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Aus dem Archiv der Deutschen Seewarte — 1920 Xr. 5 —
Fig. 2. Zustandskurven der Geschwin
digkeit (2 Jahre, Okt. 1916 bis
Sept. 1918), nach Tabelle *10.
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he haben sie genau dieselbe Windgeschwindigkeit von 8.3 mps.
Hudova nähert sieh in dieser Höhenschicht mit 8.8 mps. sehr dersel -
heil Stärke. Über dem Becken von Drama liegt die Luft bis etwa 1000
ui Höhe sehr fest; der Windschutz durch die Berge, besonders die nörd
lichen, ist die Hauptursache. Über dem Wardartal wird umgekehrt die
untere Luftströmung verstärkt; hier strömt die Luft den geneigten
Wardartrog herab wie das Wasser im Flußbett. Besonders in den
Bodenschichten bis 500 m ist die Windgeschwindigkeit stark überhöht
(6.4 mps. gegen 2.6 in Drama); die Stärke von Hudova in 500 m
wird von Drama und Prilep erst oberhalb 2000 m erreicht. Wir
erkennen hieraus die wichtige Rolle, welche das Wardartal für die
Luftströmungen spielt. (Yergl. S. 53 über den „Vardarac“).
Die Zahl der Beobaehtungsfälle nimmt bis 2000 m nur sehr wenig, bis 3000 m nur mäßig ab,
darüber dann schneller. Bis 3000 m kann mit großer Annäherung die Änderung des Windes mit der
Höhe betrachtet werden. Hudova und Prilep zeigen die für Landstationen im allgemeinen charak
teristische Zustandskurve: bis zu mehreren hundert Metern in den Bodenschichten rasche, dann bis etwa
2000 m geringe Zunahme, darüber wieder stärkeres Anwachsen. Geschwindigkeit über Hudova nimmt
von 6.4 mps. in 500 m Höhe auf 7.3 mps. in 2000 in zu, also für 1500 m Höhendifferenz nur um 0.9 mps.
In Drama ist der Änderungssinn entgegengesetzt: bis 1000m schwache, von 1000 bis 2000 m stärkere,
darüber wieder etwas langsamere Zunahme (relativ genommen). Drama ähnelt hierin den Küsten-
stationen, wie die in Fig. 2 punktiert eingezeichnete Geschwindigkeitskurve von Triest zeigt. Triest
ist der unserin Gebiet nächstliegende Ort mit veröffentlichter Höhenwindverarbeitung; E. Mazelle hat
die mittleren Jahresgeschwindigkeiten nach der Differenzenmethode berechnet. 1 ) Die Windstärke von
Triest liegt zwischen der von Hudova einerseits, Prilep und Drama andrerseits. In 3000 m Höhe laufen
Fig. 3. Flözeiitische Häufigkeit 4er Windrichtungen im Mittel von 2 Jahren (Okt, 1916 bis Sept, 1918). nach Tab. 41.
*) Meteore!. Zeitschrift 1916, S. 64.