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Full text : 43, 1925

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Die  wirtschaftlichen  Schäden  der  tropischen  Wirbel  stürme.

die  Yukatanstraße  in  nordwestlicher  Richtung  und  überquert  nordostvvärts  gewendet  die  Halbinsel
Florida.  Die  zweite  Hauptstraße  liegt  nördlich  der  Antillen,  überquert  in  west-nordwestlicher
Richtung  die  Bahamainseln  und  biegt  im  Osten  von  Florida  um;  die  großen  Antillen,  ausgenommen  der
Westen  von  Kuba  liegen  also  zwischen  beiden  Zugstraßen.  Auffallend  ist,  wie  eng  sich  diese  an  die
Äquatorialströmungen  anschließen.  Von  abweichenden  Bahnrichtungen  sei  besonders  die  nicht  umbiegende,
auf  die  Texasküste  sich  zuwendende  erwähnt.  Der  Scheitelpunkt  ist  je  nach  der  Jahreszeit  weiter  nördlich
oder  südlich  gelegen,  was  durch  die  Thermaltheorie  eine  befriedigende  Erklärung  findet 1 ).  Vifles  gibt
dafür  folgende  durchschnittliche  Lage:
August  29°—33°  n.  B.
Juli  und  September  27®—29°  n.  B.
Juni  3.  Dekade,  Oktober  1.  Dekade  23°—26°  n.  B.
„  2.  „  „  2.  „  20°—23°  n.  B.
„1.  „  „  3.  „  16»—20°  n.  B.
Die  jährliche  Schwingung  beträgt  also  fast  18°  und  vollzieht  sich  kontinuierlich  regelmäßig  und  symmetrisch.
Für  die  Orkanmonate  ergibt  sich  im  einzelnen  folgendes 5 ):
Die  Juniorkane  sind  nur  selten  von  größerer  Stärke,  sie  entstehen  meist  im  Karibischen  Meer
westlich  des  80.  Meridians  oder  im  Golf  von  Mexiko  und  überqueren  vor  ihrem  Umbiegen  den  westlichen
Teil  von  Kuba  und  die  Yukatanstraße.
Im  Juli  ist  die  Wahrscheinlichkeit  des  Eintretens  eines  starken  Orkans  größer.  Seinen  Ursprung
nimmt  er  etwas  weiter  westlich,  entweder  bei  den  Bahama-Inseln  oder  über  den  kleinen  Antillen  zwischen
Barbados  und  St.  Thomas.
Im  August  hat  der  äquatoriale  Stillen-Gürtel  seine  nördliche  Lage  erreicht,  aber  trotzdem  ist  der
Monat  noch  ziemlich  ruhig,  Stürme  außertropischer  Breiten  sind  sehr  selten.  Der  Orkanherd  liegt  sehr
weit  östlich;  einzelne  Stürme  kommen  von  den  Capverden  her.  Der  geographischen  Länge  nach  fallen
über  65  •/*  der  Entstehungsorte  zwischen  55°  und  70°  w.  L.  und  9  %  zwischen  75°  und  80°  w.  L.  Der
Breitenlage  nach  ist  das  Maximum  zwischen  15°  und  20°  n.  B.  scharf  ausgeprägt  (40  7«) s ).  Von  den
westindischen  Inseln  kommen  Jamaika,  Haiti,  Porto  Rico  und  einige  der  kleinen  Antillen  in  die  Gefahrzone
zu  liegen.  Auf  der  Höhe  von  Porto  Rico  hat  diese  Zone  eine  Breite  von  ungefähr  450  Seemeilen,  von
denen  etwa  100  Seemeilen  südwärts  und  350  Seemeilen  nordwärts  der  Insel  liegen.  In  der  Nähe  Kubas
erstreckt  sie  sich  vom  Kanal  Viejo  der  Bahamainseln  bis  etwa  500  Meilen  in  Nordosten.  Am  meisten
heimgesucht  ist  der  Golf  von  Charleston  und  das  Gebiet  300—400  Meilen  östlich  davon.  Stürme,  die
im  Süden  von  Haiti  vorbeiwehen,  biegen  durchweg  nicht  um  und  betreten  in  Zentralamerika  oder  der
westlichen  Golfküste  Land.
In  eine  Periode  von  6  Wochen,  beginnend  in  der  zweiten  Augusthälfte,  fällt  die  größte  Aktivität
der  Hurricanes,  die  durchaus  nicht  mit  dem  Intensitätsmaximum  zusammenfallen  braucht.  Im  September
ist  der  Verbreitungsbezirk  größer,  der  Orkanherd  liegt  etwas  weiter  westlich,  das  Maximum  zwischen
60®  und  65°  w.  L.  Auch  im  mexikanischen  Golf  und  dem  westlichen  Karibischen  Meer  entstehen  häufiger
Stürme,  als  im  Vormonat.  Auffallend  ist  das  weitere  Vorrücken  der  ganzen  Gefahrzone  nach  Norden
Die  Septemberstürme  sind  sehr  lebensfähig,  nicht  wenige  können  noch  in  60°  und  65°  n.  B.  festgestellt
werden.  In  das  Gebiet  der  Septemberorkane  gehören  die  Leewards-Inseln  und  Porto  Rico,  nur  selten
wird  Jamaika  betroffen.  Von  der  Mitte  des  Monats  an  ist  der  westliche  Teil  des  Golfes  von  Mexiko
nahezu  orkanfrei.  Dafür  ist  aber  zu  Beginn  des  Monats  die  Texasküste  den  Orkanen  umsomehr  ausgesetzt,
weil  nämlich  dann  die  Scheitelpunkte  der  Sturmbahn  bis  zu  98®  w.  L.  liegen.  Die  Breite  der  Gefahrzone
beträgt  in  der  Nähe  von  St.  Thomas  400—450  Meilen,  in  der  Nähe  von  Kuba  550—600  Meilen,
gemessen  senkrecht  zur  Sturmachse.  In  der  zweiten  Hälfte  des  September  sind  die  Hurricanes  der  Zahl
nach  schon  sehr  stark  im  Abnehmen  begriffen.
Anfang  Oktober  tritt  ein  zweites  Maximum  schwerer  Stürme  ein.  Sie  sind  viel  mehr  gefürchtet
als  die  der  vorhergehenden  Monate,  nicht  allein  wegen  ihrer  Stärke,  sondern  auch  um  ihres  unregelmäßigen
Auftretens  willen,  sogar  schleifenförmige  Bahnen  sind  beobachtet  worden  (1910).  Auch  das  Areal  ist

')  Newnham  (£3).  S.  239.  *)  nach  Mitchel  (30)  und  Vihes  (129).  *)  nach  Kranzfcider.
            
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