accessibility__skip_menu__jump_to_main

Volltext : 27, 1904

Archiv  1904.  3.

1

No.  3.

Der  tägliche  Gang  der  erdmagnetischen  Elemente  in  Kingua-Ejord.
Ein  Beitrag  zur  harmonischen  Analyse
der  erdmagnetischen  Beobachtungen  während  des  Polarjahres  1882/83.
Von  Dr.  Ii.  Steiner,
Assistent  an  der  Kgl.  Ungarischen  Meteorologischen  Reichsanstalt  zu  Budapest.

In  den  folgenden  Zeilen  sollen  die  Resultate  einer  Bearbeitung  der  erdmagnetischen  Beobachtungen
in  Kingua-Fjord  (<f  =  66°35'40"5,  /  =  4 h  29 m 20?5  W.  von  Greenwich)  mitgeteilt  werden.*)
I.
Wie  bekannt,  hat  der  tägliche  Gang  der  erdmagnetischen  Kraft  an  Polarstationen  einen  verschiedenen
Charakter,  je  nachdem  er  nur  aus  den  ruhigen  oder  aus  allen  Tagen  abgeleitet  wird.**)  Es  ist  also  wichtig,
den  sogenannten  normalen  täglichen  Gang  aus  ruhigen  Tagen  besonders  abzuleiten.  Hierbei  kommt  es
hauptsächlich  auf  die  Auswahl  der  ruhigen  Tage  an.  Diese  Auswahl  wurde  für  Deklination  und  Horizontalintensität ­
  zweifach,  für  Vertikal-Intensität  aber,  da  der  Gang  in  diesem  Elemente  in  Kingua-Ejord  ohnehin
verhältnismäßig  ruhig  ist,  einmal  durchgeführt.
Die  ruhigen  Tage  wurden  zuerst  ohne  Bezugnahme  auf  die  von  Wild  für  die  Polarstationen  als  solche
bezeichneten  Tage  in  der  Weise  ausgesucht,  daß  die  stündlichen  Beobachtungen  aller  drei  Elemente  (Deklination, ­
  Ilorizontal-Intensität  und  Vertikal-Intensität)  von  jedem  Tage  aufgezeichnet  wurden  und  diejenigen
Tage,  an  welchen  die  Kurve  einen  ruhigen  Verlauf  zeigte,  als  für  das  Element  ruhige  Tage,  und  der  Verlauf
der  Kurve  als  normaler  Verlauf  betrachtet  wurden.  Auf  diese  Weise  erhält  man  folgende  Serie  I  der  Normaltage: ­
  1882  Sept.  (16),  21,  22,  30,  Okt.  (1),  8,  [18],  (19),  20,  [21],  [31],  Nov.  4,  10,  [22],  29,  Dez.  [5],  [6],
8,  10,  [13],  14,  (25),  [27].  1883  Jan.  3,  (4),  [10],  11,  16,  [19],  (23),  Febr.  [7],  (8),  (9),  12,  [13],  [19],
März  [17],  [18],  [19],  20,  April  7,  14,  [21],  (29),  Mai  [11],  [12],  Juni  5,  (11),  [15],  21,  Juli  21,  22,  [25],
August  (9),  [10],  (16),  [17],  26,  [27],  (31),  Sept.  [1].  Die  Tage  in  runder  Klammer  ()  sind  Normaltage  für
Deklination,  jene  in  eckiger  []  für  Horizontal-Intensität,  die  übrigen  für  beide  Elemente.  Für  die  Vei’tikal-Intensität
  erhalten  wir  als  Normaltage  1883  Febr.  6,  7,  13,  März  10,  11,  20,  April  7,  13,  22,  Mai  11,  12,  28,
Juni  4,  Juli  21,  22,  August  4,  9,  16,  17,  26,  Sept.  1,  4.  Wie  ersichtlich,  habe  ich  für  die  Deklination  im
Mai  1883  keine  zuverlässigen  Normaltage  finden  können.  Da  die  Lloyd’sche  Wage  nur  von  1883  Februar
angefangen  zu  regelmäßigen  Ablesungen  benutzt  wurde  und  von  der  Reduktion  der  Ablesungen  an  den  Instrumenten ­
  mit  Eisenstäben  abgesehen  wurde,***)  so  kann  die  Vertikal-Intensität  nur  von  Februar  an  einer
Untersuchung  unterzogen  werden.
Die  Rechnungen  wurden  zuerst  auf  Grund  obiger  Normaltage  durchgeführt  und  zwar  in  der  Weise,
daß  zwei  aufeinander  folgende  Monatef)  zu  einem  Mittel  vereinigt  wurden;  Monat  August  und  Sept.  1883
ist  mit  September  1882  verbunden.  Wie  wir  sehen,  sind  nur  äußerst  wenig  Tage  als  Normaltage  zu  be-*)
  Die  internationale  Polarforsehung  (1882  —83).  Die  Beobachtungs-Ergebnisse  (1er  deutsehen  Stationen.  Band  I.
Kingua-Ejord.  Hei'ausgeg.  im  Aufträge  der  deutschen  Polar-Kommission  von  Prof.  Dr.  Neumayer  und  Prof.  Dr.  Borgen.
Berlin  1S86.
**)  G.  Lüdeling:  Ueber  die  tägliche  Periode  des  Erdmagnetismus  etc.  Terrestrial  Maguetism.  Dezember  1S99.
***)  S.  a.  a.  0.  pag.  281.  f)  Mitteilungen  der  internationalen  Polar-Kommission.  5.  Heft,  pag.  211.
            
Waiting...

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzerin, sehr geehrter Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.