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Full text: 39, 1921

H. Mahukopf: Die Auslösung der funkeutelegr. Nauener Zeitsignale durch die Deutsche Seewarte. 13 
stand zum Einstellen der jeweils gewünschten Stromstärke des Ladestromes. Die nötigen Widerstände 
und Patronensicherungen sind auf der Rückseite der Schalttafel angebracht. Sämtliche Akkumulatoren 
befinden sich in einem Schrank, der in einem trockenen Kellerraume auf gestellt ist. 
Das Chronographenlaufwerk. 
Herr Uhrmacher Max Richter - Berlin hat nach meinen Angaben einen Apparat gebaut, der alle 
bei einer Uhrvergleichung erforderlichen Schaltungen automatisch ausführt. Der Apparat ist auf dem 
mittleren Felde der Schalttafel, zwischen den beiden Konsolen, angebracht. Er besitzt ein Laufwerk, 
das durch einen Elektromagneten ausgelösfc wird und sich nach Ausführung aller Schaltungen selbsttätig 
arretiert. Auf eine Welle, die in 720 s einen Umlauf vollführt, ist, einen rechten Winkel mit ihr bildend, 
ein 5.5 cm langer Hebel aufgesetzt, der an seinem Ende einen Kontaktstift trägt. Dieser schleift bei 
Drehung der Welle auf konzentrisch zu ihr angeordneten, voneinander isolierten Silberkontakten, an die 
die Zuleitungen zu den Uhren angeschlossen sind, und deren Länge so bemessen ist, daß jede Uhr l m 10 s 
eingeschaltet ist, so daß wenigstens einmal die Sekunde 0 erscheint. Im ganzen können so 7 Uhren ver 
glichen werden. Die zweiten Zuleitungen zu den Uhren sind natürlich an die Welle angeschlossen. 
Auf der Welle sind zwei Scheiben von 2.7 cm Radius angebracht. Jede von ihnen trägt auf der 
Peripherie eine Nase, auf der ein Kontakthebel ruht, dessen Kontakt geöffnet ist, so lange der Apparat 
sich in Ruhe befindet. Nach erfolgter Auslösung beginnen die Scheiben mit der Welle sich zu drehen; 
nach einigen Sekunden fallen die Hebel von ihren Nasen ab und schließen die Kontakte, von denen der 
eine in den Stromkreis der Arbeitsuhr geschaltet ist, die nun für die Dauer der Uhrvergleichung ihren 
Chronographenanker betätigt, während der zweite Kontakt den Auslösungsstromkreis des jeweils benutzten 
Chronographen schließt. Kurz vor Beendigung eines Umlaufs der Scheiben heben dann die Nasen ihre 
Hebel wieder von den Kontaktanschlägen ab. Damit sind die Stromkreise unterbrochen; die Arbeitsuhr 
und der Chronograph sind wieder außer Tätigkeit. Bald darauf arretiert sich auch das Laufwerk 
mechanisch. 
Außer den zum Einschalten von Uhren bestimmten 7 Kontakten ist noch ein weiterer, übrigens an 
erster Stelle angeordneter Kontakt vorhanden, dessen Länge so bemessen ist, daß ihn das Laufwerk etwa 
2 m 40 s geschlossen hält. Er stellt die Verbindung her zwischen den FT-Empfangsapparaten und dem 
Relais, das zur automatischen Registrierung der Zeitsignale auf dem Chronographen verwandt wird 
und das zu dem Telephon, mit dem die Signale abgehört werden, parallel geschaltet ist. 
Die Auslösung des Chronographenlaufwerks erfolgt durch die Auslöseuhren mit Hilfe des Strom 
stoßes, der bei der Signalauslösung um 
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56 m 55 s -57 s M. Z. Gr. das Relais R (Schema II) betätigt und 
dadurch, wie wir gesehen haben, den Nauener Hauptsignalgeber in Bewegung setzt. Der Auslösungs 
elektromagnet des Laufwerks ist parallel zu R in den Stromkreis der Batterie B geschaltet. Nach der 
Auslösung wird zunächst der „FT-Kontakt“ des Apparats geschlossen, so daß die Signale registriert 
werden können. Es ist Vorsorge getroffen worden, daß der Kontakt leicht und schnell kurzgeschlossen 
werden kann, damit auch bei einem möglichen Versagen des Laufwerks die Signalaufzeichnung möglich 
ist. Nach der Signalaufnahme vergleicht dann der Apparat die angeschlossenen Uhren und arretiert 
sich darauf um 
0 h | 
12 | 
8 m 55 s . 
Bei der jetzigen Anordnung werden die drei besten Präzisionsuhren und die 
Minutenkontakte (55 s —57 s ; k x bezw. k 2 Im Schema II) der beiden Auslöseuhren, und zwar jeder von 
ihnen zwei Mal, verglichen. 
Die Einfügung des Laufwerks in das Schaltschema III hat so zu erfolgen, daß die Kontakte des 
Apparats zu den entsprechenden Uhrkontakten der Kurbelschalter Ki, K_> usw. parallel geschaltet sind. 
Die einzelnen Kontaktklemmen des Apparats sind durch Leitungsdrähte mit denjenigen Kontaktstellen 
der Kurbelschalter,, die den zu vergleichenden Uhren entsprechen, verbunden; die gemeinsame Rück-
	        
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