Die unperiodischon Schwankungen der Niederscliliige und die Hungersnöte in Deutsch-Ostafrika.
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Sie ist zu Tanga weit erheblicher als zu Daressalam, erreicht dort, ihr Maximum im Februar
mit 102% und hier im November mit 88%. Auch zu Daressalam hat die mittlere Abweichung des
Februars einen hohen Wert.
Die geringste mittlere Abweichung weist sowohl zu Daressalam wie zu Tanga der Monat
Mai auf, der in Tanga gleichzeitig der regenreichste, in Daressalam der zweitregenreichste des
Jahres ist. Daß in Tanga die Schwankungen allgemein etwas erheblicher sind, geht aus den Zahlen für
die Mittel der zwölf monatlichen Abweichungen hervor (Tanga 65%, Daressalam 62%). Berechnet man
die Mittelwerte aus den monatlichen Abweichungen der sechs trockensten und denen der sechs
feuchtesten Monate, so ergibt sich dort ein höherer Wert als hier. Das Mittel aus den monatlichen
Abweichungen der sechs trockensten ist zu Tanga 72 %, zu Daressalam 07 %, während das aus den sechs
feuchtesten zu Tanga 58% und zu Daressalam 54% beträgt.
Die geringste mittlere Abweichung zeigen an beiden Orten die Monate der großen
Regenzeit März bis Mai, die größte die Monate, welche den Regenzeiten voraufgehen,
Oktober, November und Februar, ln den Zahlen für die letzteren geben sich die Schwankungen in
der Eintritts zeit der Regenzeiten zu erkennen.
Für den Zeitraum 1901 bis 1907 ist dann noch die mittlere Abweichung einer Reihe von Stationen,
die über das Schutzgebiet hin verbreitet sind, berechnet worden. Die Werte liegen vor für Mombo,
Amani, Neu-Langenburg, Muansa und Usumbura (vgl. Tab. 0 u. 7).
An den beiden Usambara-Stationon sowie in Neu-Langenburg ist der Oktober der veränderlichste
Monat, der auch in Tanga einen hohen Wert erreicht. Zu Muansa und Usumbura verschiebt sich das
Maximum auf den Juli, der gleichzeitig an beiden Stationen der trockenste Monat ist. Das Minimum
ruht zu Muansa auf dem November, zu Usumbura auf dem F e b r u a r. Die mittlere Abweichung des
Novembers ist auch zu Usumbura gering.
Zu Neu-Langenburg hat der Januar, zu Mombo der Dezember und zu Amani der Mai das
Minimum. Auch hier ist die Abweichung am geringsten in den Monaten der Regenzeit.
Das Mittel der monatlichen Abweichungen ist am größten zu Mombo mit 62 %; dann folgt Usumbura
mit 56%, Neu-Langenburg mit 54%, Amani mit 53% und schließlich Muansa mit 50%.
2. Extreme Abweichungen der Monats summen.
In den Tabellen der prozentischen Abweichungen der Monatssummen sind die Maxima durch
Fettdruck, die Minima durch Sternchen .hervorgehoben. Die Differenz beider, die Amplitude der
monatlichen Abweichungen ist fast an allen Stationen in den Monaten am größten,
in welchen auch die mittlere Abweichung am er lieblichsten ist, also in den trockenen
Monaten.
In Daressalam und Tanga treten mehrere monatliche Extreme der ganzen Beobachtungsreihe in
demselben Jahre auf. So fällt das Mai-Maximum zu Tanga und Daressalam in das Jahr 1899, das des
Aprils in das Jahr 1905 und das des Novembers in das Jahr 1896. Das bekannte trockene Jahr 1898 führt
an beiden Stationen das April- und Mai-Minimum, das Jahr 1907 das Juli-Minimum herbei.
Noch enger ist das Verhältnis der beiden Stationen Usamb'aras, Mombo und Amani. An
beiden Stationen sind gleichzeitig die Maxima des Februar (1903), Juni (1904), Juli (1902), September (1905),
Oktober (1902) und November (1902) und die Minima des Februar (1905), April (1902), September (1907)
und Oktober (1903).
3. Aufeinanderfolge von trockenen und nassen Monaten.
Von erheblich größerer praktischer Bedeutung ist die Beantwortung der Frage nach der Dauer von
Nässe- besonders aber von Trockenperioden. Eine solche Untersuchung kann aber, wenn sie erschöpfend
sein will, nur an der Hand der Beobachtungsjournale angestellt werden. Es ist aber oben schon betont
worden, daß dieser Abhandlung nur Monatssummen zugrunde liegen.
Trockene Monate.
Ich mußte mich also darauf beschränken, alle die Fälle auszuzählen, daß einer, zwei, drei und mehr
aufeinanderfolgende Monate unter dem Normal waren. Aus der Zusammenstellung auf Seite 19 (Ab.