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Full text: 43, 1925

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Aus dem Archiv der Deutschen Seewarte, 
1925. lieft 3. 
1) Atlantischer Ozean, 47—11° N. Br. (Kanalausgang bis Trinidad): 
Stratus: 400 m. 
Cumulus, Fracto-Cumulus: 400, 450, 700, 900, 900, 900, 900, 900, 1100, 1200, 1800 m. 
2) Carjbisches Meer: 
Stratus, Fracto-Stratus: 300, 375 m. 
Cumulus: 300, 675, 700, 750, 900 m. 
Cumulo-Nimbus: 600 m. 
Strato-Cumulus: 1000, 1500, 1750, 2250, 2400, 2500, 2700 m. 
Alto-Cumulus: 5700, 6500, 6500, 6600, 7000, 9250 m. 
Alto-Stratus: 3300, 3600, 5500, 5700, 6500, 8400, 9450 m. 
Cirro-Stratus: 7200, 8550, 8600, 9000, 9200, 9600, 12150, 13600, 13800, 15750 m. 
Cirrus: 13200m. 
Ein Vergleich dieser Wolkenhöhen mit den voraufgehend aufgeführten Doppelschichten des Passat 
windgebietes zeigt, daß sich die Wolkenhöhen ausgezeichnet den Schichten anpassen. Es entspricht: 
^ . ( 400 
740 
1600 
3250 
5430 
8000 
11100 
Doppelschichtung: < 
1100 
2250 
4340 
6400 
9550 
12300 
f Str 
Cu 
Str-Cu 
A-Str 
' A-Cu 
A-Cu 
Ci-Str 
Wolkenart: { 
A-Str 
A-Str 
[ Fr-Str 
Fr-Cu 
(Cu) 
Ci-Str 
Die höchste gemessene Wolke ist ein Cirro-Stratus in 15750 m Höhe. Das Zusammenfallen der 
beiden Wolkenarten Cumulus und Fracto-Cumulus und weiterhin Strato-Cumulus mit den beiden unteren 
Turbulenz- oder Reibungszonen des Passates in 740 und 1100 bzw. 1600 und 2250 m Höhe ist ein 
schönes Beispiel für die Anschauung, wie sie neuerdings Moltschanoff 1 ) hervorhebt. Moltschanoff 
betrachtet die Strato-Cumulus und Cumulus-Wolken als Turbulenzwolken. »Wenn die Feuchtigkeit der 
Luft an der Erdoberfläche so groß ist, daß der Taupunkt sich im Gebiet der Turbulenzschicht befindet, 
so ergibt sich eine gleichmäßige Wolkcnschicht vom Typ Strato-Cumulus, wenn aber die Feuchtigkeit 
geringer ist, und der Taupunkt über der turbulenten Schicht liegt, wird die Wolkenbildung nur an solchen 
Stellen vor sich gehen, wo der Turbulenzprozeß die Höhe des Taupunktes erreicht.« In dem letzteren 
Falle werden sich nur zerrissene Wölkchen, Fracto-Stratus und Fracto-Cumulus, an den Stellen bilden, 
wo vereinzelte, feuchtere Luftquanten durch die Turbulenz hochgeführt werden. 
5. Aerologische Flugzeugaufstiege. 
(Tabelle 5 des Anhanges.) 
Während des Aufenthaltes der Expedition in Barranquilla bot sich den Verfassern reichliche 
Gelegenheit, an Flügen der Scadta teilzunehmen. Es hatte sich überaus günstig getroffen, daß gerade 
während der Anwesenheit der Verfasser die Probeflüge mit dem Dornier-Walflugboot »Atlantico« durch 
geführt wurden und auf diese Weise die Möglichkeit für häufigere ausgedehnte Flüge und für ungestörte 
meteorologische Arbeit im Flugzeug gegeben war. Diese Flüge sind ohne Zweifel das eindrucksvollste 
Erlebnis der Reise gewesen. 
Die meteorologischen Meßflüge (Tabelle 5) wurden in der Weise durchgeführt, daß in 
möglichst kurzen Zeitabständen, etwa alle 2 Minuten, die Temperatur des trockenen und feuchten 
Thermometers eines in den freien Luftstrom gehaltenen Aspirations-Psychrometers und gleichzeitig die 
*) P. Moltschanoff: Turbulenz der unteren Luftschichten und Entwicklung der Haufenwolken. Met. Zeitschr. 1923. S. 213.
	        
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