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Full text: 44, 1927

Studienrat Dr. Margarete Gans: Das Hudsonmeer. 
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Spülung der Bucht durch die Flutwelle erheblich beeinträchtigten. Auch die breite Niederung, die sich 
landeinwärts an die Bucht anschließt, werde genau wie 1746 bei Flut noch mit Wasser bedeckt. Auch 
die Eingrabung der 6 Inschriften: 
James Walker, May ye 27, 1753 
. (2 m 
über dem 
Eise 
bei 
gewöhnlicher Springflut), 
Guilford Long, May ye 27, 1753 
. (2 m 
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» ), 
J. Marley, 1748 
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,, ), 
J. Horner, 1746 
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„ >, 
J. Wood, 1757 
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„ ), 
Furnace and Discovery 1741 . . 
. (0,9 m 
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„ ), 
wäre bei heutigen Verhältnissen in der gleichen Höhenlage möglich. Da das Eis, den klimatischen 
Verhältnissen Churchills entsprechend, im Mai noch 0,61 m höher reicht als im Winter, außerdem meist 
noch mit Schnee bedeckt ist, mögen die ersten 5 Inschriften von der Standfläche der Schreiber viel 
leicht nur 0,9—1,2 m entfernt gewesen sein; Seeleute der Jetztzeit könnten sie demnach, auf dem Eise 
stehend oder auf einer Kiste bez. einem Heringsfäßchen sitzend, mit ebenso wenig Schwierigkeiten be 
werkstelligen, wie ihre Kameraden vor 150 Jahren getan haben. Die unterste Inschrift mag — Furnace 
und Discovery erreichten Churchill im Sommer 1741 — kurz nach Beginn oder kurz vor Schluß der 
Eisbildung erfolgt sein. 81 ) Sicher ist aber, daß der Standpunkt der damaligen Schreiber nicht 3 m 
(10feet) tiefer gewesen sein kann. Dann hätten ja die Inschriften unter dem Wasser ausgeführt 
werden müssen. Schließlich spricht auch die Tatsache, daß von den im 18. Jhh. in verschiedener Höhe 
der Felswände zur Befestigung von Schiffen angebrachten Ringen diejenigen, die sich bei Tyrrells 
Untersuchungen des Problems (Nov. 1893) 1,5—2 m über dem Eise befanden, noch fest und stark, aber 
diejenigen, die 0,75 m über dem Eise hingen, fast ganz verrostet waren, die ersteren also vom Salz 
wasser verhältnismäßig unberührt geblieben, die letzteren dagegen stark bespritzt und bespült worden 
waren: von „keiner großen Veränderung in der relativen Höhe von Land und Wasser seit der Anbrin 
gung der Ringe.“ Bestünde Beils Ansicht zu Recht, so müßten auch die oberen Ringe verrostet sein. 
Im übrigen seien die Ringe gerade so angebracht, daß jetzt bequem bei Flut ein kleines Schiff be 
festigt werden könne. Die Basis der Steinwälle des alten Fort Prince of Wales, die jetzt 5,5 m über 
den Wellen der gewöhnlichen Springflut, 1,8 m über denen der Sturmflut liegt, hätte 1733, im 
Jahre der Errichtung des Forts, regelmäßig von der gewöhnlichen Flut überspült werden 
müssen, was die Ausführung des Baues in dieser Höhenlage wohl völlig in Frage gestellt 
hätte. Die Übertreibung, die Dobbs’ Angabe, das Fort Prince of Wales sei erbaut „upon 
an eminence 40 feet high“, enthalte, sei nur verständlich und natürlich, wenn das Fort 1744 schon 
in der heutigen Lage (8 m über der mittleren Flut), aber nicht 3 m niedriger gelegen habe. Der ver 
sunkene Felsen im Osten des Schiffahrtskanals zum öhurchillhafen, vor dem Jens Munk 1619 als vor 
einer nur wenige Fuß unter dem Wasser liegenden nautischen Gefahr gewarnt hätte, nähme heute 
noch seine alte Lage ein, rage also nicht hoch aus dem Wasser heraus, was bei Annahme rezenter 
Hebung der Fall sein müßte. Schließlich entspreche die ganze allgemeine Erfassung und Darstellung 
der Churchillmündung bei Munk und Robson durchaus dem heutigen Kartenbilde. 82 ) 
Den Bellschen Beweisen für rezente Hebung der andern Küstenstriche des Hudson 
meers hat Tyrrell nicht die gleiche Aufmerksamkeit zugewendet wie dem Ohurchillgebiete. 
Nur gelegentlich spricht er hier seine gegenteilige Ansicht aus. Er meint z. B., daß Luke 
Foxe 1631 Hubbart Point genau so beschrieben, wie er — Tyrrell — ihn 263 Jahre später 
gesehen habe. Die Frische der Stranalinien westlich von Term Point sei auf die durch die 
höhere geogr. Breite bedingte schwächere Erosionstätigkeit zurückzuführen. Desgleichen deuteten das 
Vorkommen von mehr als 100 Jahre alten Baumstämmen auf den Ufern des Nelsons nahe der Flutgrenze 
81 ) S. aueh Deckeit. Geogr. Zeitschr. 1897, S. 240. 
*•) Am. Jonrn. of Science, Vol. II, 1896, S. 202.
	        
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