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Annalen der Hydrographie und Maritimen Meteorologie, Oktober 1908,
a} Seilly Inseln, St, Agnes: Hafenzeit 4h 55mb
Lizard: * äh 210in,
Entfernung 38 Seemeilen, Differenz der Hafenzeiten -+}- 26
b) Portland Bill: Hafenzeit 61 45m
Needles: % gu 52mi0,
Entfernung 33 Seemeilen, Differenz der Hafenzeiten -- 3b 7mn — + 1877,
c) Beachey Head: Hafenzeit 11% 19mln,
Dungeness: « 108 410
Entfernung 29 Seemeilen, Differenz der Hafenzeiten == — 38a
Beachtet man das, was oben über die relative Höhe der Wellen in ver-
schiedenen Teilen des Gebiets gesagt wurde, so ergibt sich, daß das, was wir
soeben nach Formel (16) als wahrscheinlich erkannt haben, vortrefflich mit den
tatsächlichen Verhältnissen übereinstimmt, Auch die Abnahme der Hafenzeiten
an der Küste von Selsea-Bill bis Hastings findet ihre Erklärung, da wir es oben
als wahrscheinlich bezeichneten, daß die durch die reflektierte Kanalhwelle ver-
stärkte Nordseewelle höher sein werde als die von West nach Ost fortschreitende
Kanalwelle. Östlich von Hastings hört die Wirkung der reflektierten Kanalwelle
auf und die Nordseewelle ist wieder die niedrigere,
| B. &, = 40°, @&, = 220° und ß=— 40° dürfte den Verhältnissen in der
Straße von Dover entsprechen, Es ist daher a; = + m «1000. 8, = — m «1.000,
a, 8, = 0 und: |
dtm N Hıt—H2
ds 7 WHAFCHFOH, Hp
Da hier wieder H, > H, ist, so ist ein langsames Wachsen der Hafenzeiten
zu erwarten, wie es auch die Beobachtungen zeigen. Hafenzeit von Dungeness;
10% 41%in. Folkestone: 11» it Dover: 11% 77° Deal 115 qui,
©. Vor der Themse-Mündung sollen unserer Annahme zufolge Kanal- und
Nordseewelle einander gleich werden, und es tritt sonach der in Formel (17) be-
handelte Spezialfall ein, d.h, es soll 4 (&, + a) — # =— 90° sein. Nun ist 4 (a, -+ &)
das Azimut der Linien gleichen Phasenunterschiedes, welches für die Nordsee _— 85°
gefunden wurde. Für ß ist zwischen etwa Deal und Yarmauth annähernd der
Wert 0° oder 180° anzunehmen, je nachdem man von Süden nach Norden oder
von Norden nach Süden fortschreitet, aus diesen Zahlen folgt also, daß die Be-
dingung 4 (a, + &) — 3 =— 90° (oder 270°) durch die gemachten Annahmen er-
{ülkt wird,
D. Zwischen Themse-Mündung und Yarmouth ist anzunehmen, daß die
Fortpflanzung der Wellen einander entgegengesetzt längs der Küste erfolgt und
da 8 = 0° angenommen werden kann, so erhält man &, — f= 0°, @, — B=—= 180° und:
dim _ m H;* — H.?
da nn HA H74+2H, Heosp
woraus folgt, daß die Hafenzeiten von Süden nach Norden abnehmen werden,
da nun H, > H, ist, wie es auch die Beobachtungen bestätigen: Orford Ness:
11% 9win. Lowestoft: 9 500 Yarmouth 9b gmin,
Durch ähnliche Schlüsse überzeugt man sich leicht, daß auch das beob-
achtete Fortschreiten der Hafenzeiten längs der französisch-belgisch-holländisehen
Küste mit dem aus Formel (16) unter Berücksichtigung der obigen Annahmen
über das Höhenverhältnis der Wellen folgenden, in vollkommener Übereinstimmung
ist, daß namentlich die langsame Änderung der Hafenzeiten an der belgischen
Küste und die sehr rasche Änderung zwischen Ymuiden und Texel sich theoretisch
begründen läßt.
Es erührigt noch, zu zeigen, daß sich unter den gemachten Annahmen
für die Größen 2 H, und 2 IL, d.h, für die Tidenhube der beiden Wellen (Kanal-
und Nordseewelle) Werte finden lassen, welche unter sich ausreichend überein-
stimmen und an sich durchaus wahrscheinlich sind. Das Mittel hierzu geben
die beobachteten Tidenhube auf den Linien der Phasenunterschiede p = 0° und
D= 180°, Dabei muß aber berücksichtigt werden, daß die Wellen nicht überall