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Full text: 34, 1911

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Aus dem Archiv der Deutschen Seewürfe. 1911, Nr. 4. 
calme et aucun mouvement sensible de cet instrument ne pennet de les prévoir, pas plus que d'en 
déduire la fin. Aussi les orages journaliers subis pendant à peu près tout notre séjour à Aguellal n'ont à 
aucun mouvement troublé le calme de mes baromètres.“ Und wie der Luftdruck, so zeigen ja auch alle 
klimatischen Elemente in den Tropen die strengste Periodizität. 
Nur gelegentlich stören heftige Orkane die atmosphärische Ruhe dieser Zone, aber ihr Einfluß auf 
das Barometer und damit auf die Barometerschwankung ist verschwindend gering, weil sie am einzelnen 
Orte so selten auftreten. Ausgesprochen ist ihr Einfluß auf das Mittel der Schwankung in Ostasien von 
Manila bis Tokio, worauf noch später eingegangen wird. 
Geradezu umgekehrt liegen die Dinge in den außertropischen Gebieten. Hatten wir vorher jene 
minimalen unperiodischen, dafür aber ausgeprägt periodischen Bewegungen, so sehen wir letztere jetzt 
gänzlich zurücktreten und ihre Stelle ersetzt durch die wetterbestimmenden unperiodischen Oszillationen 
unserer Zone. Das Barometer wird zum ausgesprochenen „Wetterglase“. Ruhiges beständiges Wetter, 
periodische Winde oder Windstillen auf der einen Seite, wechselnde Winde und wandernde Luftwirbel 
auf der anderen Seite sind für diese Tatsachen bezeichnend. 
Vergleicht man nun die Breite der Zonen und auch die Werte, welche die Schwankungszonen auf 
weisen, so zeigen sich bemerkenswerte Unterschiede im Winter und Sommer, sowie auch speziell zwischen der 
Nord- und Südhemisphäre. Das verschiedene Verhalten der Hemisphären wird, wie man bemerken kann, 
im wesentlichen durch eine Zonenverschiebung gekennzeichnet, während die extremen Jahreszeiten außer 
ordentlich stark in der Schwankungsgröfie differieren. 
Sowohl im Winter wie auch im Sommer sind die Gebiete geringster Schwankung auf der Süd 
hemisphäre gegenüber der Nordhemisphäre entschieden kleiner, die stärkeren Schwankungen setzen ganz allge 
mein auf der erstcren viel früher ein. erreichen auch ihren maximalen Wert hier eher als dort. Man kann 
auf der südlichen Halbkugel einen Gürtel zwischen dem 50. und GO. Breitenparallel als das Gebiet der 
heftigsten Barometerbewegungen annehmen, auf der nördlichen Halbkugel einen solchen zwischen dem 
GO. und 70. Die Verbreitungsbezirke der Maxima verschieben sich im Winter der jeweiligen Hemi 
sphäre noch nord- bzw. südwärts. Die Werte der südhemisphärischen Maxima übertreffen diejenigen der 
nordhemisphärischen in beiden Jahreszeiten, besonders aber beim Vergleich des Nord- und Südsommers. 
Im Nord- bzw. Südwinter sind die Differenzen nicht so erheblich, und läßt sich vorderhand empirisch noch 
nicht sicher feststellen, ob die Südhemisphäre die größten Schwankungen der Erde hat. weil die abge 
leiteten Werte der antarktischen und subantarktischen Stationen einer zu kurzen Beobachtungsperiode 
entlehnt- sind. 
Vergleicht man weiter die extremen Jahreszeiten der Nord- bzw. Südlialbkugel miteinander, so 
fällt auf. daß namentlich in höheren Breiten Sommer- und Winterwerte stark differieren, und zwar sind 
auf der Nordhemisphäre die jahreszeitlichen Gegensätze viel schärfer ausgeprägt als auf der Südliemisphärc, 
wohingegen in den Tropen die jahreszeitlichen Verschiedenheiten auf der Nordhemisphäre nur angodeutet, 
auf der Südhemisphäre gar nicht zum Ausdruck kommen. 
Nach diesen orientierend einleitenden Betrachtungen über die Beziehungen zwischen den Schwankungen 
und der geographischen Breite wollen wir jetzt die Kontinente speziell ins Auge fassen und den Verlauf 
der isobarometrischen Linien zunächst im Nordwinter schildern, wie er in Karte 1 dargestellt ist. 
Die innerhalb der 4-mm-Linie liegenden Bezirke geringster Barometerschwankungen umfassen auf 
der Westhalbkugel den östlichen Teil des Karaibischen Meeres und das nördliche Südamerika bis zum 
Breiten parallel von Arica, auf der Osthalbkugel einen breiten Streifen Mittelafrikas von etwa 6° N—20° S 
und fast das gesamte austral-asiatische Mittelmeer. Diese Gebiete liegen in Südamerika und Australien 
mehr oder weniger symmetrisch zum Äquator, während in Afrika die Symmetrie sich zugunsten der süd 
lichen Halbkugel verschiebt und der südlich vom Äquator gelegene Streifen erheblich breiter ist als der 
nördlich davon gelegene. Die geringsten örtlichen Schwankungen haben in dieser Jahreszeit Manaos 
am Amazonenstrom in 3° südlicher Breite mit 0.7 mm und Pinang in der Malakkastraße in 5° nördlicher 
Breite mit 1.4 mm unperiodischem Schwankungsbetrag, während im äquatorialen Afrika die Beträge nicht 
unter 2 mm zu gehen scheinen. Damit hätten wir im Nordwinter zwei Gebiete geringster Barometer 
oszillationen, die wir geographisch bezeichnen wollen als: 
1. das äquatorial-brasilianische Schwnnkungsminiinum, 
2. das Malakka- oder westaustralasiatische Schwankungsminimum.
	        
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