Ans dem Archiv der Deutschen Secwartc — 1920 Xr. 5 —
24
l»ez.
■Tan.
Fein'.
März
April
.Mai
.limi
■Juli
Aog.
Sept.
Okt.
XOY.
Tali
Mögliche Dauer in Stunden
253
264
268
342
380
436
438
446
412
351 (250)
312
267
416(
Beobachtete Dauer in °, 0 der mögl.
27
68
56
43
58
53
70
81
81
(91)
Es besteht der bekannte Zusammenhang: Bewölkung in % + Sonnenseheindauer in % = 100
Eine Nachprüfung dieses Zusammenhanges ergab, daß die Summe mehr als 100 betrug, und zwar ftu
die Beobachtungsmonate Dezember bis September um folgende Werte: 4, 8, 7, 5, 9,12, 10, 6, (4). Diesel
Gang der Abweichung findet sich auch bei andern Mittelmeerstationen. Unter der Annahme, daß di<
Summe 100 beträgt, was nach obigem als Mindestmaß sicher angenommen werden kann, ergibt siel
aus den Bewölkungsmitteln für die Monate September bis November 1917 folgende relative Sonnen
scheindauer: September 83%, Oktober 50%, November 37%. Dies würde unter Berücksichtigung
der oben angegebenen möglichen Dauer als Mindestwert folgende Monatssummen der Sonnenseheindaue]
ausmachen: September 291.3, Oktober 156.0, November 98.8 Stunden. Hieraus folgt für das Jahr Sept
1917—August 1918 eine Jahressumme von mindestens 2540 Stunden - - 61 % der möglichen.
Die größte Sonnenscheindauer hatte der Juli mit 362 Stunden oder fast 12 Stunden täglichei
Sonnenscheins, die geringste der Dezember mit einer Monatssumme' von 67 Stunden, d. h. täglich nu:
wenig mehr als 2 Stunden .(27 %). In auffallendem Gegensatz zu dem trüben Dezember steht de:
Januar mit einer Monatssumme von 179 Stunden (68 %) und etwa 6 Stunden durchschnittlicher Tages
summe. In den Monaten Juni bis September scheint die Sonne täglich 10—12 Stunden = 81 % der mög
liehen Dauer. In den drei Septemberwoehen betrug die wirkliche Sonnenscheindauer 91 % de:
möglichen, d. h. es fand so gut wie gar keine Behinderung des Sonnenscheins statt, wie auch die ein
zelnen Stundenmittel erkennen lassen. In den Monaten April bis Juni waren zusammen nur 5, in dei
Monaten Juli bis September gar kein Tag ohne Sonnenschein. In dem täglichen Gang der Sonnen
scheindauer spiegelt sich der tägliche Gang der Bewölkung wieder. Die Stundenmaxima fallen in
Winter auf den Nachmittag, im Frühjahr und Frülisomnier auf den Vormittag (auch Juli hat noch dei
meisten Sonnenschein von 6—7 Uhr morgens), im August und September normalerweise auf den Mittag
Zur Beurteilung der Monats- und Jahressumme sei noch erwähnt, daß Athen im Mittel der 10 Jahr
1893- 1904 2655 u im Jahr, 364 h als Maximum im Juli, 1081» als Minimum im Dezember hat. Die Zahle]
von Prilep kommen diesen Werten sehr nahe.
VIII. Niederschlag.
Tabelle 26. Monats- und Jahresmittel des Niederschlags in mm.
Zahl <1.
J alire
1
H
IJI
IV
V
VI
Vit
VIII
IX
X
XI
XIC
J alir
Üskül) 1891-1899
9
36
28
20
43
58
57
37
42
SO
53
38
50
* 492
Monastir 1896-1911
16
51
68
47
67
70
60
40
37
SO
77
71
64
688
Saloniki (bulg.) 1894 1911 . . .
18
37
■14
41
49
58
44
27
31
43
55
70
58
547
Saloniki (iisteiT.) 1891-1914 . .
24
31
23
29
38
50
43
20
20
33
47
56
48
451
Saloniki (griech.) 1909-1911 . .
3
42
m
44
38
76
30
'22
24
67
43
68
32
436
Kavalla 1906-1911
6
71
87
69
49
52
42
18
1ö
34
22
69
82
650
Bis auf Usküb und Kavalla wurden die Reihen neu berechnet. Eine Durchsicht der einzelne
Jahrgänge weist mehrfach Lücken, teilweise Fragezeichen hinter den angegebenen Regenmengen au
Bei mehreren Stationen ist es fraglich, ob im Winter die Schneemengen mitgemessen wurden; wie au
Vermerken hervorgeht, ist dies teilweise nicht der Fall. Die geringen Niedersehlagshöhen von Üskü
im Winter, besonders März, machen nicht den Eindruck der Zuverlässigkeit; ein Vergleich mit dei
nahen Küstendil und Vranje zeigt, daß die Wintermengen zu gering sind. Die Angaben der dr<
Stationen in Saloniki zeigen häufig starke Abweichungen voneinander. Die Angaben über die Regei