Dio geographische Verbreitung dor monatlichen Baronietersehwnnkungcn.
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Kärtchen 1 ) betrachtet, welches sich in der Lockyersehen Arbeit findet. Im allgemeinen zeigen die Zentren
der Hochdruckgebiete im Osten eine südliche Komponente der Fortpflanzungsrichtung und schlagen dann
nicht selten einen nordöstlichen Weg nach dem freien Ozean ein.
Die Lage der subantarktischen Schwankungsmaxima sowie des von der isobarometrischen Linie von
32 mm umschlossenen Gebietes niedriger Schwankungen im Bereiche der antarktischen Antizyklone finde
ich durch Lockyer-’) bestätigt. Auf Grund der an den subantarktischen und antarktischen Stationen vor
herrschenden Winde hat er die mittlere Balm der südhemisphärischen Zyklonen icstgestellt und gefunden,
daß die Isanakatabare von 19 mm etwa diese Bahn wiedergibt. Die von ihm entworfene Karte 5 hat er
später dahin modifiziert, daß er die 19 mm Isanakatabare den 70. Beitenparallcl noch berühren läßt.
Die Windbeobachtungen der Belgien
(mittl. Pos. 7U° 0' S. 88° 0’ W.) ergaben nämlich,
daß im Winter (Juni — August) Nord- und
Nordwestwinde vorherrschend sind, woraus zu
schließen ist. daß die Zentren der Zyklonen
sich noch südlich von der Beobachtungsstation
befinden müssen. Analog liegen die Verhält
nisse auf der Station Snow-Hill (01" 22' S.,
56° 59' W.). Im Gegensatz hierzu herrschen
auf der Ostantarktis Winde mit östlicher Kom
ponente vor. Im Norden ziehen die Zyklonen,
welche die Stationen „Gauß“, Ross-Island und
Kap Royds nur streifen, während südlich von
diesen sich die antarktische Antizyklone aus
breitot. Es erscheint daher gerechtfertigt,
den von der 32-mm-Linie umgebenen
Schwankungsbczirk östlich vom Pol anzu
deuten und das der Ostantarktis vorgelagerte
Gebiet maximaler Schwankung nördlicher, das
jenige der Westantarktis südlicher zu zeichnen. Die östliche Antarktis ist somit atmosphärisch ruhiger
als die Westantarktis.
Aus den Tabellen, die Moßman 3 ) seiner Abhandlung „The Present Position of Antarctic Metcorologv"
beigegeben hat, entnehme ich einige Stationen der Antarktis mit Angabe der Windrichtung und Wind
häufigkeit, was von Interesse sein dürfte, während speziell für die Ostantarktis ein Vergleich der
Windverhältnisse der Stationen Kerguelen 4 ), Heard Island und „Gauß“ (Winterstation) die starke Abnahme
der westlichen Komponente und Zunahme der östlichen Komponente zeigt.
Tabelle 5.
Wmdlmufigkeit im Winter.
Station
N
NE
1
E
SE
s
sw
W
NW
Subantarktis . Süd-Orkneys GO 0 4 P S. 44° 39' W.
f>
3
Q*
5
9
31
29
15
w , , ... / Snow-Hill . 04° 22' S. 57 U 0'W.
W estantarktisT,, , • nr ..,, c , 000 ... w
(Belgien . . . /0" 0 S. 8b 0 ö W.
2
5
11
5
4
8
i
9
17
8
39
12
4
26
0
14
{Gauß .... «ИЗ«02'S. 89°38' E.
i
2
61
9
1
1
8
2
Ostantarktis ! Ross-Ishmd 77 0 51' S. 163°4.5' E.
l(Discovery)
(>
20
30
11
b
1
0
i
’) Lockyer, a. a. О. 8. 18. Centres of High Pressure, from May 4 (| i to Sept 5 th 1891
-) a. a. 6. S. CS ff.
’) Mositnmi, II. „The Present Position of Antarctic Meteorology“. Quart. Jouni. of the R. Met. Soe. Okt. 1910.
+ j Deutsche Subpolar-Expedition 1901—1908. Bd. II, S. 288.