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Volltext: 43, 1925

Die wirtschaftlichen Schäden der tropischen Wirbelstürme. 
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Unmittelbare Windwirkungen, durch ihn hervorgerufene Sturmwellen und Regengüsse bzw. Über 
schwemmungen sind also die Faktoren, durch die die tropischen Wirbelstürme ihre schädigende 
Wirkung äußern. 
Der Sturmkörper eines solchen Orkans ist ein Speicher ungeheurer Kräfte. Dies hat schon die 
Bewunderung Reyes herausgefordert 1 ). ,,Der Kubaorkan (Oktober 1844) hat allein zur Bewegung der 
einströmenden Luft allermindestens eine Arbeit von 473 1 /s Millionen Pferdestärken während drei voller 
Tage aufgewendet, d. h. mindestens 15 mal soviel, als alle Windmühlen, Wasserräder, Dampfmaschinen 
und Lokomotiven, Menschen- und Tierkräfte der ganzen Erde in der gleichen Zeit leisten.“ Nur eine 
einzige Art atmosphärischer Vorgänge von ähnlicher räumlicher Begrenzung läßt sich vom mechanischen 
Standpunkt aus mit dieser Leistung der Wirbelstürme vergleichen, und das sind die ausgedehnten heftigen 
Regengüsse, welche die Zyklonen regelmäßig begleiten. 
V. Die Sturmwarnungen. 
Wichtig für die Einschätzung der Orkangefahr eines Gebietes ist die Kenntnis der Möglichkeit, den 
drohenden Sturm rechtzeitig, wenigstens einige Stunden vorher, ansagen zu können. Mit Ausnahme der 
Bengalen-Bai wird überall die Sturmwarnung dadurch sehr erschwert, daß der Orkanherd meist mehrere 
hundert Kilometer vom Festlande entfernt liegt. Bis zur Einführung der Funkentelegraphie, also bis in 
die allerjüngste Zeit, konnten auch die Erfahrungen der Schiffe für den Warnungsdienst nicht ausgenutzt 
werden und man blieb ganz und gar auf die Kabelverbindungen mit exponierten Inseln angewiesen, die 
nicht selten versagten. 2 ) Der Kontinent selbst ist in der Regel durch vorgelagerte Inseln mit gutem 
Beobachtungssystem vor Überraschungen geschützt. Das gilt für Westindien, für China und Japan, wo 
die Philippinen, die Karolinen und Bonininseln als Vorposten gelten, und für Madagaskar, das von den 
Maskarenen und den Seychellen her gewarnt werden kann. Heute werden auf funkentelegraphischem 
Wege die Warnungen besser verbreitet, auch auf der Fahrt befindliche Schiffe können von der drohenden 
Gefahr verständigt werden, was früher nur durch optische Signale an der Küste betätigt wurde. Am 
besten dürfte der Wetterdienst der Vereinigten Staaten eingerichtet sein. Er entstand im Jahre 1898 
während des spanisch-amerikanischen Krieges, zunächst zum Schutz der Seestreitkräfte, wurde dann, 
besonders in Hinsicht auf den Verkehr zum Panamakanal, weiter ausgebaut trotz der Schwierigkeiten, die 
sich aus der verschiedenen politischen Zugehörigkeit der einzelnen Stationen ergaben; seit dem Weltkrieg 
wird während der Orkanzeit zweimal täglich von 30 Stationen nach Washington gekabelt und seit 1919 
besteht ein ganz Westindien umfassendes klimatologisches Beobachtungsnetz (Barbados-Curagao-Panama- 
Bahama-Inseln) 5 ). Am augenscheinlichsten zeigt sich der Wert der Sturmwarnungen für die Rettung von 
Menschenleben, die sich auf die gemeldete Gefahr hin entweder in ihre Hurricaneverstecke begeben oder 
mit der Eisenbahn in sichere Landesteile abtransportiert werden können. 4 ) 
Abschnitt B. 
Die tropischen Wirbelstürme in ihren einzelnen Verbreitungsgebieten. 
Bei der Betrachtung der wirtschaftlichen Schäden vom regionalen Standpunkt aus soll die Intensität 
der Orkane zur Einteilung maßgebend sein. So wäre folgende Reihenfolge einzuhalten 5 ): Ostasien, 
Ostamerika, Ostafrika, Bengalen-Bai, Ostaustralien und Südsee, Westaustralien, Westamerika. 
1 ( 05 S. 120 ft'. - Krebs 07 . :i Xewnham ,83; S. 233. 4 ; M. \V. K. 1896 S. 153 ff. Vgl. auch Copeland bei 
Hartmann (39) S. 130 ff. und die Schwierigkeiten bei dem Bau der Key Westbahn Henning (56) S. 277). 5 : Kurt Wegener. Met. 
Z. 1922, S. 129.
	        
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