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Volltext: 36, 1913

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Aus dem Archiv der Deutschen Seewarte — 1913, Nr. 3 
Liegt ü. B. folgende Temperaturreihe, Kolonne I, vor: 
I 
11 
III 
IV 
V 
1871 
10° 
1872 
11 
21 
1873 
9 
20 
30 
1874 
10 
19 
30 
40 
1875 
11 
21 
30 
41 
51 
1876 
13 
24 
34 
43 
54 
1877 
15 
28 
39 
49 
58 
1878 
14 
29 
42 
53 
63 
1879 
9 
23 
38 
51 
62 
1880 
8 
17 
31 
46 
59 
1881 
8 
16 
25 
39 
54 
1882 
11 
19 
27 
36 
50 
1883 
12 
23 
31 
39 
48 
1884 
13 
25 
36 
44 
52 
so verfährt Magelssen so, daß er 1871 und 1872 summiert, 1872 und 1878 usw., und so die 
Ziffern der Kolonne II erhält; sodann wird die Summe aus 1872, Kolonne II und 1873, Kolonne I ge 
bildet, 1873, II + 1874, I, dies ergibt Kolonne III; ferner summiert man 1873, III und 1874, I; desgleichen 
1874, III + 1875, I usw., stets wird also auf Kolonne I zurückgegriffen. 
Im Septemberheft der Meteorologischen Zeitschrift 1911 sagt Magelssen selbst: „Die Berechnungs 
weise besteht aus einer sukzessiv fortschreitenden Summation der beobachteten Temperaturziffern. Das 
Summieren wird solange fortgesetzt, bis die beste Aelmlichkeit zwischen Temperatur und Sonnenflecken zu 
stande kommt, was gewöhnlich hei der 6. Summationsreihe eintritt. Denn erst in der 6. Beihe sind die 11 
bis 12 Ziffern jeder Epoche gesammelt, gemischt und ausgeglichen worden, und erst dann erhält man die 
wirkliche Schwankung, also den wahren Ausdruck für die Summe der Wärme, welche in dem Laufe einer 
Sonnenfleckenperiode dem entsprechenden Beobachtungsorte zuteil geworden ist“. Das kennzeichnende Unter 
scheidungsmerkmal der beiden Methoden wird von ihm dahin angegeben, daß „der Hauptunterschied zwischen 
der Summations- und der Ausgleichungsmethode in der Aenderung des Charakters der Fluktuationen be 
stellt . . Die Absicht der Ausgleichung ist, daß die großen Züge der Fluktuation ihren Charakter bewahren 
sollen, während die Absicht der Summation ist, daß sie ihren Charakter nach und nach ändern sollen, 
was dadurch erreicht wird, daß man immer nur die ganzen Zahlen addiert und diese Addition durch immer 
neue Reihen fortsetzt“. Beim Arbeiten nach diesen Gesichtspunkten kam ich, wie aus der Kurventabelle 
ersichtlich, zu Linien, welche einen ebenmäßigen Verlauf zeigen und den gewöhnlichen unruhigen Charakter 
der kurzen Temperaturschwankungen völlig eingebüßt haben. 
Sodann sagt Angot im Annuaire de la Société Météorologique de France, Juin 1903: „Wenn für eine 
gegebene Station die mittleren Jahrestemperaturen (1) eine Variation, parallel jener der Anzahl der Sonnen 
flecken (>'), darstellen sollen, so kann man diese Beziehung näherungsweise durch die Formel ausdrücken : 
i 1. ) t tt) fl- (l T 
wo t u und a zwei Konstanten sind, die jeder Station und jeder Periode der Sonnentätigkeit charakteristisch 
sind. Jedes Jahr liefert eine analoge Gleichung, sodaß ein Zyklus von Sonnenflecken 11 Gleichungen gibt, 
welche die Bestimmung des wahrscheinlichsten Wertes von t 0 und a gestatten. Es ist indessen nicht nötig, 
daß der Zyklus absolut vollständig ist; 9 oder 10 Jahre werden genügen, vorausgesetzt, sie enthalten den 
größten und kleinsten Wert von r. Die eleganteste und schnellste Art, das System der Gleichungen (1.) 
aufzulösen, ist die von Caucliy. (Dies ist natürlich nicht gleichbedeutend mit der Auflösung durch die Methode 
der kleinsten Quadrate). Wir zählen zuerst die n Gleichungen zusammen, teilen die Summe durch n und 
erhalten eine Gleichung von der Form: 
(2.) 
wo T — 
T = 
N t 
t 4- a R 
n
	        
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