accessibility__skip_menu__jump_to_main

Full text: 29, 1906

Dr. G. Scho 11 u. Dr.P. Perle witz: Lotungen I. N. M. S. „Edi“ u. des Kabeldampfers „Stephan“ im westl. Stillen Ozean. 35 
5* 
Lfde. 
Nr. 
Da 
tum 
Nördliche Breite 
Östliche Länge 
Tiefe 
Temp.°C. 
Grund 
Bemerkungen 
m 
Ob.- 
Fl. 
Bod. 
533 
11./7. 
/r 1° 39.4' 
124° 31.8' 
3834 
29.7 
3.6 
kl. St, 
52. 3 — fl 10N. Schnapper m. a. G. Diese 
Lotung ergab wiederum harten 
Grund, es mußte nunmehr weiter 
der Kabelstrecke nachgegangen 
werden. 
534 
11/7. 
1° 35' 
124° 34' 
2588 
29.7 
3.9 
r. T. 
‘6 30 —7 19 N. Der Tief ©unterschied 
veranlaßte noch eine Lotung in 
nordwestlicher Richtung. Da der 
Mond noch nicht hoch war, 
war keine Peilung zu erhalten. 
Schnapper m. a. G. 
535 
11/7. 
1° 30' 
^ 124° 33.1' 
3521 
29.8 
3.6 
— 
740—gas n. Schnapper m. a. G. 
536 
11./7. 
1° 33' 
124° 38' 
2058 
29.9 
— 
Sk. u. v. St, 
922__955 n. dto. 
537 
11/7. 
1° 32.2' 
124° 44.2' 
1631 
29.5 
3.9 
Sk.u.kl. Holzstücke 
10 w —11 19 N. Schnapper m. a. G. 
Die Holzstücke waren von altem 
faulen Holze. 
538 
11/7. 
7» 1° 30' 
^ 124° 47.3' 
914 
29.1 
4.1 
harter Grund 
1135—1155 N. Eine Hälfte des Schnap 
pers stark verbogen. 
539 
12/7. 
/ 1° 30' 
124° 40' 
311 
— 
— 
, Kor. 
12 19 —12 30 V. Schnapper m. a. G. 
unbeschädigt. 
Zusammenstellung; der Arbeiten I. N. M. S. „Edi“. 
1. Lotungen. 
Von den 539 Lotungen, die in der Zeit vom 12/3. bis 12./7. 1903 auf den Fahrten von Shanghai nach Yap, zurück 
wieder nach Shanghai und wieder nach Yap, weiter nach Guam und zurück über Yap und Palau nach Menado gemacht 
worden sind, waren 139 Lotungen unter 1829 m (1000 Fd.), 147 Lotungen zwischen 1829 und 3658 m (2000 Fd.), 146 Lotungen 
zwischen 3658 und 5486 m (3000 Fd.), 105 Lotungen zwischen 5486 und 7315 m (4000 Fd.) und endlich 2 Lotungen über 
7315 m, von denen die Lotung Nr. 301 die größte Tiefe mit 7538 m östlich von Yap ergab. 
2. Temperaturen. 
Oberflächentemperaturen sind genommen 494, Bodentemperaturen 143. Als niedrigste Bodentemperatur wurde 0.6° 
gefunden, bei Lotung 43 und 207; als höchste Oberflächentemperatur 30.8° bei Lotung 427. Auffällig ist die niedrige 
Temperatur von 0.6° bei Lotung 207 (s. oben Text S. 12). 
3. Ausführung der Lotungen und das dabei verwandte Material. 
Die Lotungen konnten in ganz ähnlicher Weise wie bei der Lotungsexpedition des K. D. von Podbielski (s. Annalen 
der Hydrographie 1902) im Atlantischen Ozean ausgeführt werden. Durch die Beschränktheit des Platzes wurden nur zwei 
Manu heim Aufhieven des Drahtes verwandt, von denen einer gleichzeitig den mit Vaselin getränkten Quast zum Einfetten 
des Drahtes als auch die Führung des aufzuwickelnden Drahtes übernehmen mußte. Dies war ein durch die Bordverhältnisse 
bedingter Nachteil. Fenier war die Dampfzuleitung zu der drcizylindrigen Dampfmaschine sehr lang, so daß sich auch in 
den Zylindern viel Wasser sammelte, dessen Entfernung stets mit geraumem Zeitverlust verbunden war. Es wurde wieder 
die Erfahrung gemacht, daß hei grober See das Schiff am besten mit dem Heek gegen die See lag, allerdings auch auf 
Kosten des Kuders, welches dadurch gelitten hatte. Jedoch traf dies nicht bei starkem Strome zu, und es war daun un 
möglich, durch die Schrauben das Heck des Schiffes zu drehen; es zeigte sich jedoch als vorteilhaft, mit Vorwärtsgang 
und Kudergebrauch den Kopf des Schiffes gegen den Strom zu drehen und durch steten Gebrauch des Kuders und sehr 
langsamen Vorwärtsgang das Schiff beim Loten zu halten. Dies gewährte für die Navigation außerdem noch den Vorteil, 
die genaue Richtung des Stromes zu erkennen. Bedingung hierfür ist, daß die Windrichtung eine gleiche oder entgegen 
gesetzte wie der Strom ist, oder bei einer anderen Richtung, daß der Wind nur sehr flau weht, gegebenenfalls auch der 
Strom stärker ist, als die durch den Wind veranlaßt« Drift des Wassers. 
Die aus Schmiedestahl in Shanghai hergestellten zwei Trommeln erwiesen sich auch bei einer Belastung von über 
9000 m Draht ausgezeichnet. Letzterer litt durch die feuchte Tropenluft sehr und rostete schneller durch als im 
Atlantischen Ozean. 
Ausnehmend gute Dienste erwiesen die Schnapplote mit auslösbarem Gewicht, welche auf der Atlantischen Expedition 
nicht zur Verwendung gekommen waren. Sie brachten bei richtigem Funktionieren nur dann keine Bodenprobe herauf, 
wenn der Grund zu schlammige und wässerige Bestandteile enthielt, da sie dann zu wenig Widerstand fanden, um zu- 
zuschnappeu; für einen solchen Fall war die Rendleröhre sehr vorteilhaft. 
Es wurden ausgeführt mit; 
gewöhnlicher Röhre 226 Lotungen, 
Rendleröhre 49 dto. 
festem Schnapplot 78 dto. 
auslösbarem Schnapplot 186 dto. 
589 Lotungen.
	        
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.