accessibility__skip_menu__jump_to_main

Volltext: 43, 1925

Die wirtschaftlichen Schäden der tropischen Wirbelstürme. 
17 
120. östlichen Meridian. Stürme südlich von 14° n. B. sind sehr selten, die große Mehrzahl entsteht 
zwischen 14° und 20° im Westen oder Nordwesten von Luzon, meist mehr als etwa 200 km von 
Manila entfernt. Zwischen den beiden Hauptherden östlich und westlich der Philippinen liegt aber kein 
orkanfreier Raum; auch in diesem Zwischengebiet entstehen viele Taifune, die aber eine geringere 
Ausdehnung haben; sie bestreichen die Philippinen, dringen ein Stück in das südchinesische Meer vor, 
erreichen aber nicht den asiatischen Kontinent, sondern biegen wieder nordöstlich auf den Philippinen- 
Archipel zu um oder haben ihren Scheitelpunkt innerhalb dieses Archipels. In der Intensitätsperiode 
verschiebt sich der Orkanherd in nordwestlicher Richtung. Taifune, die in den mittleren und südlichen 
Philippinen entstehen, kommen fast nur in den Ruhe- und Scliwellperioden vor, während die der Breite 
von Luzon und Formosa auf die Intensitätszeit beschränkt sind (Formosa fast nur im September). In 
die Zeit der größten Aktivität gehört auch noch eine Reihe von Taifunen, die sich mitten in dem süd 
chinesischen Meer nördlich des 10. Breitengrades bilden. Der weitere Verlauf der Binnentaifune ist in 
den einzelnen Jahreszeiten verschieden. In der Ruheperiode kommt die parabelförmige Bahn überhaupt 
nicht vor, im Dezember und Januar betreten die Zyklonen in Cochinchina und Südannam das Festland, 
im Februar und März weiter nördlich, fast ausschließlich in Annam, im April nur Nordannatu, im Mai 
bestreichen sie den Golf von Tongking und die Hainanstraße, gegen Ende des Monats machen sie 
teilweise schon die Küste zwischen Hainan und Hongkong unsicher. Im Juni betreten sie die südchinesische 
Küste zwischen Swatau und der Hainanstraße, einzelne biegen auch südlich des Formosa-Kanals um. 
Im Juli und August sind sie am unregelmäßigsten: die einen betreten den Kontinent an der südchinesischen 
Küste, die andern streifen an der Küste zwischen Amoy und Shanghai entlang, die dritten biegen auf 
der Höhe von Formosa um und pflanzen sich auf das Japanische Meer zu fort. Ähnlich ist es im 
September, nur überwiegen die Taifune mit durchweg nordwestlich gerichteter Bahn. Dann tritt wieder 
ein rasches Abschwellen nach Süden ein: anfangs Oktober bestreichen sie noch den Norden von Hongkong, 
während sie gegen Ende des Monats im Golf von Tongking das Festland erreichen. 
Die Wirbelstürme dieser Gruppe sind also von ziemlicher Unregelmäßigkeit. Ein großer Teil von 
ihnen entsteht in einem Gebiet, das außerhalb einer regelmäßigen Beobachtungszone liegt. Sie treffen 
also sowohl die Küsten als auch die Schiffahrt mehr oder minder überraschend. Für die letztere ist ein 
Manövrieren und Ausweichen in den Randmecren erschwert, in den Kanälen (Hainan und Formosa) 
nahezu unmöglich. Die Gefahr des Strandens ist in der Küstennahe außerordentlich groß 1 ). 
Die einzelnen Wirtschaftsgebiete Ostasiens werden aber durchaus nicht in gleicher Intensität von 
den Taifunen heimgesucht. Vor der Betrachtung der einzelnen Teilgebiete sei eine Übersicht über die 
Taifunhäufigkeit in Prozenten des Gesamtvorkommens in Ostasien gegeben 8 ). 
Nordpazifische Inselwelt 
17 
% 
Philippinen: a) Visayas 
11,5 
% 
b) Luzon etc. 
16,5 
% 
Annam 
11,5 
% 
Tongking 
10 
7o 
Gebiet von Hongkong 
28 
7« 
Übriges China 
16 
7» 
Formosa 
10 
7« 
Japan 
16 
7. 
Korea 
7 
7* 
Die Taifunschäden in den grösseren Wirtschaftseinheiten Ostasiens. 
a) Die Welt der kleinen Inseln. 
Dort liegt während des größten Teils des Jahres der Herd der Taifune. Nur wenn sich die 
Ursprungszone am weitesten nach Norden begibt, sind die Inseln, soweit es die bisherige Beobachtung 
ergab, völlig orkanfrei. Die Marshall-1 nseln liegen nicht im Bereich des gemeinhin als Taifunherd 
l ) Die Verschiebung der Gefahrzone innerhalb einer Orkanperiode ergibt sich am deutlichsten aus den Karten und ihren 
Erläuterungen von Froc (41). 1 ) Doberck Met. 1897, S. 101 ff.
	        
Waiting...

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzerin, sehr geehrter Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.