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Full text: 29, 1906

R. Wester mann: Der meteorologische Äquator im Stillen Ozean. 
13 
N.-E.-Passat 
S.-E.-Passat 
Länge 
160° 
E. 
165° 
E. 
128° W. 
122° W. 
121° 
W. 
79° 
W. 
Breite 
0° 
N. 
2° 
S. 
4° N. 
6° N. 5° N. 
6° 
N. 
2° 
N. 1 
Breite 
11° 
S. 
- 4° N. 
5° N. 
5° N. 
3° N. 
3° 
N. 
1° 
S. 
Länge 
163° 
E. 
128° W. 
122° W. 
121° 
W. 
105° 
W. 
82° 
w. 
Aus den wenigen Zahlen tritt das Charakteristikum der Kalmenzone im Winter des Nordens, die 
geringe Breitenausdehnung' und das teilweise Ineinander übergehn der Passate deutlich hervor. Im 
August 
ist ganz im Osten die Nordgrenze des Südost-Passates nicht weiter nach Norden gerückt, wie anzunehmen 
wäre, vielmehr setzt sie an der Küste an dem Punkte an, wo diese vom 5. südlichen Parallelkreis ge 
schnitten wird. In 85° W. liegt sie immer noch auf südlicher Breite in 2° S., in 90° W. auf dem Äquator. 
In 100° W. ist sie aber schon 4.5° N., auf der Route von Kap Horn nach Kalifornien, d. h. etwa in 95° W. 
0.5° N. und zwischen 100° und 120° W im Mittel 7° N. Von da aus hält sie auf der ganzen westlichen 
Länge 7.5° N. inne. Auch auf östlicher Länge steht der S.-E.-Passat durch, erreicht zwischen 150° bis 
165° E. die mittlere Breite von 2.5° N. und geht selbst im äußersten Westen bei der N.-W.-Spitze von 
Neu-Guinea noch bis zum Äquator. Der Nordwest-Monsun ist verschwunden. Auf nördlicher Breite ragt 
der Südwest-Monsun des Indischen Ozeans und der Chinasee über die Philippinen hinaus in den Stillen 
Ozean hinein. Dem gegenüber zeigt an der amerikanischen Seite der S.-W.-Wind die stärkste Entwicklung. 
Westwärts macht er sich über 120 0 W. hinaus geltend. Nordwärts geht er in 85° W. bis 10 °N., zwischen 
90° und 100° W. bis 11° und erreicht als höchste nördliche Lage die Breite von 13° N., von wo aus sich 
sein Gebiet nach Westen allmählich auskeilt. Der Nordost-Passat tritt erst viele Längengrade von der 
amerikanischen Küste entfernt, jenseits von 115° W., in Tätigkeit und überschreitet dort nach Süden hin 
nicht den 15. N.-Parallel. Von 125° bis etwa 145° W. geht er bis 14.5° N. hinab; weiter westwärts 
beschreibt seine Grenze einen Bogen, der sich in 170° W. bis auf 8° N., im Meridian der Marshall-Inseln 
bis auf 5,5 0 N. senkt und von da an sich wieder mehr vom Äquator abbiegt, so daß die Karolinen ge 
schnitten werden. Im August 1903 wurde in folgenden Breiten ein Aufhören des Passates beobachtet: 
N.-E.-Passat 
Länge 133°W. 131°W. 122°W. 121°W. 120°W. 118°W. 
Breite 9° N. 10° N. 12° N. 15° N. 14° N. 10°, 8°N. 
S.-E.-Passat 
f Breite 
| Länge 
8° N. 9° N. 5° N. 0° N. 3°N. 
117° W. 115 0 W. 114° W. 113°W. 82 0 W. 
In diesen Fällen hat der N.-E.-Passat seine Grenze weiter nach S. geschoben, wie im Durchschnitt, 
wo er durch sein Zurückweichen nach N. die Kalmenzone sehr verbreitert und dadurch dem Windäquator 
die nördlichste Lage vorschreibt. Denn die Grenze des S.-E.-Passates geht an manchen Stellen in anderen 
Monaten noch etwas weiter nach N. wie im August. 
Die Windverhältnisse der sich entsprechenden Monate Mai und November müßten eigentlich die 
gleichen sein, sind es aber nicht genau. Die Abweichungen sind durch die Nachwirkung der verschieden 
gearteten Extreme hervorgerufen. 
Im Mai 
setzt der S.-E.-Passat mit seiner nördlichen Grenzlinie in 4° S. an der Küste an. Weiterhin sind die 
nördlichsten Breiten: 85° W. 0° N., 90° W. 0.5° N., 100° W. 2°N., 100-120° W. 4.5° N., 120—145° W. 
5.5 °N., 145—170° W. 3° N. Auch auf östlicher Länge wird teilweise der Äquator überschritten. Zwischen 
165° und 180° E. liegt die Grenze auf 1° N., zwischen 150° und 165° E. auf 2° S. Sie wird durch das 
Zurückziehen des winterlichen Monsuns bedingt, dessen Wirkung sich auf das Gebiet des Bismarck-Archipels 
beschränkt. Allerdings ist der Passat nördlich von 10° S. sehr flau und unbeständig und auch Winde aus 
dem nördlichen Halbkreise häufig. Die Grenzlinie des amerikanischen S.-W.-Monsuns reicht nach Norden 
zu in 85 0 und 90 0 W. bis 9 0 N., in 100 0 W. noch bis 8 0 N. und fällt dann steil zum Äquator ab. Der 
N.-E.-Passat ist im Osten wenig regelmäßig ausgebildet. Er zeigt sich erst vom 100° W. Längengrad 
ab, wo seine Südgrenze auf 12° N. liegt. In 105° W. ist sie 8.5° N.. in 135° W. 9° N., bis 145° W. 8° N. 
und zwischen 145° und 170° W. 5 0 N. im Mittel. Zwischen 165° E. und 180° rückt sie bis 2° N. vor 
und läuft dann in etwas höherer Breite, die Karolinen einschließend, bis zu den Philippinen.
	        
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