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Full text: 37, 1914

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Ans dem Archiv der Deutschen Seewarte — 1914, Nr. 1. 
3. Größere Tiefen bis 1000 m. 
Wie ganz allgemein in den Tiefen der Ozeane, verlangsamt sich auch in der Südwestafrikanischen 
Region die Temperaturabnahme mit der Tiefe immer mehr. Haben wir 0 m bis 200 m Tiefe noch 7.3° 
Unterschied, so in den folgenden 200 m-Schichten nur noch 4.7°, 2.3°, 1.1° und 0.4° (vergl. die folgende 
Tabelle). Bemerkenswert ist dabei, daß hier auf Süd-Breite die Temperaturabnahme von der Oberfläche 
Südwestafrikanische Region. 
Temperaturabnahme für je 200 m in der Schicht von 0 m bis 1000 m Tiefe. 
Vergl. Tabelle S. 50 und 60. 
Stat. Nr. 
S-Br. 
O-Lg. 
0—200 m 
200—400 m 
400—600 m 
600—800 m 
800—1000 m 
1000—1500 m 
33 
4° 
0' 
6° 
15' 
8.1 
(4.9)* 
(2.9) 
1.0 
0.4 
34 
4 
0 
8 
0 
8.4 
5.4 
2.2 
1.4 
0.4 
35 
4 
5 
9 
28 
8.3 
3.8 
3.4 
1.6 
0.2 
36 
9 
30 
12 
0 
8.7 
4.8 
2.7 
1.3 
0.7 
37 
9 
40 
10 
58 
9.9 
4.5 
1.9 
1.0 
0.5 
39 
9 
57 
10 
1 
9.0 
5.0 
2.4 
0.9 
0.4 
40 
10 
26 
9 
0 
7.1 
5.7 
2.3 
1.1 
0.5 
0.4 
53 
22 
27.5 
10 
4 
3.9 
(5.2) 
(2.3) 
12 
0.3 
0.2 
54 
22 
40 
11 
5 
3.8 
5.5 
1.9 
1.0 
0.3 
0.3 
55 
22 
52.5 
12 
13.5 
4.1 
4.2 
2.0 
1.0 
0.6 
0.4 
57 
33 
12 
16 
22 
8.6 
2.7 
1.8 
0.9 
0.4 
Mittlere Temperaturabnahme 
Stationen 33—57 .... 
ür die 
7.3 
4.7 
2.3 
1.1 
0.4 
*) Eingeklammerte Werte wurden interpoliert. 
bis 200 m Tiefe wesentlich größer ist als in der Nordwestafrikanischen Region bei ähnlichen Tempera 
turverhältnissen an der Oberfläche - , von 200 bis 400 m Tiefe aber ist sie hier mit 4.7° größer als in 
beiden nördlich gelegenen Regionen. So kommt es, daß in 200 m und besonders in 400 m Tiefe die 
Temperaturen von Norden nach Süden abnehmen. Dies wird bestätigt durch eine Berechnung der 
mittleren Temperatur des Wassers in 200 m, 400 m, 600 m, 800 m, 1000 m Tiefe aus den Beobachtungs 
werten der einzelnen Stationen für diese betreffenden Tiefen. Diese Rechnung ist für die drei Regionen 
nach dem „Möwe“-Material ausgeführt worden, und zwar wurden dabei in der Nordwestafrikanischen 
Region die Beobachtungen nördlich und südlich der Kanaren, weil ganz verschiedenen Einflüssen unter 
liegend, von einander getrennt. Es ergeben sich die folgenden auch in Fig. 14 graphisch dargestellten 
Werte: 
Nordwestafrikanische, Äquatorial- und Südwestafrikanische Region. 1 ) 
Mittel der Temperaturen in den Tiefen von 200 m bis 1000 m. 
Region 
200 m 
400 m 
600 m 
800 m 
1000 m 
Nordwestafrikanische Region 
1. nördlich der Kanaren (Station 1—11) 
14.21 
12.01 
10.78 
10.07 
9.69 
2. südlich der Kanaren (Station 12—21) 
14.67 
11.60 
9.14 
7.24 
6.58 
Temperaturabnahme nach Süden 
1.78 
2.79 
2.65 
1.99 
1.88 
Äquatorialregion (Station 23—32) 
12.89 
8.81 
6.49 
5.25 
4.70 
Temperaturabnahme nach Süden 
0.41 
1.05 
1.06 
0.95 
0.83 
Südwestafrikanische Region (Station 33—57) 
12.48 
7.76 
5.43 
4.30 
3.87 
') Für diese Tabelle wurden nur tatsächliche Beobachtungen, nicht auch interpolierte Werte benutzt. Es stimmen 
deswegen die Temperaturgradienten für ‘200 m, die sich aus obigen Mittelwerten für die einzelnen Tiefen durch Differenz- 
bildung rechts und links benachbarter Zahlen ergehen, nicht immer genau überein mit denen, die aus den Temperaturgradienten 
jeder einzelnen Station gemittelt wurden (vergl. die Tabellen S. 50 und 60 und hier oben), da dort auch interpolierte Werte 
Berücksichtigung gefunden haben, die das Mittel etwas beeinflussen. Doch beträgt der Unterschied höchstens Vm°-
	        
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