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Full text: 38, 1920

12 
Aus dem Archiv der Deutschen Seewarte. — 1920. Heft 6. 
Jan. 
Felm. 
März 
April 
Mai 
Juni 
Juli 
Aug. 
Sept. 
Okt. 
Nov. 
Dez. 
Jahr 
0° — 2 1 /ä° S 
4.4 
4.3 
4.0 
3.7 
5.8 
6.3 
6.8 
6.7 
6.6 
6.4 
6.3 
7.1 
5.7 
2 1 /2° — 5° S 
6.1 
6.1 
60 
6.3 
7.0 
6.9 
7.0 
7.3 
69 
6.4 
6.2 
7.1 
6.6 
5° — 7W S 
6.9 
63 
6.6 
6.7 
7.2 
7.4 
7.9 
7.7 
7.3 
6.8 
6.8 
7.3 
7.1 
7 1 /*“ — 10° S 
5.9 
6.3 
6.4 
6.8 
7.4 
7.9 
8.1 
7.5 
7.4 
7.3 
7.9 
7.6 
7.2 
10° — 12'/»° S 
6.2 
6.9 
6.6 
6.7 
7.6 
7.9 
7.6 
7.7 
7.6 
7.4 
7.1 
7.5 
7.2 
12 W — 15° S 
5.9 
6.9 
70 
7.0 
7.9 
8.3 
7.4 
7.2 
7.3 
7.4 
7.0 
7.6 
7.2 
15° — 17V**S 
5.8 
7.2 
7.5 
7.2 
7.5 
7.1 
6.9 
7.4 
7.0 
6.8 
6.8 
7.8 
7.1 
17 Vs 0 — 20° S 
6.2 
6.6 
6.5 
6.2 
7.1 
6.7 
7.0 
7.4 
7.4 
6.3 
6.5 
7.0 
6.7 
20° — 22 1 /ä° S 
6.6 
6.6 
6.6 
6.3 
7.1 
6.0 
6.9 
6.8 
8.0 
6.2 
7.3 
7.4 
6.8 
22 1 /s° — 25° S 
6.4 
6.3 
7.9 
6.0 
6.9 
5.5 
6.5 
6.1 
8.1 
7.3 
6.8 
7.0 
6.7 
25° — 27 1 /t°S 
7.3 
6.8 
8.4 
6.3 
6.8 
6.3 
6.7 
6.3 
8.1 
80 
7.3 
7.0 
7.1 
27'/** — 30° S 
8.1 
7.4 
7.7 
7.2 
7.0 
65 
7.0 
6.0 
7.2 
6.9 
8.5 
5.0 
7.1 
0° — 30° S 
6.3 
. 6.5 
6.8 
64 
7.1 
6.9 
7.1 
7.0 
7.4 
6.9 
7.0 
7.2 
6.9 
dreimonatig. Mittel 
6.7 
6.5 
6.6 
6.8 
6.8 
7.0 
7.0 
7.2 
7.1 
7.1 
7.0 
6.8 
6.9 
Ein ganz anderes Bild bekommen wir aber, wenn wir die Jahresschwankung auf den einzelnen 
Teilabschnitten betrachten. K r ii g e r schreibt hierzu: „Was die Größe des Gradienten betrifft, so 
erkennen wir aus den Karten, daß der Gradient von der Linie bis etwa 20° S im Winter größer ist 
als im Sommer, südlich von 20° S bis zur Mitte des Gebietes hohen Luftdruckes ist er im Sommer größer 
Da mit der Größe des Gradienten die Stärke des Windes wächst, so werden wir bis 20° S eine Verstär 
kung des Windes zur Winterszeit, von da weiter südlich jedoch ein Abschwächen erwarten können. 
Wir erkennen zunächst, daß durcligehends von der Linie bis zum 20. Parallelkreis der Winter eine 
größere Windstärke aufweist als der Sommer, dann ändert sich das Verhältnis und der Winter zeigt 
eine schwächere Luftbewegung. In dem Übergangsgebiet beim 20. Parallelkreis müssen die Verhält 
nisse naturgemäß unbestimmter liegen. Von hier südwärts ist der Winter durch schwache Luftbewegung, 
durch lebhafte hingegen durcligehends der Frühling ausgezeichnet. Der Raum an der Linie endlich 
steht unter dem Einflüsse des Kalmengürtels. Wenn dieser im Herbst seine südlichste Lage erreicht, 
ist hier die Luftbewegung am schwächsten, während zur entgegengesetzten Jahreszeit, wenn der Kalmen 
gürtel ganz auf die Nordhemisphäre gerückt ist, und der Passat der Südhemisphäre am weitesten nach 
Norden reicht, die Windstärke ihr Maximum erreicht. Dieselben Zahlenreihen lassen auch erkennen, 
daß die Windstärke vom 30. Parallel bis zur Mitte des anticyklonalen Wirbels abnimmt, dann äquator- 
wärts zünimmt, um zwischen 20° und 10° S, im Frühling und Winter nördlicher als im Sommer und 
Herbst, ein Maximum zu erreichen. Weiter nördlich wird die Luftbewegung immer schwächer, je mehr 
der Passat sich seinem Zielpunkte nähert“. 
In unserem Gebiet tritt also das Maximum der Windstärke umso später ein, 
je weiter w i r nach Norden gehen. Der verschiedene Eintritt der Extremwerte gibt uns die 
Erklärung für die schwache Ausprägung der Jahresperiode im Durchschnittswerte der ganzen Route. 
Nunmehr finden wir auch eine Erklärung dafür, daß die englischen Schiffsbeobachtungen keine Jahres 
periode erkennen ließen. Auch sie erstreckten sich auf ein großes Gebiet, das in seinen einzelnen 
Teilen eine verschiedene Schwankung aufweist. Außerdem werden hier die Gegensätze noch dadurch 
weiter verwischt, daß dieses englische Gebiet östlicher lag, wodurch die Winde stärker vom Festlande 
beeinflußt werden können, und daß verschiedene Routen hindurch führen, was eine unregelmäßige Ver 
teilung des Beobachtungsmaterials befürchten läßt. 
Ganz besonders fällt in der Tabelle von Krüger ein sekundäres Maximum der Windstärke auf, 
das fast regelmäßig im Dezember liegt. Doch hat weder Krüger darauf hin gewiesen noch ist es sonst 
in der Literatur erwähnt. Es erstreckt sich nur auf diesen einen Monat und kommt daher in den Durch 
schnittswerten der ganzen Route im einmonatigen, nicht aber im dreimonatigen Mittel zum Ausdruck. Auch 
die englische Arbeit weist es auf, sowohl in den Beobachtungen von St. Helena als auch in den Beredt-
	        
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