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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 7 (1879)

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sich von NW durch Nord nach NE und wurde Passat. Die Bark umpegelte 
die kanarische Inselgruppe und verfolgte dann einen fast rccht nach !|Süden 
(führenden Kurs. Mit diesem gelangte die Bark nach 20° N-Br in 20,5* W-Lg 
am 28. Oktober und nach 10° N-Br in 20,2° W-Lg am 2. November. HKEinen 
halben Grad südlicher lag die äquatoriale Passatgrenze; man fand südlich von 
derselben wenig Mallung, sondern vorherrschend leichte Ostwinde, mit denen 
man verhältnissmässig rasch nach Süden hin vorrücken konnte. Am 10. November 
stand „Fritz von der Lanken“ in 4,5° N-Br und 19,8° W-Lg; hier endeto die 
östliche Brise und es folgte für eine lange Zeit Stille und vorherrschend aus 
südöstlicher Richtung kommende Mallung. Die Bark konnte jetzt nur äusserst 
langsam nach Osten hin fortschreiten und ‚gebrauchte, um von dem zuletzt 
erwähnten Punkte in Sicht des Kap Palmas zu kommen, nicht weniger als 
24 Tage. Auf dieser 700 Sm langen Strecke wurde also nur eine miitlere 
Geschwindigkeit von 1,2 Knoten eingehalten. Es zeigt diese so sehr langsame 
Fahrt, welche ganz eben so verlief, wie die hier von dem Hamburger Schiff 
„Aline“ und dem Bremer Schoner „Zintracht“ in den Monaten November und 
December des Jahres 1876 ausgeführten, wie überaus schwierig es in dieser 
Breite und Jahreszeit ist, nach Osten hin zu gelangen. Höchstwahrscheinlich 
ist es gerathener, statt so lange in der Nähe des Meridians von 20° West zu 
bleiben, sich von der Sherbro-Insel an ganz nahe an der Küste zu halten und 
dort mit Hülfe der Land- und Seewinde nach SO ‘aufzuarbeiten, eine Route, 
welche Maury schon in seinen „Sailing Directions“ empfohlen hat. 
Nachdem „Fritz von der Lanken“ am 4. December östlich von der Länge 
des Kap Palmas gekommen war, verlief die Fahrt bei leichtem beständigem 
südlichen Winde etwas rascher als vorher. Am 15. December wurde in 2,5° O-Lg 
der Aequator überschritten, dann mit mässigem SSW-Winde weiter gesegelt 
und am 4. Januar 1879 im Banana Creek geankert. Die Reisedauer von Lizard 
her betrug 90 Tage. 
Schon am 18. Januar trat „Fritz von der Lanken“ die Heimreise nach 
Falmouth an. Mit frischer Brise aus SSW, “welche allmählich durch Süd nach 
SSE umlief, segelte die Bark nach Westen und gelangte am 2. Februar in 
21,7° W-Lg zum Aequator. Der SE-Passat begleitete die Bark bis nach 1,5° N-Br 
in 22° W-Lg, es traten dann leichte umlaufende östliche Winde auf, die schliess- 
lich durch den in 4° N-Br durchkommenden frischen NE-Passat ersetzt wurden. 
„Fritz von der Lanken“ kreuzte dann 20° N-Br in 36,5° W-Lg am 18. Februar 
und 30° N-Br in 37° W-Lg am 24. Februar. Oestlicher Wind blieb herrschend 
bis nach 38° N-Br, und die dann einsetzenden stürmischen Westwinde waren 
auch nur von kurzer Dauer; schon in 41° N-Br und 30° W-Lg, wo man sich 
am 5. März befand, wehte wieder Ostwind, der noch anhielt, als am 10. März 
in 45° N-Br und 20° W-Lg mit der Führung des meteorologischen Journals 
eingehalten wurde. Die Reisedauer von Banana bis zu diesem Orte betrug 
44 Tage. 
Eingänge von meteorologischen Journalen bei der Deutschen Seewarte 
im Monat Mai 1879. 
No. ) 
Name 
les Schiffes 
„Apoll“ 
„Antoinette“ 
„Agnes“ 
„Valparaiso“ 
2 
3 
Kapitän 
F, Höhs 
H. Maass 
H. Jaburg 
BE. W. B. Nissen 
Rheder 
J. Schade 
Reck & Boyes 
G. Bagelmann 
GG. W. & E. Lorenzen 
Heimaths- 
hafen 
Blankenese 
Bremen 
Bremen 
Altona 
Reise 
Grimsby, San Blas 
Bremen, New-York, Bremen 
Bremen, Whydah, Accra, Bremen 
Hamburg, Valparaiso, Taltal, Falmouth 
Dauer der 
Beobachtung 
3 Mon. 8Tg. 
3 , 
4 , 
A 
7 
93
	        
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