfluß, über die Kreuzung des 66. Breiten- und 94. Längenkreises und 
des 64. Breiten- und 106. Längenkreises, macht eine erste westliche Ausbiegung vom Osten des 
Clinton-Colden-, des Casba- und des Artillery-Sees um den Hill Island-See herum zur Niederung 
zwischen Woldaia- und ßelwyn-See, durchschneidet südwärts den Wollaston-See, 97 ) beschreibt eine 
zweite bedeutendere westliche Ausbiegung: zwischen den Quellseen des Geikie-Flusses und den 
Fosterseen hin, südlich des Cree- und des Sw r an-Sees, über die berühmte Methye-Tragstelle, südwest- 
wärts über den Rücken zwischen dem Pembinalfluß und dem Buffalo-See, südlich um den Lac La 
Biche, an dem Höhenzuge zwischen Nordsaskatchewan und Athabaska entlang, bei einem Knie des 
Brazeauflusses, eines Nebenflusses des Nordsaskatchewan, ins Felsengebirge hinein, beim Mount 
Lindsay um die Big Horn-Hills herum, südwestlich bis zum Mount Columbia; 
B) südöstlich auf der Provinzgrenze zwischen Britisch-Kolumbia und Alberta hin, bis zum KaiserPeak; * S 
m ) Becent Explorations in the south of Hudson Bay. Geogr. Journ. 1897, S. 8. 
° 6 ) S. die Eintragungen auf Blatt 83 und 84 des Stielerschen Handatlasses. 
S Ö Der genaue Durchgang ist nach Tyrrell noch nicht erforscht.
	        
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