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Volltext : 29, 1906

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R.  Westermann:  Der  meteorologische  Äquator  im  Stillen  Ozean.

J  uli  —  August.
130  E.  140  150  160  170  E.  180  170  W.  160  150  140  130  120  110  100  90  80  W.
15°  N.
12 1 /2°  N.
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7  Vs 0
5°
2 1 / 2 °
0°
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5°
7 1 / 2 °
10°  S.'

,  Januar  —  Februar.
130  E.  140  150  160  170  E.  180  170  W.  160  150  140  130  120  110  100  90  80  W.
10°  N.
7  x / 2  0  .
5°
2*/*°  N.
0°
2 1 / 2 °  S.
5»
7 1 / 2 °
io°  s:
Danach  bilden  die  die  äquatorialen  Mallungen  andeutenden  Windstärken  B.  3  und  darunter  einen
wenig  unterbrochenen  Gürtel,  der  beiderseits  von  Zonen  mit  den  Windstärken  B.  4  und  darüber,  die  den
Passaten  entsprechen,  begleitet  wird.  Im  NordWinter  jedoch  sinkt  die  Windstärke  nur  in  den  küstennahen ­
  Teilen  des  Ozeans,  sowohl  im  Westen  (Umgebung  von  Neu-Guinea)  als  im  Osten  (Zentralamerika),
unter  B.  3.  Im  mittleren  Teile  kommt  der  Strich  kleinster  Windstärke  nicht  klar  zum  Ausdruck,  da  die
Passate  häufig  ineinander  übergehen.
Der  Wasserdampf.  Bei  den  bisher  geschilderten  Erscheinungen  kommt  auch  dem  Wasserdampfgehalte ­
  der  Luft  eine  Rolle  zu,  wenn  auch  nur  eine  Nebenrolle,  indem  seine  Zunahme  in  gleichem  Sinne
wie  eine  Temperaturzunahme  wirkt.  Spezifisch  leichter  als  die  von  ihm  verdrängte  Luft  unterstützt  er
das  Heben  der  Luftschichten  in  der  Aszensionszone  zwischen  den  Passaten.
Die  Beobachtungen  auf  Schiffen,  die  mit  trockenen  und  feuchten  Thermometern  ausgerüstet  sind,
geben  die  Möglichkeit,  aus  den  Angaben  beider  einen  ziffernmäßigen  Ausdruck  für  den  Dampfdruck  (hinreichend ­
  genau  gleich  der  absoluten  Feuchtigkeit)  und  für  die  entsprechende  relative  Feuchtigkeit  festzustellen. ­
  Nun  gilt  das  für  die  Fehlerquellen  des  Luftthermometers  Gesagte  auch  für  das  unter  gleichen
Verhältnissen  an  Bord  aufgestellte  feuchte  Thermometer,  und  wenn  Jelinek  sagt:  „Die  Erfahrung  lehrt,
daß  wegen  Mangel  an  Befeuchtung  oder  überhaupt  wegen  nicht  sorgfältiger  Behandlung  viele  Psychrometer-Beobachtimgen
  ganz  unbrauchbar  werden“,  so  ist  das  für  die  auf  See  gewonnenen  in  verstärktem  Maße
anzunehmen.  Deshalb  und  weil  für  den  Stillen  Ozean  sehr  wenig  diesbezügliches  Material 1 )  vorhanden
war,  ist  die  Berechnung  für  die  einzelnen  Breiten  unterblieben,  die  auch  nur  das  Ergebnis  hätte  haben
können,  die  Lehre  von  dem  mit  der  Temperatur  abnehmenden  absoluten  Wassergehalt  der  Luft  —  vom
Äquator  zu  den  Polen  —  zu  bestätigen.  In  den  unteren  Schichten  der  Atmosphäre  steht  der  Wasserdampfgelialt
  in  engster  Beziehung  zur  Temperatur,  so  daß  sich  die  Linien  gleichen  Dampfdruckes  an  der
Erdoberfläche  dem  Verlaufe  der  Isothermen,  zumal  auf  dem  Meere,  recht  eng  anschließen 2 ).  Daraus  folgt
das  sinngemäße  Übereinstimmen  der  Linie,  die  als  Äquator  für  den  Dampfdruck  angesehen  werden  kann,
mit  dem  thermischen  Gleicher.  Die  relative  Feuchtigkeit,  auf  die  es  in  der  Klimatologie  ankommt,  ändert

’)  Auf  grofser  Fahrt  wird  oft  das  Wasserthermometer  zerschlagen.  Das  feuchte  Thermometer  des  Psychrometers
wird  dann  als  Ersatz  dafür  zu  Wassertemperaturmessungen  benutzt  und  seinem  eigentlichen  Zweck  entzogen.
2 )  Hann,  Lehrbuch  der  Met.,  1901,  S.  227.

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