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Volltext : 44, 1927

Prof.  Dr.  Gustav  Schwalbe:  Ueber  Eisbildung  und  Eisabgang  usw.

Es  zeigt  sich  folgendes:

Winter
(Jahrfünft)

Eisdauer
der  Elbe
in  Tagen

Mittlere
Temperatur
des  kältesten

Unter
gegen  das  C
des  Eisdaner

schied
lesamtmittel
der  mittleren
Temperatur

b.  Magdeburg

in  Berlin  ,

(53.4)

des  kältesten
Monats  (-2.4)

1813/14-1817/18

56.2

—3.2

+  2.8

—0.8

1818/19—1822/23

57.8

—4.0

+  4.4

—1.6

1823/24—1827/28

42.0

—2.7

—11.4

—0.3

1828/29—1832  33

69.2

—4.9

+15.8

—2.5

1833/34-1837/38

48.0

—1.9

—  5.4

+0.5

1838/39-1842/43

67.0

—1.7

-13.6

+0.7

1843/44—1847/48

73.0

—2.0

r 19.6

+0.4

1848/49—1852/53

37.4

-1.6

—16.0

+0.8

1853/54—1857/58

75.2

-4.1

+21.8

—1.7

1858/59—1862/63

44.6

—1.7

—  8.8

+0.7

1863/64—1867/68

53.0

—1.6

—  0.4

+0.8

1868/69—1872/73

52.4

—2.4

—  1.0

0.0

1873/74—1877/78

42.2

—0.1

-11.2

,-2.3

1878/79-1882/83

44.4

—2.0

—  9.0

+0.4

1883/84—1887/88

49.6

—1.6

—  3.8

+0.8

1888/89—1892/93

64.2

—4.2

+10.8

—1.8

1893/94—1897/98

48.0

—2.1

—  5.4

+0.3

1898  99—1902/03

37.2

—2.1

-16.2

+0.3

1903/04—1907/08

28.2

-0.9

—25.2

+1.5

1908/09—1912/13

29.8

-0.9

-23.6

+1.5

1913/14—1916/17

21.8

—1.4

—31.6

+1.0

(vier  Jahre)

Aus  dieser  Tabelle  ergibt  sich  ein  ausgesprochener  Parallelismus  zwischen  Eisdauer  und  Strenge
des  Winters.  Ausgesprochene  Minima  der  Temperatur  und  Maxima  der  Eisdauer  finden  sich  in  den
Jahrfünften:
1828/29—1882/33  (absolutes  Minimum  der  Temperatur),
1853/54—1857/58  (absolutes  Maximum  der  Eisdauer),
1888/89—1892/98.
Dagegen  finden  sich  Maxima  der  Temperatur  und  Minima  der  Eisdauer  in  folgenden  Jahrfünften:
1848/49—1852/53,
1873/74—1877/78  (absolutes  Maximum  der  Temperatur),
1903/04—1907/08,
1908/09—1912/13,
1913/14—1916/17  (absolutes  Minimum  der  Eisdauer).
Gleichzeitig  zeigt  sich  aber,  daß  das  sehr  ausgeprägte  Minimum  der  Eisdauer  nicht  mit  dem  absoluten
Maximum  der  Temperatur  zusammenfiel.  Vielmehr  war  in  diesem  Jahrfünft  die  Eisdauer  noch  erheblich ­
  geringer  als  in  den  beiden  vorangegangenen  wärmeren  Jahrfünften,  während  das  wärmste  (1873/74
bis  1877/78)  sogar  eine  bedeutend  größere  Eisdauer  (fast  das  Doppelte  der  Tage)  als  das  letzte  Jahrfünft ­
  hatte.  Es  ist  hieraus  zu  schließen,  daß  gerade  in  den  letzten  Jahren  nicht  nur  der  Eisstand,
sondern  auch  die  Eisdauer  in  hohem  Maße  von  künstlichen  Einflüssen  (von  denen  bereits  oben  die
Rede  war)  abhängig  gewesen  ist.
Im  Anschluß  an  diese  Ausführungen  habe  ich  auf  Grund  der  Pegelbeobachtungen  der  Landesanstalt
  für  Gewässerkunde  die  mittleren  Zahlen  der  Tage  mit  Eisbewegung  und  Eisstand  für  die
Winter  1900/01  bis  1916/17  berechnet.  Außerdem  sind  mittlere  Werte  für  das  eiste  und  letzte  Eis,
den  ersten  und  letzten  Eisstand,  sowie  für  die  längste  Periode  mit  Eis  und  mit  Eisstand  angegeben.
            
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