Johannes Jaakef: Strömungen und Oberfläclientempcvaturen im Golfe von Guinea.
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Kaltwasserauftrieb. So ist auch das starke Temperaturgefälle in Küstennahe leicht erklärlich. Die
folgende Fahrt zeigt den Eintritt in das kalte Küstenwasser von See her:
Dampfer „Entrerios“.
1904
Breite
Länge
4» a
8» a
12» a
4» p
8» p
12» p
1904
Breite
Länge
4» a
8» a
12» a
4» p
8» p
12» p
18. IV.
13° 20'
S
4° 40'
0
23.8
*
19. IV.
17° 0' S
8° 20'
0
23.2
13° 50'
tt
5° 20'
ft
22.5
17° 30' „
8° 50'
tt
23.2
14° 30'
n
5° 50'
tt
22.9
18° 0' „
9° 20'
tt
19.7
15° 0’
tt
6° 20'
ff
23.0
18° 30' „
9° 50'
tt
19.0
15° 30'
tt
6° 50'
tt
22.0
19° 0' „
10° 30'
tt
19.0
16 a 0'
tt
7° 20'
tt
22.7
20. IV.
19° 30' „
11° 0'
tt
18.2
19. IV.
16= 30'
1/
7* 50'
tt
21.0
Auf hoher See können wir im Hinblick auf die Wärmeverhältnisse zwei Gebiete unterscheiden,
die ungefähr durch die 24° Isotherme getrennt werden. Südlidh davon macht sich das Auftriebwasser
geltend, so daß sich die Isothermen im Westen nach Süden senken. Nördlich davon bringt die Wärmezunge
eine Senkung der Isothermen im Osten hervor. So kommt es, daß von der Küste aus die Wärmelinien
auseinanderstrahlen. Vom Kunene bis Benguela steigt die Temperatur von 17° auf 26°, auf dem Ozean
in 5° W nimmt sie zwischen denselben Breiten nur um 1° zu, von 23.2° auf 24.2°. Man sieht aus dem
allgemeinen Verlauf der Isothermen, daß die Hauptmasse des Wassers von Kap Frio ab nach Westen
dem offenen Ozean zustrebt. Es herrscht also Übereinstimmung mit der Stromkarte.
Noch einige Beispiele für die geschilderten Verhältnisse:
S. M. S. „Wolf“.
1900
Breite
Länge
4» a
8» a
12» a
4» p
8» p
12» p
Strom
Wind
1. IV.
3° 30' N
9° 0' 0
27.9
29.9
29.4
28.0
28.1
2. IV.
1° 10' „
8° 40' „
28.6
28.3
28.9
28.9
28.5
27.4
S 64 IV 16
SW 2
3. IV.
0° 40' S
8° 30' „
27.5
28.6
28.5
27.5
27.4
28.5
4. IV.
2° 50' „
9° 10' „
27.4
28.1
28.2
28.3
28.2
27.9
5. IV.
5o 10' „
10° 10' „
28.1
28.0
28.5
29.1
27.9
6. IV.
7° 10' „
11° 30' „
28.4
27.8
28.0
28.0
28.0
27.7
7. IV.
8° 40' „
13° 10' „
27.6
26.5
23,8
18. IV.
8° 40' „
13° 10' „
26.5
27.0
26.2
26.0
19. IV.
11° 30' „
12° 10' „
27.5
26.3
26.2
26.9
25.1
25.0
N 30 W 10
SW 2
20. IV.
13° 40' „
11° 50' „
26.1
260
24.0
24.1
240
23.3
21. IV.
15o 40' „
11° 30' „
22.4
20.0
20.0
20.0
17.4
17.0
N 72 W 9
SSW 2
22. IV.
17° 10' „
11° 0' „
17.0
17.5
16.1
16.1
16.0
17.2
Stille
SSW 5
23. IV.
19° 20' „
11° 30' „
16.0
17.9
18.3
17.9
N 86 W 11
S 3
Das Schiff fährt fast bis Loanda in der gleichförmigen Temperatur der Wärmezunge, bis plötz
lich der Auftrieb von Loanda erscheint, der in der Bucht besonders stark auftritt. Sobald sich von
Benguela ab die Sprünge zeigen, tritt der Einfluß des südlichen Auftriebwassers zu Tage. Zuletzt ist
wieder eine Wärmezunahme zu merken, da das Schiff die Küste verläßt.
Im Gegensatz hierzu steht folgende Fahrt. Hier tritt schon südlich von Kap Lopez kaltes Küsten
wasser auf. Das Schiff befindet sich bis 9° S außerhalb der Wärmezunge. Erst hier mißt es 28.0°,
also ebensoviel wie unter dem Äquator. Dabei ist die Jahreszeit um 19 Tage vorgeschritten. Erst
Südlich von Benguela wird das Wasser schnell kälter: