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)>i'. IS r ii i« o X <• li ii I ■/., IIytlroftr. thifors.. besonders übel - den Dun-liliiUtiiiti's/.tistaiul in der Ostsee im Jahre 1922.
durch Kurven veranschaulicht worden 1 ).
Die hiernach für die einzelnen Teile der
Ostsee aus den Salzgehalten erhaltenen
Werte der Alkalinität sind in Fig. 1 kar
tographisch dargestellt. Sie zeigen die
starke Beeinflussung durch das Land
wasser nicht direkt. Diese tritt aber
deutlich hervor, wenn wir die Alkalinität
aus den Ostseesalzgehalten nicht nach
der für die einzelnen Regionen abgelei
teten Formel berechnen, sondern nach
der für die offene Nordsee gültigen. Die
Differenzen zwischen den tatsächlich zu
beobachtenden und den auf die zuletzt
angegebene Weise berechneten Werten
wollen wir die Anomalie der Alka
linität nennen. Sie ist am größten in
der Gotlandmnkle und nimmt nach dem
Kattegat sowie dem Innern des Bott
nischen und Finnischen Meerbusens ab.-)
Die Tatsache, daß die Alkalinität in der
eigentlichen Ostsee am meisten ver
größert ist, tritt besonders klar hervor,
wenn wir die Anomalie der Alkalinität
nicht auf Grund der Nordseeformel, son
dern der für die eigentliche Ostsee abge
leiteten Beziehung berechnen. Die sich
dann ergebenden Werte sind in Fig. 2
dargestellt. 3 )
Das durch die geologischen Verhältnisse der Zuflußgebiete bedingte besondere Verhalten des
Finnischen und Bottnischen Meerbusens sowie auch der Einfluß der stärkeren Vermischung mit Nordsee
wasser im Kattegat prägen sich deutlich aus. —
Die auf der März—Aprilfahrt 1922 des „Skagerak“ gesammelten und von F. Malmgren be
stimmten Alkalinitätswerte fügen sich gut in die abgeleiteten Gleichungen ein, wie die in den Tabellen
gegebenen Werte B—R zeigen. Diese Differenzen halten sich mit ganz wenigen Ausnahmen inner
halb der Grenzen, die durch die Genauigkeit der Alkalinitätsbostimmung gegeben sind. E. Ruppin gibt
diese zu 0. : . cem/L an, dies entspricht 0.„ :) mäqu/L. Die Analysen von F. Malmgren bestäti
gen also die früher für die eigentliche Ostsee und die Beltsee abgeleitete
Beziehung zwischen Alkalinität und Salzgehalt.
Bei der Aufstellung der oben genannten Gleichungen wurde alles bis dahin gesammelte Material
benutzt, und zwar nicht nur von der Oberfläche, sondern auch von den tieferen und Bodenschichten. Dies
konnte geschehen, da eine vorläufige Untersuchung kein wesentlich abweichendes Verhalten zwischen
Oberflächen- und Bodenwasser erkennen ließ. Die in dem Muldemvasser aufgefundene starke Zunahme
der freien Kohlensäure mit der Tiefe und besonders die Tatsache, daß diese Zunahme nicht in so starkem
Maße erfolgte, wie sich aus dem Sauerstoffverbrauch und aus der Untersuchung der Gesamtkohlonsänre
Fig. 1.
') Yergl. A. (1. Archiv d. Deutschen Seewarte 1922, Xr. 2, Tafel 2 Nr. 1.
; ) Yergl. ebenda S. S—If und Tafel 1 Nr. 4.
®) Yeriil. Festst;riff, tilliignad Professor Otto Pettersson. Ilelsinjrfors 1923. X. (iS—S9.