accessibility__skip_menu__jump_to_main

Full text: 37, 1914

Prof. Dr. (t. Schott und Dr. B. Schulz: Die Forschungsreise S. M. S. „Möwe“ im Jahre 1911. A. Ozeanographie, 27 
4 * 
sehr bald ziemlich umfangreiche Nachbestellungen an Apparaten notwendig wurden, war dieser Betrag 
also etwas zu knapp, und man wird gut tun, künftig für die volle Ausrüstung eines ozeanographischen 
Forschungsfahrzeuges, wenn auch die Maschinen neu zu liefern sind, den Betrag von Ji 20 000 von vorn 
herein in Rechnung zu stellen. 
Was die Summe der geleisteten Arbeit und besonders auch ihre qualitative Beschaffenheit betrifft, 
so erscheint es nur als eine Pflicht gegenüber dem Kommando S. M. S. „Möwe“, die tiefe wissenschaft 
liche Auffassung der gestellten Aufgaben und die überaus große Sorgfalt aller Aufzeichnungen auch an 
dieser Stelle hervorzuheben; nächst dem Kommandanten, Korv.-Kapt. Wo da r z , darf in dieser Hinsicht 
wohl besonders der I. Offizier, Kapt.-Leutnant S c h I e n z k a , genannt werden, dem die Leitung der 
ozeanographischen und aerologischen Arbeiten übertragen war. Auf rein wissenschaftlichen Expedi 
tionen ist, soviel hier bekannt, nur selten auch nachts gearbeitet worden, während dies auf S. M. S. 
„Möwe“ regelmäßig, ganz wie eben die Anforderungen der Reise kamen, geschah. Einer der deutlichsten 
Beweise für die Zuverlässigkeit, mit der gearbeitet ist, liegt u. a. in der Auffindung des Mittelmeer 
wassers westlich von Mogador in den Tiefen zwischen 500 und 1500 m. Eine nach Anlage und Ausführung 
vorzügliche wissenschaftliche Lotarbeit dürfte die Vermessung des mittleren Stückes der großen unter 
seeischen Talrinne des Kongo sein. 
§ 7. 
Die von S. M. S. „Möwe“ ausgeführten Tiefseelotungen. 
Orts- 
Breite 
Tiefe 
Bodenwasser 
' Datum 
Nr. 
zeit 
N 
W 
1 m 
t° c. 
S °/oo 
tft 
beschaffenheit 
Bemerkungen 
Ferrol — Cadiz. 
1 
17. 5. 
11. 
11.30a 
41° 
14' 
11° 19’ 
3825 
2.61 
34.87 
27.84 
— 
Nahe Station 2 S.M.S. „Planet“. 
G ewicht wieder mitaufgeliolt, war 
ausgeschlippt, hatte sich aber am 
Ilals der Dotspindel gefangen. 
2 
19. 5. 
11. 
2p 
35 
58 
7 54 
1511 
8.59 
35.82 
27.85 
grauer Schlick 
Auf Station 3 S. M. S. „Planet“ 
Cadiz — Santa Cruz (Teneriffa). 
3 
30. 5. 
11 
lp 
34° 
15' 
8° 
39' 
3478 
Instrumente nicht wieder hochge- 
bracht, Dralit ist 40 in oberhalb 
des Vorlaufs gebrochen. 
4 
31. 5. 
11 
2a 
33 
47 
10 
11 
4377 
34.87 
Glob.-Sehl. 
Kippthermometerralimen u. Sigsbee- 
wasserschöpfer beim Ilochbringen 
miteinander vertörnt, beide nicht 
ausgelöst. 
5 
31. 5. 
11 
2.30p 
32 
43 
10 
20 
3527 
2.48 
34.96 
27.91 
Glob.-Schl. 
— 
6 
1. 6. 
11 
3a 
31 
33 
10 
20 
1227 
8.22 
35.73 
27.83 
Glob.-Sclil. 
— 
7 
1. 6. 
11 
5.30a 
31 
32 
10 
9 
141 
36.29 
Keine Bodentemperatur erhalten, 
da Kipprahmen vertörnt. Boden 
probe ausgewaschen. 
8 
1. 6. 
11 
lp 
31 
33 
10 
59 
1728 
5.61 
— 
Glob.-Schl. 
In 15 m Tiefe wurde schon stär 
kerer Strom beobachtet SO0.8Sm. 
9 
1. 6. 
11 
9.20p 
31 
29 
11 
37 
2638 
3.35 
35.17 
28.02 
Glob.-Sclil. 
— 
10 
2. 6. 
11 
7.20a 
31 
29 
12 
15 
3583 
2.57 
(35.34) i) 
(28.21) 
Glob.-Sclil. 
Strom an der Oberfläche WzS 
0.7 Sm 
„ in 15 in Tiefe NW 0.6 Sm 
„ in 50 m Tiefe NOzN 0.5 Sm 
11 
2. 6. 
11 
6p 
31 
31 
13 
0 
3230 
2.63 
Glob.-Schl. 
Strom an der Oberfläche SWzW 
1.4 Sm 
„ in 25 m Tiefe SWzW 0.4 Sm 
„ in 50 m Tiefe WzS 0.5 Sm 
*) Eingeklammerte Werte liei der Temperatur oder dem Salzgehalt des Bodenwassers sind wahrscheinlich oder sicher nicht genau.
	        
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.