Aus dem Archiv der Deutschen Seewürfe. 1909, Nr. 2.
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jeiligen Fälle (h°, v°), wo nur ein Sturm der Gruppenstärke 0 gefolgt ist, die Fälle h,, und entsprechenden h p °,
wo die Anordnung zu spät erfolgte, und die Fälle (h, v), wo keine Stürme nach der Warnung eintraten,
Tab.XII.bzw. nach der Anordnung zum Hängenlassen fortdauerten. Tabelle XII enthält eine Zusammenstellung der
aus Tabelle XI berechneten Erfolgprozente, getrennt für die Anweisungen zum Hissen der Signale (h), wie
zu deren Verlängerung (v) und für die Gesamtheit der Anweisungen (7t + v). Als günstige Fälle sind dabei
zunächst nur h und h°, bzw. v und v° gezählt worden; da jedoch die Stürme der Gruppenstärke 0 für die
Sturmwarnungen kaum in Betracht kommen, so sind für die Anordnungen zum Hissen von Signalen noch
die in Klammern gestellten Erfolgziffern in der Weise berechnet worden, daß die Fälle 7t 7 ,° dann als günstige
angesehen wurden, wenn auf einen zu zeitig einsetzenden Sturm von der Gruppenstärke 0 am folgenden
Tage anschließend stärkere stürmische Winde höherer Gruppenstärke folgten — die Anzahl dieser Fälle
ist am Schluß von Tabelle XI angegeben.
Tabelle XII.
Auf Sturmwarnungen gegründete Erfolgprozente (Signaierfolg), die durch die Anordnungen zum Hissen (7t),
zum Hängenlassen der Signale (v) und im ganzen (h + v) erzielt wurden.
Küsten
gebiet
Mai
bis
A u g u s t
S e p t e
n b e r
bis
Ap ri
1
.T a h r
(h)
1886 95
(V)
1886 65
h+v
(h)
1880 95
60
1886/65
h+v
<A)
(v) [j h+v
1886/95
VIIX
43 (43)
56
25
55
41
62 (67)
67
68
61
64
60 (64)
11 66 | 62
65
Iv/v
60 (03)
78
100
56
1 63
62 (66)
72 |
45
70
57
62 (05)
46 58
72
m
54 (54)
65
80
33
56
67 (69)
70 j
64
07
06
65 (67)
1 65 65
68
ii
40 (46)
53
33
50
45
57 (58)
66
58
76
57
55 (57)
, 57 56
64
i
03 (66)
51
80
100
04
67 (72)
78 i
87
91
73
67 (71)
87 72
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§ 30 Der Signalerfolg für die verschiedenen Küstengebiete in den beiden Jahreszeiten und im Jahr.
Zufolge den Ausführungen von § 9 ist damit zu rechnen, daß die hier gewonnenen Erfolgprozente zu
niedrige Werte haben werden, indem ein Teil der als verfehlt gerechneten Anordnungen zum Hissen und
zur Verlängerung der Sturmsignale in Wirklichkeit zu den günstigen Fällen gerechnet werden mußte; da diese
aus Mangel an Zeit hier gebotene vereinfachte Zählweise aber bei der Bearbeitung des vorangehenden
Jahrzehnts nicht stattgefunden hat, so muß des weiteren erwartet werden, daß die jetzigen Erfolgprozente
kleiner als für das vorige Dezennium ausfallen würden, so daß die Signalerfolgwerte der beiden Dezennien
nicht streng miteinander verglichen werden können.
Tabelle XII ergibt als Signalerfolg, wenn wir die Klammerwerte berücksichtigen, im Sommer 43 °/o
bis 66% und für die kalte Jahreszeit gleichmässiger 58 °/o bis 72% für die Anweisungen zum Hissen und
in weit höherem Grade schwankende Erfolgziffern für die Anweisungen zum Verlängern der Signale; daß
diese Anweisungen ebenso wie im vorigen Jahrzehnt für die preußische Küste die größten Werte hatten
und den Erfolg der Anweisungen zum Hissen am meisten übertrafen, hat seinen Grund in der häufiger
auftretenden Fortdauer der Stürme an der preußischen Küste.
Gegen das vorige Jahrzehnt erscheinen die Signalerfolgprozente teils kleiner, teils größer, im ganzen
etwas kleiner. Man darf die naheliegende Annahme gelten lassen, daß die Folgen der veränderten Kritik
der Richtigkeit der Anweisungen zum Hissen und zur Verlängerung bei jenen Küstengebieten, wo die Zahl der
Sturmwarnungsstellen erheblich zugenommen hat, durch diese größere Stationsdichte zum Teil ausgeglichen
worden sind. Gegenüber der erheblichen Abnahme des Signalerfolges über der westlichen Ostsee und der
pommerschen Küste, wo in beiden Dezennien etwa die gleiche Zahl von Stationen tätig war, würde dann
die viel geringere Abnahme für die drei übrigen Gebiete zu erklären sein; diese zeigen im Jahr für die
beiderlei Anweisungen gleichmäßig um drei Einheiten niedrigere Erfolgprozente und stimmen im einzelnen
für die beiderlei Anweisungen gut überein. Es scheint auf Grund von Tabelle XII die Annahme ge
stattet zu sein, daß bei unveränderter Kritik der Anordnungen zum Hängenlassen der Signale auch der
Signalerfolg ebenso wie der aus den Sturmtagen berechnete Erfolg höhere Beträge als für das vorangehende
Dezennium aufzuweisen haben würde.