Dr. 1} r ii ii <i S c h h I z. HydroKi'. Unters., besonders über den Diirehliifliiiisszuätand in der Ostsee im Jnlirc 1!»22. 35
!) K. Buch, 1917 a. a. ü. Talei 111.
so läßt sich daraus auch die zwischen Gesamtkohlensäure und Alkalinität bestehende Beziehung ab
leiten, sie lautet bei Benutzung der zweiten der soeben genannten Gleichungen:
2 CO — 3.47 + 1.736 A in cein GO, pro Liter, S = 7—18®/»«.
Für den Bottnischen und Finnischen Meerbusen ergeben sich gleichfalls Beziehungen, die wie
die erstgenannte auf Tafel 5, Nr. 3 dargestellt sind.
Die Größe der Gesamtkohlensäure ist also ganz überwiegend durch die Größe der Alkalinität
bestimmt und weil die Beziehung zwischen Salzgehalt und Alkalinität regional verschieden ist, haben
Meerwasserproben mit gleichem Salzgehalt aber verschiedener Alkalinität einen ungleichen Gehalt an
Gesamtkohlensäure. Besonders anschaulich zeigen dies Proben gleichen Salzgehalts aus dem Finnischen
und Bottnischen Meerbusen.
Tab. 25. Gegenüberstellung von Werten der Gesamtkohlensäure von Obcrfläclieiiwasser aus dem Finnischen Meer
busen (F. 54 u. 52 A). dem Bottnischen Meerbusen (F. 24) und dem Alandsmeer (F. (¡4), Salzgehalte zwischen 5 und 6°/im.
1.
Filmische!
Meerbusen
2. Bottnischer Meerbusen und
Alandsmeer
Oi* h am tk üblem* ä uro
Gesamtkohlensäure
Station
Datum
Tem|>t*vatiir
Salzgehalt
CCI
rUL
Station
Datum
Temperatur
Salzgehalt
«>/,„,
eem/L
beobacht»* fc
auf o°
beobachtet
auf o°
F. 54
10. XI. 1904
6.32
5.08
28.7
29.3
F. 64
4. XI. 1903
6.44
5.07
24.7
25.3
F. 54
4. VIII. 1903
15.79
5.10
27.6
29.2
F. 24
14. VIII. 1904
10.38
5.10
26.0
27.0
F. 52 A
9. BL 1904
-0.18
5.10
28.9
28.9
F. 64
9. VIII. 1903
14.10
5.12
25.4
26.8
F. 54
23. VIII. 1904
13.61
5.19
28.4
29.8
F. 24
2. XI. 1903
5.15
5.19
26.1
26.6
—
—
—
—
—
—
F. 24
2. XI. 1904
5.53
5.21
25.5
26.0
—
—
—
—
—
—
F. 64
18.V1IT. 1904
11.98
5.26
25.6
26.8
F. 54
14. V. 1904
2.99
5.30
28.5
28.8
F. 24
19. V. 1904
0.37
5.30
25.8
25.8
F. 54
13. XI. 1903
7.17
5.34
28.0
28.7
—
—
—
—
—
—
F. 54
31. I. 1904
1.35
5.54
28.8
28.9
—
—
—
—
—
—
—
—
—
—
—
—
F. 64
3. XI. 1904
6.88
5.77
27.9
28.6
Die auf 0° reduzierten, also vergleichbaren Werte der Gesamtkohlensäure zeigen den Gegensatz
zwischen beiden Meeresgebieten sehr deutlich.
Die abgeleiteten Beziehungen zwischen Gesamtkohlensäure und Salzgehalt stellen die zu Grunde
gelegten Beobachtungen gut dar. Die IC u r v e n b e z w. die Gleichungen zusa m m e n m i t
der Darstellung der Temperaturkorrektion ermfigüchen es also, für Ostsee
wasser aus dem Salzgehalte einen Norinalwert d e r Gesamtkohlensäure a b z u-
leiten. Die Diiferenz zwischentlem abgeleiteten und de m beobachteten Wert e
gibt u in s den Zuwachs der Gesamtkohlensäure oder deren Anomalie. Einzu
wenden ist hier, daß die angegebene Temperaturkorrektion für einen Kohlensäuredruck von 2.7 • 10 " 4 Atm.
gilt, wir wissen nicht, wie groß sie hei höherem Kohlensäuredrucke ist. Trotzdem wurde die obige
Temperaturkorrektion auch dann angewandt, der hierdurch begangene Fehler ist einstweilen unbekannt,
wird aber kaum groß sein, da die Temperaturen der betrachteten Wasserproben mit höherem Kolilen-
säuredruck etwa 4°, also wenig von 0° verschieden waren.
Beziehungen zwischen Salzgehalt und Gesamtkohlensäure lassen sich gleichfalls ableiten aus der
von K. Buch 1 ) auf Grund experimenteller Untersuchungen gegebenen Darstellung der Beziehungen
zwischen den vier Kohlensäurefaktoren. Dies wurde ebenfalls durohgeführt. Die Übereinstimmung war
gut bei Berücksichtigung der Tatsache, daß die Darstellung von Buch für die Temperatur von 18 J gilt.
III. Die Anomalie der Gesamtkohlensäure, der Sauerstoffumwandlungsfaktor und der mittlere
respiratorische Quotient im Muldenwasser der Ostsee.
Aus den eingangs genannten Gründen wurden auf den „Skagerak“fahrten nur wenige Proben für
die spätere Bestimmung der Gesamtkohlensäure entnommen. Es liegen drei Werte aus der Unterschicht