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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 54 (1926)

Kleinere Mitteilungen. 
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Bem.: „Panuco“ hatte die Azoren im Norden passiert und dann mit geradem Kurs auf Abaco, 
der Einfahrt zum Providence-Kanal, zugesteuert und dadurch die Sargasso-See, wo man am meisten 
Golfkraut antrifft, sehnenartig geschnitten, Der Kurs ging etwa 180 Sm südlich von den Bermudas 
frei. Dreimal finden sich Eintragungen über Golfkraut: am 29./VIIL. auf 35° 35’ N-Br., 43° 0 W-Lg., 
am folgenden Tage auf 33° 41’ N-Br.. 48° 34 W-Lz. sogar die Bemerkung „viel Golfkrauf“ und am 
3./IX. auf 270 22 N-Br., 71° 15‘ W-Lg. „wenig Golfkraut“, Betrachtet man das Strombild des 
Nordatlantischen Ozeans im ganzen, 80 sicht. man einen geh lö sonen Ring um den im Westen und 
Norden der Antillenstrom und Golfstrom, im Osten und Süden der Canarienstrom und die Nord- 
ruatorislströmung kreisen. In der stromschwachen Mitte sammelt sich vorzugsweise das treibende 
8. D. Artus, Kapt. Schenk, von Madeira nach Rio de Janeiro. Am 4, 5, 6. 
und 9, Mai 1925 wurden Sonnenflecke beobachtet, deren Lagen im Tagebuch 
skizziert sind: am 4. Mai Lage a; am 5. Mai „Sonnenflecke wandernd“, um 12% 
Lage b, um 3b Nm, Lage 6; am 6. Mai 12h Lage d, um 3% Nm. Lage e; am 9. Mai 
12% Lage f („hart am linken Rand. Mitte“), um 3t Nm. Lage g. 
a “6b & d e oc f g 
9. D, Crefeld, Kapt. Thele, von Buenos Aires nach Bremerhaven.‘ Am 23. August 
1925 auf etwa 2° S-Br., 31° 40° W-Lg. „Von 9% 15m bis ungefähr 9h 45m Nım, be- 
obachteten wir auffallend starkes Meeresleuchten, Meeresoberfläche war von 
gischtartigen Streifen 0—W durchzogen, ähnelnd brandenden Wellen an flachen 
Gestaden, welche Streifen phosphoreszierender Klumpen bis zu schätzungsweise 
Kopfgröße aufwiesen. Über dem Wasser lagerte ein starker, nebelartiger Dunst 
Wind SO 3, Barometer 767,5, Luft und Wassertemperatur 25,5°.“ 
10. M. S. Königsberg, Kapt. Fr. Block, von Las Palmas nach Adelaide. „Am 
13., 14. und 15, Juli 1925 hatte das Schiff auf 45° bis 44° S-Br., 72° bis 85° W-Lg, 
einen schweren Sturm zu bestehen mit Windstärken von 8 bis 11. Es stand sehr 
hohe See und Dünung. Viele heftige Böen mit Schnee, Hagel und Regen füllten 
die ganze Dauer des Sturmes aus, Der tiefste Barometerstand war etwa 748. 
Der Sturm begann mit der Windrichtung NW, drehte über West und hörte mit 
SW-Wind auf“ 
Bem,: Aus der Drehung des Windes und der langen Dauer des Sturmes geht hervor, daß das 
Tief in der gleichen Richtung des Kurses des Dampfers, der Ost steuerte, zog, diesen aber nur sehr 
langsam überholte. 
11. D. Cassel, Kapt. J. Kiel, von Colombo nach Suez. Am 17, Oktober 1925 
auf 25° 37’ N-Br., 35° 12' O-Lg. (Rotes Meer), „Schwärme von Zugvögeln über 
dem Schiff.“ ; 
12. D. Usukuma, Kapt. H. Weiskam, von Las Palmas nach Walvisbay. „Am 
8. Juli 1925 etwa 36 Sm südsüdwestlich von Cap Verde trat auf der Wache von 
Mitternacht bis 44 Vm. ein heftiger Tornado auf, Am Nachmittag vorher hatte 
bis 8% Nm. schönes Wetter geherrscht, bei leichtem NNO-Wind mit häsiger Kimm. 
Während der Wache von 8 bis 12" Nm. war Stille, bedeckt, und gegen Ende der 
Wache Regen. Nach Mitternacht setzte der Tornado ein. mit SO-Wind 6 bis 7 
mit starkem Regen und Gewitter, Dann drehte der Wind nach SzW und schwächte 
bis Stärke 3 ab. Das Barometer zeigte keine Veränderungen, freilich sind Ab- 
lesungen nur alle vier Stunden eingetragen.“ 
13. D. Este, Kapt. K. Eisfeld, von Hamburg nach Westafrika, vom 5. Juli bis 
25. September 1925, „An vier Tagen wurden Flaschenposten über Bord gegeben.“ 
14, D. Thuringia, Kapt. P. Wiehr, von New York nach Queenstown, «) Am 
2# Oktober 1925, 55 51m Ym, auf 40° 48’ N-Br., 62° 42' W-Lg. „Während der 
Morgenstunden war der nördliche Himmel von NO bis NW. durch nordlichtartige 
Lichtreflexe ziemlich stark erhellt und zeitweise von Lichtstrahlen und -bündeln 
durchzuckt.“ — Am Abend vorher findet sich die Eintragung: „101, —11% Nord. 
licht.“ — ß) Am 29. Oktober 1925 auf etwa 50° N-Br. und 23° W-Lg. hatte das 
Schiff schweren WNW-Sturm mit orkanartigen Böen zu bestehen, 
15. D. Ludwigshafen, Kapt. K. v. Parpart, von Europa nach Ostasien, 
Die Angaben über Ansteuerung von Taku im Nebel und über die Häfen von Chingwangtao und 
Djibouti werden später verwendet.
	        
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