accessibility__skip_menu__jump_to_main

Full text: 36, 1913

18 
Aus dem Archiv der Deutschen Seewarte — 19 IS, Nr. 3 
Kolonne 3,1831, 5,1864, 9,1842, 13.1863, 14,1842, 15,1843, 16,1842, 17,1842, 23,1841, 
lies -0.06, -0.09, —0.05, + 0.18, + 0.55, + 0.64, —0.10, + 0.25, —0.45, 
statt —0.60, + 0.09, —1.10, -0.18, + 2.55, + 2.64, + 0.97, -0.50, —1.45. 
Koppen sagt a. a. 0. über seine Kurven: „Es muß die große Uebereinstimmung dieser Kurven mit 
der hinzugezeichneten Kurve der Sonnenilecken nach Wolfs Relativzahlen bis etwa zum Jahre 1854 auffallen. 
In den Tropen tritt das Maximum der Wärme bis l l /2 Jahre vor dem Fleckenminimum ein, außerhalb 
der Wendekreise verspätet es sich gegen das letztere, in den vierziger Jahren bis zu mehr als drei Jahren. 
Dabei nimmt die Regelmäßigkeit und Größe der Schwankung von den Tropen, wo sie aufs schönste ausge 
bildet ist, nach den Polen hin ab, sodaß z. B. die in den übrigen Gürteln am stärksten ausgeprägte 
Schwankung in den dreiziger Jahren des Jahrhunderts in der Kurve des kalten Gürtels garnicht mehr 
zu erkennen ist“. Auch aus meinem Kurven geht hervor, daß die Schwankungen in den Tropen am 
regelmäßigsten sind und nach den kälteren Gegenden hin an Deutlichkeit verlieren. Sehen wir in den 
Tropen nicht das Jahr 1897 sondern 1900 oder 1901 als das zu dem betreffenden Fleckenminimum gehörige 
Temperaturmaximum an, obwohl 1897 um 0.05° wärmer war, so fallen hier die höchsten Temperaturen 
genau in die fleckenärmsten Jahre. Die Abweichungen von dieser „Norm“ sind in den übrigen Gürteln im 
Vergleich zu den Ergebnissen Köppens ziemlich gering, nur + 1 Jahr, obwohl sie, wie schon oben er 
läutert, bei Betrachtung der einzelnen tropischen und ektropischen Gebiete gelegentlich einen größeren Be 
trag erreichen können. 
Um den durchschnittlichen Gang der Temperatur in den Tropen und Ektropen zu berechnen, suchte 
ich mir sodann aus dem betrachteten Zeitraum denjenigen Teil heraus, in welchem die Erscheinung des 
Zusammenhangs der Temperatur mit den Sonnenflecken am freiesten von Störungen ist und verfuhr nach 
der von Koppen angegebenen Methode: „Wegen der wechselnden Länge der Sonnenfleckenpei’ioden kann 
man hierzu nicht direkt als Fixpunkte die Mitte der einzelnen Jahre und als Werte die oben mitgeteilten 
nehmen, sondern muß die Länge der analogen Intervalle nach der jeweiligen Länge der Perioden bestimmen. 
Ich teilte deshalb für 1820 — 1854 den Zeitraum zwischen jedem Maximum und Minimum der Sonnenflecken 
in je 6, den bis zum nächsten Maximum in je 5 gleiche Teile und erhielt so nach den Kurven für die Tropen 
und für das Mittel der ektropischen Zonen die Werte für Intervalle, welche im Mittel gleich einein Jahr 
sind, deren Länge jedoch zwischen 0.7 und 1.3 Jahren schwankt. Bei dem Mittelziehen aus den drei be 
nutzten Perioden mußte eine Korrektion angebracht werden wegen der Verschiedenheiten ihrer mittleren 
Temperatur, da diese auf den mittleren Gang der Periode sonst von Einfluß gewesen wäre. Ich bestimmte 
diese Korrektion durch die Differenz der beiden Übereinandergreifenden Kurvenstücke von ca. 2 Jahren Länge 
am Anfang und Ende des benutzten Zeitraums, indem ich zugleich die säkulare Aenderung als der Zeit 
proportional annahm; die erhaltenen Korrektionen übersteigen nicht für: die Tropen + 0.01° C, für die 
außertropischen Zonen + 0.03° C. Folgendes sind die so korrigierten Werte (für 1820 — 1854): 
Flecken 
Min. 
1 
2 
3 
4 
Flecken 
Max. 
1 
2 
3 
4 
5 
Flecken 
Min. 
Tropen 
033 
0.15 
0.04 
0.21 
0.28 
0.32 
0.27 
0.14 
0.08 
030 
041 
033 
Ektropen 
017 
0.23 
0.25 
0.18 
0.00 
0.23 
0.28 
0.21 
0.17 
0.07 
0.12 
0.17 
+ = fette Ziffer, 
. — = magere Ziffer. 
Die Zeit, die während der Jahre 1870 — 1910 am besten das Verhältnis der Temperatur zu den 
Sonnenflecken dartut, ist für die 
Tropen 
Ektropen 
Subtropen 
Wärm. gern. Gürtel. . 
Kälterer gern. Gürtel 
Kalter Gürtel 
1878—1905 + 0.03° C. 
1870-1901 ± 0.12° G. 
1870-1908 
1876—1906 
1876-1901 
1870—1910 
In dieser Tabelle geben + 0.03° C. und ± 0.12° C. die Korrektionsgrenzen an. Daß meine Korrektion 
den 3 bis 4fachen Betrag erreicht wie bei Koppen, liegt allgemein an der unruhigeren Gestalt der Tempe
	        
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.