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Metadata: 44, 1927

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Aus dem Archiv der Deutschen Seewarte. — Nr. 1. 1920. 
von Churchill (zwischen Long Point lind Egg-Insel, nach Bell bis zum Seal-River); 1 * 3 ) auf der Ostküste 
bis etwa 56 3 /i° n. Br., d. i. nördlich vom Richmondgolf; zieht sich aber im Innern beträchtlich nord 
wärts, und zwar im Westen bis zum 69. unid im Osten entsprechend bis zum 59. Breitenkreise, d. i. im 
Westen 10° = 1110 km, im Osten 2 1 / 4 ° = rund 250 km Nordwärtsbiegung. 
Südwärtsverschiebung ist charakteristisch auch für die Verbreitungslinien der einzelnen Baum 
arten innerhalb des Waldgebiets. Diejenigen der Weiß- und Schwarzfichte (Picea altoa, Picea nigra, bez. 
white spruce, black spruce), der amerikanischen Lärche (Larix americana, American larch oder tamiarac) 
und der sonst nicht ganz so widerstandsfähigen Balsampappel (Populus balsamifera) decken sich im all 
gemeinen mit der Baumgrenze. Die Zitterpappel oder Espe (Populus tremuloides oder aspen) reicht im 
Westen nicht ganz bis York, im Innern aber bis 60°; im Osten kommt sie bis Kap Jones vor, im Innern 
aber bis zum Great Whale-River; das sind im Westen B, im Osten y 2 ° nördliche Ausbiegung. Die 
Weiß- oder Kanubirke (Betula papyrifera, Betula alba, White oder canoe birch) steht im Westen nur 
bis Kap Henrietta Maria, aber im Osten bis zur Great Whale-Mündung am Hudsonmeere, gedeiht im 
westlichen Innern bis 66, im östlichen bis 56°, also 11 bez. 1° nördlicher. Der Bergahorn (Acer spicatum, 
Mountain maple) berührt — von Neufundland kommend — die Südgrenze der Jamesbai und biegt 
weiter westlich 2 l A° nördlich aus. Über den genauen Verlauf der Nordgrenze der andern Hudsonmeer- 
Bäume (vor allem Balsamkiefer, Abies balsamea, Balsam fir; Weißtanne, Pinus strobus, White pine; 
weiße Ceder oder Lebensbaum, Thuja occidentalis, White cedar; Cypresse, Pinus banksiana, Banksian 
Pine) bestehen noch Unklarkeiten. * 194 ) Zwergahorn (ground maple) ist durch winterliche Extreme vom 
Walde des Hudsonmeers ausgeschlossen. 
Gleich kennzeichnend wie die südwärtige Verschiebung ist für die Vegetation des Hudsonmeers 
die Abdrängung der höheren Pflanzen, insbesondere der Bäume, von der Küste weg ins Innere. Auf der 
Ostküste zeigt sich das in folgender Weise: die äußeren Inseln sind fast durchweg baumlos. Von den 
inneren sind noch harren: die Nastapoka-Inseln (mit Ausnahme der Westseite der Belanger-Insel) die 
kleinen Inseln zwischen Long Island und Kap Jones und fast alle küstennahen Inseln zwischen Kap 
Jones und Big River. Schließlich fehlt auch noch einigen Festlandsstrecken der Baumwuchs: so einem 
B7km breiten Küstenstreifen gegenüber den Nastapoka-Inseln, ferner den Küstenstrichen vor dein 
Richmondgolfe, hinter Long Island und der vorspringenden Halbinsel von Kap Jones. Auch bei den 
bewaldeten Küstenstellen sind die Bäume zuweilen nur auf die geschützten Täler beschränkt, erst in 
einiger Entfernung landeinwärts steigen sie bis zu den Höben empor. Auf der Westküste ist nach 
mehreren Forschern (O’Sullivan, J. B. Tyrrell) ein Festlandstreifen von Churchill bis zum Kap Henrietta 
Maria völlig baumlos. Insbesondere ziehe die Baumgrenze von Severn ab in etwa 2—6 km Entfernung 
vom Meere 185 km in südöstlicher Richtung, trete dann, auf den Opinnagan zulaufend, etwas weiter zu 
rück, komme aber an der Mündung des Weenisk und des Trout wieder näher (auf 6 km) an die Küste 
heran. Auch zwischen dem Kapiskau und Moose zeige sich ein gleich breiter baumloser Streifen, aus 
genommen nur eine etwas höhere und trockene Uferstelle nördlich von Cockispenny-Point, wo die 
Bäume bis an den Rand des Wassers herantreten. 
1S3 ) Ob sich die Breätenlage der Baumgrenze an der Westküste des Hudsonmeers in geschichtlicher 
Zeit von 61 0 n. Br. bis zur Breite von Churchill verschoben hat, was aus einer Anmerkung Christys zu Foxens 
Reise hervorgeht (Hakl. Soc. 89, 331), ist nicht erwiesen; denn 1.) ist nicht bestimmt, ob sich Foxe wirklich in 
01" n. Br. befand, 2.) wenn das bestimmt wäre, könnte es sich ja um einzelne verkümmerte Bäume handeln. 
(Foxe schreibt: „Small growne wood“.) Beils Bemerkung (The Scott Geogr. Mag. 1897, S. 285) „There is evidence 
that tlie verge of the forest is retreating both in North America and Asia“, scheint Christys Ansicht zu stützen. 
Genaue Untersuchungen fehlen noch. 
194 ) Für die Verbreitungslinien der beiden letzteren sind entschieden teilweise auch geologische Umstände 
mitbestimmend gewesen: daß diejenige der weißen Ceder, die südlich von Rupert und Moose streicht, im Westen 
der Jamesbai eine höhere Breite als irgendwo anders erreicht, hängt nach Bell mit dem Vorkommen des dem 
Baume günstigen Kalksteins zusammen, die Verbreitungslinie der Cypresse deckt sicli im Westen mit der Grenze 
postpliozäncr Meeresbedeekung, der Baum hat noch nicht genügend Zeit gehabt, den alten Meeresboden bis zu 
irgendeiner bemerkenswerten Ausdehnung zu erfüllen.
	        
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