36
Aus dem Archiv der Deutschen Seewarte. 1906, Nr. 2.
Mehr als ein Drittel sämtlicher Lotungen wurden mit dem auslösbaren Schnapplot ausgeführt. Es waren leider nur
zehn Stück mitgenommen, doch wurden nach deren Verlust noch weitere drei aus den festen Schnapploten an Bord der
„Edi“ umgeändert. Ihre Konstruktion ist eine, sehr einfache. Der eigentliche Metallschnapper wird aus dem Gewicht
welches mit Schraubengewiude in seinem unteren Teil versehen ist, herausgeschraubt; das obere Schraubengewinde als
dann vom Kopfe des Schnappers abgesclmitten und der letztere mit einem Gewinde für die einzuschraubende Eisenstange
versehen. Das Lotgewicht ruht auf einer kleinen Eisenplatte wie bei der gewöhnlichen Röhre, welche sich einige Zentimeter
an der Eisenstange auf- und niederschrauben läßt, wodurch gleichzeitig eine Regulierung der unter der Platte befindlichen
Spiralfederspannkraft bewirkt werden kann; namentlich bei weichem Boden darf die Feder nicht zu stark gespannt sein,
um ein Zuschnappen des Schnappers zu ermöglichen.
Das Auf- und Abrollen des Lotungsdrahtes vermittelst der für die Lotungsmaschine gebrauchten dreizyliudrigen
Dampfmaschine erwies sich als sehr vorteilhaft und ersparte viel Zeit.
Es verliefen glatt, ohne jede Unregelmäßigkeit, 476 Lotungen. Störungen irgendwelcher Art traten ein bei 63 Lotungen.
Bemerkenswert wegen der Eigentümlichkeit des Drahtbruches ist die Lotung 131. Die mitgenommenen Zählwerke bewährten
sich gut, nur eines derselben bedurfte einer kleineren Reparatur.
4. Das verbrauchte Lotungsmaterial.
'
Draht
m
J Gewöhnliche
Lotröhren
Rendleröhren
Feste
Schnapper
Auslösbare
Schnapper
Gewichte
Thermometer
Bestand
146 300
30
10
7
13
620
15
Verbrauch und Verlust .
68 270
23
8
1
12
483
8
Restbestand
78 030
7
2
6
1
137
7
Lotungen des Kabeldampfers „Stephan“, vom 27. Februar bis 1. Juni 1905
Lfde.
Nr.
Dat.
1905
Nördliche
Breite
Östliche
Länge
Tiefe
m
Temp. 0 C.
Boden
Grund
Lfde.
Nr.
Dat.
1905
Nördliche
Breite
Östliche
Länge
Tiefe
m
O ~
• O
£ ©
oipp
Grund
XVII.
Tiefseelotungen zwischen Menado und Palau.
1
27./2.
2° 28' 30"
125° 17'00"
1770
—
v.Sd u.Sk.
17
1/3.
4° 14'00"
129° 54' 00"
5042
r. T.
2
27.2.
2° 35' 00"
125° 43'30"
1984
—
Sd. u. St.
18
1/3.
4° 6'00"
130° 4'42"
5100
1.7
r. T.
3 * 2 )
27 M,
3° O'OO"
127° 21'00"
3054
—
—
19
1/3.
4° 15'00"
130° 5'30"
5128
—
r. T.
4
28-/2.
3° 3' 15"
127° 55'00"
3374
—
hl. T. j
20
1./3.
4° 5'00"
1300 16'00"
5137
—
r. T.
5
2872.
3° 22'05"
128° 41' 00"
4438
—
r. T. u. Gib.
21
1/3.
4° 14' 20"
130° 26'40"
4801
—
r. T.
6 a 3 )
28./2.
3° 22'48"
128° 51' 12"
5066
—
—
22
2/8.
4° 23' 30"
130° 30' 20"
4663
—
r. T.
6b
28./2.
3° 23' 36"
128° 48' 12"
5139
—
r. T.
23
2/3.
4° 32'48"
ISO 1 » 34'00"
4989
—
r. T.
7
28./2.
3° 27'30"
128° 49' 12"
5532
—
r. T.
24
2/3.
4° 34'48"
130° 42'00"
4279
—
r. T.
8
28-/2.
3° 28'00"
129° 2'48"
5523
—
r. T.
25
2/3.
4° 33'30"
130° 52'30"
4773
—
r. T.
9
28/2.
3° 33'00"
128° 59'00"
5998
-
r. T.
26
2/3.
4° 45' 12"
130° 54' 00"
4678
—
r. T.
10
28/2.
3° 34' 00"
129° 7'00"
5113
—
r. T,
27 5 )
2/3.
4° 54' 20"
130° 57'42"
4892
—
—
11
28/2.
3° 34'00"
129° 17' 20"
4404
—
r. T. u. Gib.
28
2/3.
4° 55'45"
131° 7'42"
5166
1.9
r. T.
12
1/3.
3° 44'00"
129° 22'30"
4965
—
r. T.
29
2/3.
4° 57' 00"
131« 17'42"
5322
—
r. T.
13
1.3.
3° 54' 00"
129° 26'42"
4224
-
r. T.
30
2/3.
5« 6'18"
131° 21'30"
5450
—
r. T.
14 4 )
1/3.
3° 55' 00"
129° 39' 00"
4715
—
r. T.
31
2/3.
4° 59' 12"
131° 28'36"
2579
—
Gib.
15
1/3.
3° 55'00"
129° 48'42"
5062
—
r. T.
32
3.3.
5° 2'30"
131° 18'20"
4682
—
r. T.
16
1/3.
4» 4'42"
129° 52'00"
5302
1.9
r. T.
33
3/3.
5° 7'40"
131« 35'48"
4737
—
r. T.
’) Man beachte, dafs die Positionsangaben dieses Dampfers nach' und" gegeben sind, und nicht, wie bei „Edi“, nach Zehntel'.
2 ) 1 Vorläufer und 1 gewöhnliche Lotröhre verloren (abgehievt).
3 ) Gewicht nicht geschlippt; keine Grundprobe.
4 ) 55 in Draht vom Ende abgeschnitten.
6 ) Beim Eiuhieven 1 gew. Lotröhre mit Vorläufer verloren, da Uhr 10 m zu wenig zeigte.