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Full text: 38, 1920

Heuer: Ein Rückblick auf d. in d. Jahr. 1877—1917 auf d. Deutsch. Secw. abgeli. Clmmom.-Wettbew.-Prüfungen. 17 
Zu dieser Vorprüfung trat im Jahre 1914 eine Prüfung der Chronometer auf geneigter Unterlage 
— die Neigungsprüfung. Auch diese Prüfung dient in dem gleichen Sinne als Vorprüfung und 
soll ein besonders scharfer Prüfstein für eine sorgsame Ausführung der Chronometer sein. — Genaues 
Richten von Spirale und Unruhe, sorgsames Abwägen der Spirale usw. — Zu dem Zweck wird das Ver 
halten der Chronometer bei geneigter Unterlage (25°) in den vier Hauptlagen der Instrumente geprüft, 
nämlich hei XII oben, VI oben, III oben und IX oben. Als zulässiger Höchstwert für den Unterschied 
zwischen Flachgang und geneigtem Gang, sowie zwischen den Gängen in entgegengesetzten Neigungen 
wurde der Betrag von 8 Sekunden festgesetzt. Es wird jedoch in Aussicht genommen, den Betrag 
später herabzusetzen. 
Die Beurteilung des Ergebnisses der Tempt ratur-Untersuchung erfolgte nach den in der „Auf 
forderung” und in den Berichten regelmäßig veröffentlichten Grundsätzen. 
Bei den beiden Palladium-Wettbewerb-Prüfungen wurden die Höchstbeträge der Gütezahlen mit 
Rücksicht auf die Regulierung in kurzer Zeit um 33 % erhöht. Die für die Zugfeder- und Neigungs 
prüfung festgesetzten Grenzwerte betragen, wie bereits erwähnt, 1,0 bezw. 8,0. 
4. Ergebnisse der Prüfungen. 
a) Ergebnisse der Vorprüfungen. 
Bevor eine Übersicht über die Ergebnisse der Temperatur-Prüfung gegeben wird, möge kurz 
der Ausfall der beiden Vorprüfungen erwähnt werden. Die Anzahl der zurückgewiesenen Chronometer 
betrug in den einzelnen Jahren bei der Zugfederprüfung: 
in der 28. 
Prüfung 4 Chronometer 
in der 34. Prüfung 0 Chronometer 
29. 
o 
35. „ 3 
30. 
31. 
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1 
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Grenzwert I s .50 
36. ., 3 
37. ,. 0 
32. 
0 
38. „ 4 
33. 
o 
39. „ 3 
40. „ 2 
Grenzwert l'.OO 
Die 1914 eingeführte Neigungsprüfung, bei der der zulässige Höchstwert auf 8 Sekunden fest 
gesetzt worden war, hatte den Ausschluß folgender Anzahl von Chronometern zum Ergebnis: 38. Prü 
fung 7 Chronometer, 39. Prüfung 8 Chronometer, 40. Prüfung 10 Chronometer. 
Bei den beiden Sonderprüfungen PI und PII fanden die Vorprüfungen nur zum Teil statt. 
Weitere Instrumente, die in den einzelnen Prüfungen infolge von Federsprung, Stehenbleiben und aus 
ähnlichen Gründen ausschieden, sind in den Zusammenstellungen nicht berücksichtigt worden. 
b) Ergebnisse der Hauptpr ü f u nge n. 
Bei den Instrumenten der 1. bis 12. Wettbewerb-Prüfung fand eine Klasseneinteilung nicht statt. 
Eine solche wurde erst von der 13. Prüfung (1889) ab eingeführt. Die für die 13. bis 21. Prüfung 
gültigen Höchstbeträge der Akzeleration sind etwas geringer als die später festgesetzten, nämlich: 
0 S .075, 0M0, 0M2 und 0’.20. Die in den Veröffentlichungen mitgeteilten Klassenergebnisse konnten daher 
nicht ohne weiteres für die Zusammenstellungen verwertet werden. Da jedoch in einem Anhang zu dem 
Berichte über die 22. Prüfung die Ergebnisse von 11 früheren Prüfungen auf Grund der damals ge 
änderten Prüfungsbestimmungen zusammengestellt sind, so ist es ohne weiteres möglich, die folgenden 
Übersichten auch auf frühere Jahre auszudehnen. In dem erwähnten „Anhang” wird ausdrücklich be 
tont, daß nur auf die Prüfungen bis zum Jahre 1887 (11. Prüfung) zurückgegriffen werden konnte, da 
die Anordnung der zur Anwendung gebrachten Temperaturen bei den vor dieser Zeit abgehaltenen Prü 
fungen nicht vollständig symmetrisch gewesen ist. Eine nachträgliche Auswertung der älteren Prüfungen 
würde nur dann möglich sein, wenn von den vier ersten Prüfungsabschnitten abgesehen wird, und die 
vier 5 -G ruppen zu zwei Mittelwerten vereinigt werden.
	        
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