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Volltext : 44, 1927

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Aus  dem  Archiv  der  Deutschen  Seewarte.  —  Nr.  1.  1926.

werbszweige  der  Hudsonmeerküslen,  nämlich  des  Pelzhandels 57 )  und  des  Trantierfangs, 58 )  dazu  den
Beginn  des  Eisenahbaus  auf  den  Nastapoka-lnseln  (Erleichterung  und  Verbilligung  der  Arbeit  durch
Ausnutzung  des  Nastapokafaües!),  sondern  vor  allem  die  Erschließung  der  reichen  Gefilde  im  Gebiete
der  Hudsonbai-Eisenbahn  (fruchtbare  Ackerböden  und  Viehweiden,  reiche  Holzbestände  zwischen  dem
Split-See  und  The  Pas,  Eisen-  und  Kupferschätze  von  gleichem  geologischen  Alter  wie  die  Sudbury-Vorkommen)
  und  im  Süden  der  Jamesbai, 59 )  (ausgezeichnetes  Getreide-  und  Waldland),  schließlich  auch
der  ungeheuren  Petroleummengen  im  .Mackenziebecken  und  Athabaskatale.
Da  bei  Erfüllung  all  dieser  Hoffnungen  ein  einziger  Transportweg  zur  Hudsomneerküste  (Hudsonbai-Ei ­
  senbahn)  nicht  genügen  könnte,  ist  auch  die  Frage  weiterer  Zufahrtslinien  bereits  mehrfach
in  Erwägung  gezogen  worden.  Erwähnenswert  sind  zuerst  eine  Reihe  Eisenbahnprojekte,  Die  meisten
sollen  den  reichen  Süden  bz.  Südwesten  an  die  Jammesbai  knüpfen. 60 )
Es  sind  folgende  Linien:
1.  Quebec  —  St.  John-See  —  Waswanipi  —  Chamouchouan  —  Noddawai;
2.  Ottawafluß  —  Mistassini-See  —  Rupert  oder:  ab  St.  Jobn-See-Bahn  —  Mauricetal  —  Mistassini-See
  —  Rupert;
3.  Nordbai  des  Nipissingsees  —  Teomskaming-See  (dieses  Stück  war  1896  bereits  fertig  unter  dem
Namen:  Lake  Temiskaming  Colonization  Railway)  —  Abittibi-ßee  —  Cochrane  —  (Knotenpunkt ­
  mit  der  Grand  Trunk  Paoific-Bahn)  —  Moose  Faktory;
4.  Toronto  —  Westen  des  Nipissingsees  —  Frenchfluß  —  Maganettawanfluß  —  Westen  des
Temiskamingsees  —  Cochrane  —  Endpunkt  am  Hudsonmeere  noch  unbestimmt,  wahrscheinlich ­
  Nelson;  (diese  Bahn  soll  den  Namen  Northern  Ontario  Railway  erhalten);
5.  Sault  Ste.  Marie  —  Hudsonmeer; 61 )
6.  Winnipeg  —  Jamesbai. 62 )
Zur  Angliederung  des  Nordwestens  an  das  Hudsonmeer  befürwortete  schon  1896  J.  B.  Tyrrell
eine  Bahn  von  Churchill  ins  reiche  Athabaska-  und  Peace  River-Tal.  Ferner  soll  eine  Petroleumbahn
aus  dem  Mackenzie-Becken  nach  Churchill  oder  einem  nördlicheren  Hudsonmeerhafen  geführt  werden,
deren  Betrieb  durch  die  Kohlen-  und  Lignitlager  der  Strecke  erleichtert  werden  würde.  Sogar  der  ganz
ungeeignete  Osten  soll  mit  einer  180  miles  (2-90  km)  langen  Bahn  vom  Südende  der  Jamesbai  bis  Fort
George  —  unter  Ueberbrüokung  des  Noddawai,  Rupert,  East  Main  und  Old  Factory-Flusses  -  ■  versehen
werden. 63 )  Interessant  ist  endlich  der  Gedanke,  durch  günstige  Verbindung  zwischen  der  Hudsonbaiund
  der  Grand  Trunk  Pacific-Bahn  (Erwootd  —  Prinee  Rupert.)  den  kürzesten  Weg  zwischen  England
und  Ostasien  zu  schaffen. 64 )
Den  Plänen  für  neue  Eisenbahnlinien  stellen  sich  seit  dem  letzten  Jahrzehnt  solche  zur  Verbesserung ­
  und  Nutzbarmachung  einiger  von  Westen  und  Südwesten  ins  Hudsonmeer  mündender  Wasserläufe ­
  zur  Seite,  damit  der  zukünftige  Transport  nach  Europa  möglichst  verbilligt  werde.  An  Bedeutung
® 7 )  Me  K  enna  1908.
58)  GeoL  Surv.  of  Can.  1910.  Summary  Report.  —  Gordon  (1886,  S.  66)  und  Low  (The  New  North-West  I,  S.  14)
machen  darauf  aufmerksam,  daß  nach  der  Eröffnung  des  Hudsonbaiweges,  wodurch  der  Handel  mit  Trantieren  des
Hudsonmeeres  öffentlich  werde,  der  Schutz  dieser  Tiere  gegen  Raubbau  dringend  notwendig  würde.  Low  tritt  vor
allem  für  Schutz  des  Walrosses  ein,  das  für  das  Leben  der  Eingeborenen  wesentlich,  für  die  Zivilisation  aber  weniger ­
  wichtig  sei.
5 »)  Grant.  Geogr.  Journal  1911,  Bd.  38,  S.  379.
co)  Eine  Sonderaufgabe  Parizeans  (1912)  bestand  darin,  die  Südküste  der  Jamesbai  auf  einen  Eisenbahnendpunkt ­
  hin  zu  untersuchen.
ßi)  Friedrich.  Handels-  und  Verkehrsgeogr.  1911,  S.  288.  Endpunkt  noch  unbestimmt.
62 )  Endpunkt  unbestimmt,
es)  Cormie,  1917,  S.  39.
6»)  Cormie  1917,  S.  39:  England-Suezkanal-Ostasien  16  000  miles,  England-Newyork-SanFranzisco-Ostasien  11000
miles,  England-Kan.  Paz.-Bahn-Vaucouver-Ostasien  10  000  miles,  England-Port  Nelson-Prineo  Rupert-Ostasien  8  000
miles.
            
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